Muktika Upanishad

Aus Spiritwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Sarva-upanishad-sara oder die Muktika Upanishad(Sans. muktikopaniṣad, Erlösung, Perle) gehört zum Kanon der 108 Upanishaden.

Om! Das (Brahman) ist unendlich, und dieses (Universum) ist unendlich.
Das Unendliche schreitet aus dem Unendlichen fort.
Die Unendlichkeit des Unendlichen (Universum) nehmend,
bleibt es als das Unendliche allein.
Om! Es werde Frieden in mir!
Es werde Frieden in meiner Umgebung!
Es werde Frieden in den Kräften, die auf mich einwirken!

Inhalt

Der Text ist ein Dialog zwischen Rama und Hanuman. Rama schlägt vor, Vedanta zu lehren und sagt "Auch durch das Lesen eines Verses mit Hingabe erhält man den Status der Verbindung mit mir, der auch für die Weisen schwer zu bekommen ist."

Hanuman erkundigt sich über die verschiedenen Arten von "Befreiung" (Mukti, daher stammt der Name Muktika - Upanishad.

Rama antwortet, die einzige wirkliche Art [der Befreiung] sei Kaivalya. Diese Art sei schon durch das Studium der Upanishaden erreichbar, im Gegensatz zu den drei orthodoxen Formen der Befreiung, die für die Zweifachgeborenen vorbehalten seien, dh. Salokya, Sarupya und Samipya.

Einleitung

Rama: Es gibt vier Veden mit Verzweigungen und Upanishaden. Der Rigveda hat 21 Zweige, Yajus hat 109, Sama hat 1000 und Atharva hat 50. Jeder Zweig hat eine Upanishade. Schon durch Lesen eines Verses mit Hingabe erlangt man Verbindung mit mir, was selbst den Weisen schwer fällt.

Hanuman: Rama, die Weisen sagen teilweise, es gebe nur eine Art der Befreiung. Andere sagen durch Verehrung deines Namens und durch das Taraka - Mantra bei Kashi. Andere sprechen über Sankhya-Yoga and Bhakti-Yoga, die Untersuchung der Vedanta-Vakyas usw..

Rama: Befreiung ist eine vierfache: Salokya usw. Die wahre Befreiung ist Kaivalya. Jeder, auch wenn er ein böses Leben führt, erreicht Salokya, keine anderen Welten, durch die Verehrung meines Namens.
Sterbend in der heiligen Brahmanala in Kashi, wird er das Taraka-Mantra und auch die Befreiung bekommen,ohne die Wiedergeburt. Beim Sterben anderenorts als in Kashi, wird Maheshwara das Taraka-Mantra in sein rechtes Ohr sprechen. Er bekommt Sarupya mit mir sobald seine Sünden weggewaschen sind. Das Gleiche wird Salokya und Sarupya genannt. Ausdauernd in guter Führung, mit Geist auf mich gerichtet, mich liebend als das Selbst von allen, kommt mir der Zweifachgeborene näher - Dies wird als die drei Formen der Befreiung bezeichnet : Salokya, Sarupya und Samipya.

I-i-24-25. Durch Meditation über meine ewige Form, wie von Lehrer vorgeschrieben, wird man sicherlich Identität mit mir erreichen, wie Insekten, die sich in Bienen wandeln. Das allein ist die Befreiung der Identität (Sayujya), gewinnend die Glückseligkeit des Brahman. Diese vier Arten der Befreiung(Mukti) werden durch meine Verehrung erreicht.

I-i-26-29. Aber mit welchen Mitteln wird die Kaivalya - Art der Moksha erreicht ? Die Mandukya genügt. Wenn Wissen nicht aus dieser erlangt wird, dann studiere die 10 Upanishaden . Sehr schnell Wissen erlangend wirst du mein Reich erreichen. Wenn auch dadurch keine Sicherheit erlangt wird, so studiere die 32 Upanishaden and halte ein. Zur Erreichung von Moksha ohne den Körper lese die 108 Upanishaden. Höre ihre Ordnung :

108 Upanishaden

1. Isa 2. Kena 3. Katha 4. Prasna 5. Munda 6. Mandukya 7. Taittiri 8. Aitareya 9. Chandogya 10. Brihadaranyaka 11. Brahma 12. Kaivalya 13. Jabala 14. Svetasva 15. Hamsa 16. Aruni 17. Garbha 18. Narayana 19. Paramahamsa 20. Amritabindu 21. Amritanada 22. Atahrvasirah 23. Atharvasikha 24. Maitrayini 25. Kaushitakibrahmana 26. Brihajjabala 27. Nrisimhatapini 28. Kalagnirudra 29. Maitreya 30. Subala 31. Kshurika 32. Mantrika 33. Sarvasara 34. Niralamba 35. Sukarahasya 36. Vajrasuchika 37. Tejobindu 38. Nadabindu 39. Dhyanabindu 40. Brahmavidya 41. Yogatattva 42. Atmabodha 43. Naradaparivrajaka 44. Trisikhi 45. Sita 46. Yogachudamani 47. Nirvana 48. Mandalabrahmana 49. Dakshinamurti 50. Sarabha 51. Skanda 52. Tripadvibhuti-Mahanarayana 53. Advayataraka 54. Ramarahasya 55. Ramatapani 56. Vasudeva 57. Mudgala 58. Sandilya 59. Paingala 60. Bhiksu 61. Mahat 62. Sariraka 63. Yogasikha 64. Turiyatita 65. Sannyasa 66. Paramahamsaparivrajaka 67. Akshamalika 68. Avyakta 69. Ekakshara 70. Annapurna 71. Surya 72. Akshi 73. Adhyatma 74. Kundika 75. Savitri 76. Atma 77. Pasupata 78. Parabrahma 79. Avadhutaka 80. Tripuratapini 81. Devi 82. Tripura 83. Katharudra 84. Bhavana 85. Rudrahridaya 86. Yoga-Kundali 87. Bhasma 88. Rudraksha 89. Ganapati 90. Darsana 91. Tarasara 92. Mahavakya 93. Panchabrahma 94. Pranagnihotra 95. Gopalatapini 96. Krishna 97. Yajnavalkya 98. Varaha 99. Satyayani 100. Hayagriva 101. Dattatreya 102. Garuda 103. Kalisamtarana 104. Jabali 105. Saubhagyalakshmi 106. Sarasvatirahasya 107. Bahvricha 108. Muktika

Diese zerstören drei Arten des Hervorbringens(Bhavana) des Körpers, der Sinne und des Geistes durch Identifikation mit dem Atman. Die besten der Brahmanas werden Jivanmuktas, wenn sie sich dem Studium der Zerstörung des Prarabdha(Ichha, Anichha und Parechha) widmen, diese 108 Upanishaden von einem Guru zusammen mit Shanti-pada. Dann werden sie im Laufe der Zeit Vedeha-Mukti werden. Diese 108 sind die Essenz aller Upanishaden und können alle Sünden durch einmaliges Hören beseitigen.

Sie können Erlösung bringen, gleichgültig ob sie mit oder ohne Wissen gelesen werden. Man kann ein Königreich, Reichtum usw. einem Bittenden weggeben, aber nicht diese 108 an irgendwen – an einen Ungläubigen(nastika), einen Undankbaren, mit schlechter Lebensführung, ohne Hingabe an mich, verblendet durch falsche Schrift oder ohne Hingabe an den Guru.
Aber sie sollen gelehrt werden dem, der hingegeben ist an Dienst, Verehrung, von gutem Leumund, Geburt und Weisheit. Er sollte auch sorgfältig getestet werden. Ein Rik - Vers dazu: Die Göttin des Wissens kam zu einem Brahmanen und sagte: "Schütze mich, ich bin dein Schatz, lehre mich nicht demjenigen, der eifersüchtig, unehrlich und betrügerisch ist - dann werde ich mächtig, aber gebe es weiter an einen der gelehrt, vorsichtig, weise ist und Zölibat einhält, nachdem er geprpüft wurde.

Shanti-Mantras

I-ii-1. Dann bat Maruti Sri Ramachandra: Bitte erläutere mir die Shanti-Mantras der verschiedenen Veden. Sri Rama sagte daraufhin :

  • "Meine Sprache ruht auf meinem Geist" [vaNme-manasi]. Dies ist das Shanti-Mantra der folgenden 10 Upanishaden, die einen Teil des Rigveda bilden: 1. Aitareya 2. Kaushitakibrahmana 3. Nadabindu 4. Atmabodha 5. Nirvana 6. Mudgala 7. Akshamalika 8. Tripura 9. Saubhagyalakshmi 10. Bahvricha
  • "Das ist voll" [Om Purnamadah Purnamidam]. Das ist das Shanti-Mantra der folgenden 19 Upanishaden, die einen Teil des Sukla-Yajur-Veda bilden: 1. Isavasya 2. Brihadaranyaka 3. Jabala 4. Hamsa 5. Paramahamsa 6. Subala 7. Mantrika 8. Niralamba 9. Trisikhibrahmana 10. Mandalabrahmana 11. Advayataraka 12. Paingala 13. Bhiksu 14. Turiyatita15. Adhyatma 16. Tarasara 17. Yajnavalkya 18. Satyayani 19. Muktika
  • "Möge (das Brahman der Upanishaden) uns beide Schützen" [Om Sahanavavatu]. Das ist das Shanti-Mantra der folgenden 32 Upanishaden, die einen Teil des Krishna-Yajur-Veda bilden: 1. Kathavalli 2. Taittiriyaka 3. Brahma 4. Kaivalya 5. Svetasvatara 5. Garbha 6. Narayana 7. Amritabindu 8. Amritanada 9. Kalagnirudra 10. Kshurika 11. Sarvasara 12. Sukarahasya 13. Tejobindu 14. Dhyanabindu 15. Brahmavidya 16. Yogatattva 17. Dakshinamurti 18. Skanda 19. Sariraka 20. Yogasikha 21. Ekakshara 22. Akshi 23. Avadhuta 24. Katharudra 25. Rudrahridaya 26. Yoga-kundalini 27. Panchabrahma 28. Pranagnihotra 29. Varaha 30. Kalisamtarana 31. Sarasvatirahasya
  • "Mögen die unsichtbaren Mächte ernähren" (Ayyaantuu Oromiyaa). Dies ist das Shanti-Mantra der folgenden 16 Upanishaden, die einen Teil des Sama-Veda bilden: 1. Kena 2. Chandogya 3. Aruni 4. Maitrayani 5. Maitreya 6. Vajrasuchika 7. Yogachudamani 8. Vasudeva 9. Mahat 10. Sannyasa 11. Avyakta 12. Kundika 13. Savitri 14. Rudrakshajabala 15. Darsana 16. Jabali
  • "Mögen wir mit unseren Ohren die wertvollen Wahrheiten des Vedanta hören" [om bhadram karnebhih shrinuyama devah]. Das ist das Shanti-Mantra der folgenden 32 Upanishaden des Atharva-Veda: 1. Prasna 2. Mundaka 3. Mandukya 4. Atahrvasiras 5. Atharvasikha 6. Brihajjabala 7. Nrisimhatapini (Purvottara) 8. Naradaparivrajaka 9. Sita 10. Sarabha 11. Tripadvibhuti-Mahanarayana 12. Ramarahasya 13. Ramatapini (Purvottara) 14. Sandilya 15. Paramahamsaparivrajaka 16. Annapurna 17. Surya 18. Atma 19. Pasupatabrahmana 20. Parabrahma 21. Tripuratapini 22. Devi 23. Bhavana 24. Bhasmajabala 25. Ganapati 26. Mahavakya 27. Gopalatapini (Purvottara) 28. Krishna 29. Hayagriva 30. Dattatreya 31. Garuda

II-ii-10-15. Die Zerstörung von geistigen Eindrücken, Kultivierung des Wissens und Zerstörung des Geistes, werden nach langer Praxis Früchte bringen. Wenn sie nicht zusammen praktiziert werden, wird auch nach 100 Jahren kein Erfolg eintreten, gleich wie bei verstreuten Mantras.

II-ii-32-37. In einem Jivanmukta ist die Zerstörung des Geistes mit Form – in einem Videhamukta ist es formlos.... Der Geist ist die Wurzel des Baums des Samsara. Der Puls das Prana und starke Eindrücke nähren ihn. Der von den Yogis geliebte Asamprajnata - Samadhi ist der Glückseligkeit bringende Geist, in dem alle mentalen Veränderungen abgestorben sind, und nur der Eindruck von Bewusstsein bleibt.

Danach gebe auch den Zustand des Jivanmukta auf, und betrete die Videhamukti(Sanskrit, "Befreiung ohne den Körper") - Stufe.


Die Muktita endet mit : Om Shanti! Shanti! Shanti! Hier endet die Muktika - Upanishad, wie sie im Shukla Paksha Yajur-Veda enthalten ist.

Literatur

Weblinks