Praṣna

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Die Prasna - Upanishad (Sansk. Praśna Upaniṣad) oder Prashnopanishad (Sansk. Praśnopaniṣad) gehört den 10 Haupt - Upanishaden an. Sie wurde auch von Adi Shankara kommentiert. Als Mukhya - Upanishad wird sie mit dem Atharvaveda vberknüpft.

Inhalt

Das Wort Prashna bedeutet in Sanskrit Frage. Der Text besteht aus sechs Fragen und Unterfragen und ihren Antworten. Diese betreffen den Ursprung der Materie und des Lebens aus Prajâpati, die Superiorität des Prâna über die übrigen Lebensorgane, das Prâna und seine Verzweigungen im Menschen, den Traumschlaf und den Tiefschlaf, die Meditation des Lautes Om sowie die sechzehn Teile des Menschen.

Sechs am Brahman interessierte Schüler kommen zum Weisen Pippalada und bitten ihn, ihre spirituellen Zweifel zu klären.

Statt sofort zu antworten bittet Pippalada sie, Buße und Brahmacharya für ein Jahr an jenem Ort zu üben. Nach einem Jahr fragen die Schüler den Weisen, der ihre Fragen beantwortet.

Die fragenden Schüler sind

  1. Kabandhi, der Sohn von Katya
  2. Bhargava aus dem Land Vidarbha das zu Bhrigu Gotra gehört
  3. Kausalya, der Sohn von Ashwala
  4. Sauryayanee, ein Abkömmling von Garga
  5. Satyakama , der Sohn von Shibi
  6. Sukesha, der Sohn von Bharadwaja
Fragen (Auszug)
  1.  : Kabandhi, der Sohn von Katya fragt: Wann wurden alle diese Wesen geboren? Antwort. Die Sonne ist in der Tat Prana, Leben. Der Mond ist rayi, Nahrung. Nahrung ist in der Tat alles was Form hat und formlos ist. Deshalb ist alles formhafte Nahrung....
  2.  : Vaidarbhi : Vieviele Götter unterstützen den Körper eines geschaffenen Wesens ? Wieviele von diesen manifestieren ihre Kraft durch ihn? Und welches ist darüberhinaus von größter Bedeutung? Antwort : Raum, akasa, wahrlich ist der Gott - der Wind, Feuer, Wasser, Erde, Sprache, Geist, Auge und Ohr ebenso. Diese, mit ihrer ganzen Pracht manifestiert, sagten prahlerisch: "Wir unterstützen diesen Körper und erhalten ihn." Zu ihnen sagte Prana, das beherrschenste: "Verfallt nicht in Täuschung. Ich allein, mich in fünf Teile teilend, unterstütze diesen Körper und erhalte ihn." Aber sie waren ungläubig. Prana stieg aus Stolz nach oben, wie es war, aus dem Körper. Als es aufstieg stiegen die anderen auch auf , und wenn es herunterstieg taten die anderen das ebenso. Wie Bienen gehen, wenn ihre Königin geht und zurückkehren, wenn sie zurückkommt, auch so taten es auch Sprache, Geist, Auge und Ohr. Sie lobten Prana zufrieden.
  3.  : Kausalya fragt Pippalada: Wann wurde das Prana geboren? Wie kommt es in den Körper? Wie verschwindet es aus dem Körper, nachdem es sich geteilt hat? Wie verschwindet es? Wie unterstützt es das Externe und das Interne? Antwort : Dieses Prana ist aus dem Atman geboren. Wie ein von einer Person gegossener Schatten, so ist dieses Prana vom Atman. Durch die Aktivität des Geistes kommt es in diesen Körper. Wie ein Kaiser seinen Beamten befiehlt und sagt "Regiere diese Dörfer oder jene", so beschäftigt dieses Prana die anderen Pranas, jeweils an ihrem getrennten Ort. Prana engagiert Apana in den Ausscheidungsorganen und Erzeugungsorganen. Es selbst bewegt sich durch den Mund und die Nase und wohnt in Auge und Ohr. In der Mitte ist Samana. Es verteilt gleichmässig was als Nahrung im Feuer des Magens angeboten wurde. Aus diesem Prana - Feuer entstehen die sieben Flammen. Der Atman wohnt im Herzen, wo 101 Nadis sind. Für jede von diesen sind 101 Verzweigungen und für jede dieser Verzweigungen sind wieder 72000 Untergefässe. Vyana bewegt sich in diesen und dann Udana, aufsteigend durch eine von ihnen, leitet die scheidende Seele in die tugendhafte Welt für ihre tugendhaften Taten, zur sündenvopllen Welt für ihre sündenvollen Taten und zur Welt der Menschen für beide...
  4.  : Sauryayani fragt: Was ist es, das im Menschen schläft und was ist es, das wach bleibt? Welche Gottheit sieht die Träume? Wessen ist das Glück? In wem sind diese alle versammelt? Antwort : Wie die Strahlen der untergehenden Sonne in dieser leuchtenden Kugel gesammelt werden und wieder hinausgehen, wenn sie aufsteigt, genauso werden all diese Objekte und die Sinne eins im höchsten Gott, dem Geist. Daher hört ein Mann zu der Zeit nicht, sieht nicht, riecht nicht, schmeckt nicht, berührt nicht, spricht nicht, greift nicht, genießt nicht, gibt nicht und bewegt sich nicht. Er schläft, wie die Leute sagen. Die Pranafeuer bleiben wach in dieser Stadt. Apana ist das Garhapatya Feuer und Vyana ist das Anvaharyapachana Feuer. Prana ist das Ahavaniya Feuer, so genannt, weil es aus dem Garhapatya Feuer genommen wurde. Samana wird so genannt, weil es gleichmäßig in zwei Opfergaben verteilt, nämlich das Ausatmen und das Einatmen. Es ist der Priester. Der Geist, wahrlich, ist der Opferer. Udana ist die Frucht des Opfers, weil es den Opfernden jeden Tag im Tiefschlaf zum [Brahman]] führt. Dort, in diesen Träumen, erfährt der Geist Herrlichkeit.
  5.  : Satyakama fragt Pippalada; Wenn jemand unter den Menschen bis zum Tode über die Silbe AUM meditieren sollte, welche Welt würde er damit gewinnen? Antwort : Die Silbe AUM ist das höchste Brahman und auch das andere Brahman. Deshalb erlangt der Kenner, mit dessen Unterstützung, eine von beiden.
  6.  : Sukesa sagt zu Pippalada: Hiranyabha, der Prinz von Kosala, fragte mich einmal: "O Sohn von Bharadvaja, kennst du die Peroson mit 16 Teilen?" I antwortete dem Prinzen: "Ich kenne ihn nicht; würde ich ihn kennen, warum sollte ich es dir nicht sagen? Sicherlich verkümmert der, wer spricht, was nicht wahr ist, an der Wurzel. Deshalb sollte ich nicht die Unwahrheit sprechen:" Dann stieg er leise seinen Wagen und ging weg. Nun frage ich Sie: Wo wohnt diese Person? Antwort : Der Purusha reflektierte: Was ist es, durch dessen Abreise ich abreisen werde und nach deren Aufenthalt ich bleiben werde?" Er schuf das Prana. Aus dem Prana schuf er Glauben, Raum, Luft, Feuer, Wasser, Erde, die Organe, Geist, Lebensmittel. Aus der Nahrung schuf er Männlichkeit, Strenge, die vedischen Hymnen, Opfer, die Welten. In den Welten schuf er Namen...

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