Chandogya Upanishade

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Die 'Chandogya - Upanishade' oder 'Chāndogya Upaniṣad'(Lied und Opfer, gesungen) oder Khandogya der Tandins ist nach dem Weisen Mandukya benannt. Sie zählt mit ihren 8 (25) Kapiteln zu den primären(mukhya) Upanishaden und wird dem Samaveda zugerechnet.

Zusammen mit der Jaiminiya Upanishad und der Brihadaranyaka Upanishad gehört die Chāndogya Upaniṣad zu den alten Upanishaden der Brahmana - Periode des vedischen Sanskrit. Sie wird mit dem Kauthuma Shakha des Samaveda assoziiert und hält Platz 9 im Muktika - Kanon der 108 Upanishaden. Sie ist zudem ein Teil des zehnteiligen Chandogya - Brahmana.

Inhalt

Einführung [1] [2]:
Die Chanogya - Upanishade handelt direkt von der wahren Natur von Brahman, dem höchsten Selbst ohne ein zweites, und von seiner Identität mit dem individuellen Selbst.

Die Silbe OM (Udgitha) wird als Essenz erläutert und meditiert[3].Der Name ist von chanda unter Bezug auf die Metrik, in welcher sie geschrieben ist.

Die Botschaft dieser Upanishade ist die Wichtigkeit von Sprache und Lied im Leben. Sie weist auf den inneren Gesang hin, der dabei in unser Atemsystem eintritt. Während sich die Mandukya Upanishad auf die Bedeutung des Om konzentriert,beginnt diese Upanishade mit der Anweisung, man solle über OM als lautem Gesang meditieren(udgitha).

Aus den Diskursen
'Die Essenz aller Wesen ist die Erde, die Essenz der Erde ist Wasser, die Essenz von Wasser sind die Pflanzen, die Essenz der Pflanzen ist die Person, die Essenz der Person ist die Sprache, die Essenz der Sprache ist die Hymne des Rigveda. Deren Essenz ist der Gesang. Die Essenz des Gesangs ist der udgitha Om. Sprache und Atem werden von Om zusammengehalten.

Die Upanishaden lehren uns das Brahman jenseits von Geist und Sprache ist. Gleichzeitig ist es aber sehr nahe, näher als nah, in der Welt um uns herum und in jedem Atemzug des Lebens. Beim Sprechen spielt der Atem eine vitale Rolle. Sprache und Atem werden durch den internen Gesang des OM(udgitha) zusammengehalten. In diesem Körper gibt es eine Wechselwirkung zwischen Licht(deva) und Dunkelheit(Asura).

Die Götter betrachteten udgitha als Leben(prana) und bemerkten, daß die Dunkelheit nicht in das prana als Aspekt des Brahman eindringen kann. Der Atman, aus dem dieses ganze Universum entstanden ist, ist subtil und unmerklich. Die Upanishade empfiehlt die Meditation über diese Gedankengänge und über OM als udgitha. Die poetische Stimmung sei ein Mittel zu höherem Bewusstsein.

Narada und Sanatkumara

Der Weise Narada ging zu einem anderen Weisen genannt Sanatkumara und sagte: "Ich habe alle Zweige des lernens studiert, Kunst, Wissenschaft, Musik, Philosophie sowie die heiligen Schriften. Aber ich habe keinn Frieden gefunden. Ich habe von großen Lehrern wie Dir gehört, dass nur er, der sein Selbst kennt, Ruhe findet.

"Der ehrwürdige Weise Sanatkumara antwortet "Was Du studiert hast ist nur Name. Meditiere über Namen als Brahman. "

Narada fragt: "Gibt es etwas höher als Name?" Der Weise antwortet, "Ja, Sprache ist höher als Namen. Durch Rede kennen wir die vielen Zweige des Lernens. Meditieren daher auf die Sprache als Brahman. "

Narada fragt : Gibt es etwas Höheres als Sprache ? Sanatkumara antwortet "Ja, Geist ist höher als Sprache' Geist kann Namen und Sprache halten. Meditiere über Geist als Brahman.”

Narada fragt : “Gibt es etwas höheres als Geist ?" - “Ja, Wille ist höher als Geist. Wenn man will reflektiert man, dann äußert sich Sprache, dann äußert sich der Name. Daher meditiere als Brahman.”

Narada fragt : “Gibt es etwas Höheres?” - “Ja, denken ist größer als Wille. Obwohl man viele Dinge wissen kann aber nicht weiss wie man denkt, von dem werden die Leute sagen daß er niemand ist, was immer er wissen mag. Meditiere über das Denken als Brahman. ”

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Ja, Kontemplation ist höher als Denken. Die Erde kontempliert sozusagen. Die Himmel kontemplieren sozusagen, die Berge kontemplieren sozusagen.

Wer auch immer Größe in dieser Welt erlangt hat , hat sie durch Kontemplation erreicht. Meditiere über Kontemplation als Brahman. Diese Betrachtung beinhaltet eine distanzierte Beobachtung einer Folge von Gedanken.

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Ja, Einsicht und Verstehen sind höher. Meditatiere über Einsicht und Verstehen als Brahman.” Von distanzierter Beobachtung entstehen Muster und dies wird Verständnis genannt, nämlich die Wahrnehmung eines Musters oder eine "Gesetz."

“Gibt es noch etwas höheres?” “Ja, Stärke ist höher als Einsicht und Verstehen.

Ein Mensch von pysischer und mentaler Stärke kann 100 verständige Menschen erzittern lassen. Durch Stärke, wahrhaft, steht die Erde. Durch Stärke, wahrhaft, stehen die Berge. Durch Stärke, wahrhaft, steht die Welt. Meditiere über Stärke als Brahman.

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Nahrung ist größer als Stärke. Denn ohne Nahrung ist weder physische Stärke noch mentale Stärke möglich.Daher meditiere über Nahrung als Brahman.”

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Wasser ist größer als Nahrung. Wasser ist in der Erde, in der Atmosphäre, im Himmel, in den Bergen, in den Pflanzen und allen lebenden Wesen. Wasser ist tatsächlich alle diese Formen. Daher meditiere über Wasser als Brahman. ”

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Hitze ist größer als Wasser. Ohne die Konvektion der Wärme wird es nicht regnen und es kein Wasser geben. Meditiere über Hitze als Brahman.”

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Raum(Akasha) ist höher als Hitze. Denn nichts existiert ohne Raum. Im Raum residieren die Sonne, der Mond und die Sterne. Meditiere über Raum als Brahman.”

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Gedächtnis ist höher als Akasha(Raum). Meditiere über Gedächtnis als Brahman.”

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Ja, Wunsch ist größer als Speicher. Ohne Verlangen schreitet das Gedächtnis nicht fort. Durch den Wunsch entfacht, lernt das Gedächtnis. Meditiere über Verlangen als Brahman.”

Narada fragt : “Gibt es noch etwas höheres?” - “Ja, lifenskraft ist höher als Verlangen. Prana bewegt den Atem. Prana ist all dieses.”


Vivekananda sagt in seinem Essay zur Kosmologie: “Alle Bewegung, alles in diesem Universum, kann verglichen werden mit aufsteigenden und fallenden Wellen. Einige dieser Philosophen meinen, dass das ganze Universum sich für einen Zeitraum beruhigt während andere dieses nur für bestimmte Systeme annehmen. Was wird aus dem beruhigten Universum? Es existiert nur in feiner Form, in Form von Ursache.

Im Rigveda heisst es 'Als es weder irgendetwas noch nichts gab, als die Dunkelheit wurde über die Dunkelheit rollte, was existierte?’ und die Antwort ist : ‘Es existierte damals ohne Schwingung’. Dieses prana(?) existierte ohne Bewegung(anidava tam).

Zu Beginn eines kalpa beginnt anidavatam zu vibrieren, und Schlag auf Schlag wird von Prana an das Akasa gegeben.

Die Atome werden verdichtet, und dabei werden verschiedene Elemente geschaffen.

Das durch wiederholte Schläge von Prana beaufschlagte Akasa produziert vayu oder Vibrationen.

Dieses vayu vibriert, und die Schwingungen wachsen immer mehr an und enden plötzlich in einer Reibung mit dem Ergebnis von Wärme, Tejas. Dann endet diese Wärme in der Verflüssigung, APAH. Dann wird diese Flüssigkeit fest.

Alles, was wir in der Form von Bewegung, Schwingung oder Gedanken kennen ist eine Modifikation des Prana. [4]

Diskurs 1 : 10 Kapitel

Sankara's Anrufung, Udgitha Meditation des 'Om', Meditation des 'OM' (Udgitha) als die Sonne und der Vyana // Essenz des Sāma-Veda ist der Udgitha('OM') // ... // Sprache ist der Rik; der vitale Atem (prāna) ist der Sāman; die Sylbe OM ist der Udgitha. Sprache und Prana, der Rik und der Sāman, bilden ein Paar.

Diskurs 2 : 14 Kapitel

(Sapta Vidha Sama Namakshara Upasana).

Diskurs 3 : 5 Kapitel

Meditation der Sonne, Meditation des qualifizierten Brahmana, Meditation des Opfers als Mann, Meditation von Namen - Akasa

Diskurs 4 : 8 Kapitel

Janasruti wird über Wind und Odem als an-sich-raffend belehrt. Satyakama('wahrheitsliebend') wird über Stier, Feuer, Gans und Wasservogel und über die Himmelsgegenden, Weltteile, Lichter und Lebensodem als die vier Füße des Brahman belehrt. Upakosala wird über die Geister in Sonne, Mond und Blitz sowie über den Atman und dessen Weg nach dem Tode zu Brahman belehrt.

Diskurs 5 : 8 Kapitel

Drei Wege für die Hausbesitzer, Philosophie der Atemzüge, Prozess von Geburt und Wiedergeburt, Philosophie der Vaiswanara Feuer(Agnihotra)

Diskurs 6 : 8 Kapitel

Philosophie des Seins, Prozess der Verdreifachung

Diskurs 7

Philosophie von Namen und anderer niederer Dinge, Philosophy des Geistes, Philosophie des Willens, Philosophie der Intelligenz, Philosophie der Betrachtung, Philosophy des Lernens, Philosophie der Ernährung, Philosophie des Wassers, Philosophie des Akasa, Philosophie der Erinnerung, Philosophie des Geistes, Philosophie der Glückseligkeit, Philosophie des Unendlichen, Philosophie des Selbstes. Die Erkenntnis der Wahrheit mittels Durchdringens zum unveränderlichen 'Bhuman', welcher alles in allem und auch der Atman in uns ist.

Diskurs 8 : 8 Kapitel

Untersuchung der Natur des Brahman, Philosophie des Seins, Philosophie der Inneren Akasa, Philosophie des Selbstes, Region der Väter, Wichtigkeit des Zölibats, Beschreibung der Arterien, Suche nach dem Selbst

Diskurse 9 - 25

Literatur

Referenzen

Weblinks