Brihajjabala

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Die Brihajjabala Upanishad (Sanskrit Bṛhajjābāla - auch : Brihad Jabala Upanishad, Brihajjabalopanishad und Brihat Jabala Upanishad : 'Großer Jabala') gehört zu den kleineren Upanishaden. Sie ist in Sanskrit verfasst und wird den 31 Upanishaden des Atharvaveda und den 14 Shaiva Upanishaden zugeordnet.

Weder das Erstellungsdatum Komposition noch der Autor des Textes sind bekannt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine spätmittelalterliche Upanishade, die nach dem 12. Jahrhundert erstellt wurde.
Nach P. Deussen wird sie lediglich in einer Telugu-Sprachanthologie von 108 Upanishaden des Muktika unter der Seriennummer 26 aufgeführt.

Inhalt

Die Upanishade ist in 8 Kapitel unterteilt, die Brahmanas genannt werden. Sie ist als Gespräch zwischen dem Weisen Bhusunda, einem Nachkommen von Salbei Jabali (genannt Jabala, im Text mit dem Weisen Sanatkumara identifiziert), und Kalagni Rudra, einer destruktiven Form des Gottes Shiva, der mit Bhairava identifiziert wird, ausgeführt. Der Text beschreibt den Vorgang der Herstellung der Vibhuti (Bhasma) oder heiligen Asche und Methoden der Verwendung für das Tilaka Tripundra auf verschiedenen Teilen des Körpers. Er erläutert die Bedeutung aus shivaistischer Sicht, und er erwähnt auch die Rudraksha als Mala.

  1. Im ersten Brahmana bittet Sage Bhusunda Kalagni Rudra, ihm von Vibhuti (heilige Asche) zu erzählen.
  2. Im zweiten Brahmana fragt der Weise nach Bhasma snana (Baden in heiliger Asche), das eine Form von Agni und Soma ist.
  3. Im dritten Brahmana erkundigt sich Bhusunda nach der Methode, heilige Asche herzustellen.
  4. Im vierten Brahmana fragt der Seher weiter nach der Methode von Bhasma snana ("Aschenbad"), des Einreibens mit der Asche. Kalagni Rudra erwähnt die beiden Methoden Malasnana (Bad zur Beseitigung von Dreck) und Vidhisnana (Baden bei Ritualen).
  5. Das fünfte Brahmana fährt mit Kalagni Rudras Antwort auf die Tripundra fort. Es beschreibt die Kastenregeln bezüglich des Bhasma und die Regeln des Bhasma auf den 4 Stufen (Ashrama) des Lebens.
  6. Im sechsten Brahmana stellt der Weise Fragen über die fünf Arten von Bhasma, Vibhuti etc. wie im ersten Brahmana erwähnt.
  7. Das siebte Brahmana beginnt mit einer Unterhaltung zwischen König Janaka und dem Weisen Yajnavalkya, wo Janaka den Weisen über Tripundra und Bhasma befragt. Es betont die Vorteile des Tragens der heiligen Asche.
  8. Das achte Brahmana handelt von den Verdiensten der Upanishad : Wer diese Upanishad täglich liest, wird die Reinheit erreichen, die von Agni, Vayu, Surya, Chandra, Brahma, Vishnu und Rudra gesegnet wird. Diejenigen, die Brihat Jabala Upanishad singenn, werden jene Welt erreichen, in der die Sonne nicht trocknet, wo kein Wind weht, wo kein Mond scheint, wo Sterne nicht funkeln, wo Feuer nicht brennt, wohin Yamanicht eintritt, wo es keine Sorgen gibt, die voll von Frieden und purem und ungetrübten Glück sind, die von Göttern wie Brahma gepriesen wird, über die die großen Yogis meditieren, und von denen die großen Yogis nach Erreichen nicht zurückkehren. Die Upanishade endet mit dem Segen Om Sathya.
Sadhu mit Aschestreifen
Aus Brahmana 1
Heilge Asche Shiva - Gesicht Element Macht Kuh Farbe der Kuh Bedeutung
Vibhuti Sadyojata Prithivi(Erde) Nivritti Nanda gold Ursache des Reichtums
Bhasita Vamadeva Apas(Wasser) Pratishtha Bhadra schwarz Seit sie scheint
Bhasma Aghora Agni (Feuer) Vidya Surabhi rot Zerstört Sünden
Kshara Tatpurusha Vayu (Luft) Shanti Sushila weiss Beseitigt Gefahren
Raksha Ishana Akasha(Äther) Santyatita Sumana vielfarbig Schütz vor Furcht

Die Upanishade beschreibt mehrere Rituale der shivaistischen Pashupata-Sekte. Bhasma, heilige Asche, wird dem Atman und Anthratman (Innere Seele) gleichgesetzt.

Die Rituale sollen das Erreichen von Mukti fördern. Im 4. Brahmana werden Mantras für das Einreiben des Körpers mit Bhasma vergeben. Die Rituale von Bhasma-snana (Aschenbad) und die Anwendung von Tripundra anstelle des Aschebades sind bedeutende Shaiva-Praktiken. Sie unterscheiden sich etwas von den Einreibungen der Bhasma Jabala Upanishad, die Anwendungen auf Hals, Wangen, Augen, Mund, Ellbogen, Handgelenke, Schultern, Herz (Brust), Nabel und Handflächen beschreibt.

  • Bhasma-Ritual- Mantras
  1. Auf der Stirn das Mantra Brahmane Namah
  2. Auf der Brust das Mantra Havyavahanaya Namah
  3. Auf dem Bauch das Mantra Skandaya Namah
  4. Am Hals das Mantra Vishnave Namaj
  5. In der Mitte das Mantra Prapanchanaya Namah
  6. An den Handgelenken das Mantra Vasubhyo Namah
  7. Auf der Rückseite das Mantra Haraye Namah
  8. Oben das Mantra Shambhave Namag
  9. Auf dem Kopf das Mantra Paramathmane Namah

....Möge die allwissende Sonne uns segnen! Möge Garuda, der Blitz für das Böse, uns segnen!.....

Literatur

Weblinks