Shvetashvatara Upanishad

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Die Shvetashvatara - Upanishad (Sansk: Śvetāśvataropaniṣad) wird als Nummer 14 des Muktika Upanishad - Kanons der 108 Upanishaden eingestuft. Sie wird auch dem Krishna Yajurveda zugeordnet. Die Upanishade besteht aus 113 Mantras in 6 Kapiteln. Sie wurde wahrscheinlich in der Maurya - Periode (4-3tes Jh. BCE) vom Weisen Shvetashvatara verfasst.

Adi Shankara soll diese Upanishade kommentiert haben, allerdings bestehen Zweifel an der Authorschaft. Weitere Kommentatoren sind Vijnanatma, Shankarananda und Narayana Tirtha.

Die Shvetashvatara Upanishad ist die erste Niederlegung der Philosophie des Shivaismusses. Rudra erhält hier den Status von Īśa ("Gott"), eine Gottheit mit kosmologischen Funktionen, welche später Shiva zugeordnet wurden.

Inhalt

Der Name "Shvetashvatara" ist eine bahuvrihi - Verbindung (Śveta-aśvatara) und lässt sich mit "Besitzer eines weißen Maultiers" übersetzen. Die Upanishad behandelt die Themen

  1. Kontemplation der Mysterien der Schöpfung - die Natur der göttlichen Seele - eine Beschreibung des Brahma-Rades - die Natur der menschlichen Existenz - die Triade - Gründe für Gebundenheit - der Weg der Befreiung, die 3 Ungeborenen, wer ist Hara, Bedeutung der Meditation und die Silbe OM.
  2. Anrufung von Savitr, die Großartigkeit von Savitr, Praxis des Yoga, Ergebnisse des Yoga, Beschreibung der Herrlichkeit Gottes.
  3. die Größe von Rudra, Rudra sei der Herrscher der Wesen, Shiva ist allgegenwärtig, Ishvara ist der Schöpfer, Rudra der die Geburt von Hiranyagarbha (Weltseele) erlebte.
  4. Beschreibung von Ishvara als höchstes Brahman und als Schöpfer - die zwei verschiedenen Selbste - Gebundenheit und Gründe für Gebundenheit - der Weg zur Erlösung - der höchste Gott des Rigveda, Maya, Anrufung von Rudra mit der Bitte friedfertig zu sein, Bemerkungen zum Geheimnis hinter Rudras Zorn.
  5. Wissen und Unwissenheit, der Eine der Zeuge der Geburt der Weltseele(Hiranyagarbha) war, die Qualitäten der Natur, Handlungen welche Gebundenheit verursachen, Beschreibung der Seele, Gründe für Gebundenheit und Reinkarnation der Seele, Erfassung des Göttlichen durch Gefühle.
  6. Das Rad der Schöpfung, Purusha, Prakriti, Ursprung der individuellen Wesen, Herrlichkeit des Brahman, Brahman ist wie eine Spinne, Erreichung der Rettung ohne das Wissen um Brahman ist nicht möglich, Referenz auf den Weisen Svetasvatara und seine Erklärung.

Literatur

Weblinks