Hamsa Upanishad

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Die Hamsa - Upanishad(Hamsopanishad) oder Hansa - Upanishad ist die Nummer 15 im Muktika Upanishad - Kanon und zählt zum Sukla Yajurveda. Der Weise Gauthama belehrt den Weisen Sanathkumara(Sanatsujâta).

Inhalt

Diese, auch im Oupnekhat als Hensnad (d.i. Haṅsanâda) enthaltene Upanishad gehört, wie schon ihre Stellung in den Sammlungen Colebrooke's und Nârâyaṇa's, noch mehr aber ihr Inhalt zeigt, einer spätern Entwicklungsstufe als die bisher behandelten Yoga-Upanishad's an.

Die Aufstellung der Worte haṅsa haṅsa als Mantrarâja (Spruchkönig bzw. Leitspruch) und die Art, wie an demselben Anfang, Mitte und Ende (vîjam, kîlaka, çakti) unterschieden und die Auftragung des Spruches als Diagramm gelehrt wird, lassen diese Upanishad in nächster Verwandtschaft mit dem Gedankenkreise von Nṛisiṅhatâpanîya und Râmatâpanîya erscheinen.

Der Grundgedanke ist hier, dass der Haṅsa (die individuelle Seele) durch Meditation des Lautes Om und namentlich seines Nachhalls zum Paramahaṅsa (der höchsten Seele) wird.

1. Einleitung. Die Verse am Eingang sowie die am Schluss fehlen in Çakarânandas Rezension.

2. Die individuelle Seele wird, durch Zusammenfassung der Laute des Ausatmens (han) und Einatmens (sa), als Haṅsa bezeichnet.

3. Ähnlich wie die Kshurikâ-Upanishad ein sukzessives Sichloslösen von den einzelnen Gliedern lehrt, lehrt diese Upanishad ein Emporsteigen durch die sechs mystischen am Körper unterschiedenen Kreise bis hinauf zum Brahmarandhra. Dieses Aufsteigen wird bewerkstelligt durch Meditation der Silbe Om und besonders ihres Nachhalls.

4. Das in Tag und Nacht durch das Atemholen des (fünffachen) Prâṇa 21606 mal wiederholte haṅsa haṅsa erscheint als Hymnus (Mantrarâja), dessen Dichter das Metrum und die Gottheit bestimmt, und an welchem vîjam (Keim, Anfangssilbe), kîlaka (Stamm, Mittelsilben) und Shakti (Kraft, Schlusssilbe) unterschieden werden.

5. Dieser Mantrarâja, welcher als solcher die sechs Glieder Herz, Kopf, Haarlocke, Panzer, Dreiauge und Waffe hat , wird unter bestimmten Anrufungen dieser Glieder als Diagramm niedergeschrieben und ausserdem noch, wie es scheint, auf den Händen aufgetragen.

6. Symbolische Ausdeutung des als Haṅsa (Gans) in Vogelgestalt aufgefassten individuellen Âtman.

7. Identität des Haṅsa und Paramahaṅsa (des individuellen und höchsten Âtman).

8. Schilderung des noch nicht zum Paramahaṅsa erhobenen Haṅsa.

9. Einswerden desselben mit dem Paramahaṅsa.

10. Auf zehn Arten kann der Nachhall hervorgebracht werden. Die zehnte derselben wird zur Übung empfohlen. Anders die nachfolgenden Verse.

11. Schwinden des Manas und Einswerdung mit dem höchsten Âtman. (Paul Deussen)

Literatur

Weblinks