Yogatattva-Upanishade

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Die Yogatattva - Upanishad wird dem Advaita - Vedanta zugeordnet und besteht aus 15 Slokas. Sie wird zu den Yoga - Upanishaden gezählt und ist Nummer 41 im Muktika - Kanon.

Sie handelt über die Praktiken des Yoga und wird dem Krishna- Yajurveda zugeordnet. Die Deussen-Ausgabe hat fünfzehn Slokas, während sie im Telugu-Druck bis zu 143 Shlokas hat. bei den umfangreicheren Ausgaben sind die beiden Anfangsverse gleich und es folgen über hundert andere Slokas sowie als Schluß Vers 3-13 und Vers 15. Dabei variieren die Übersetzungen.

Inhalt der langen Version

Der Text zählt Mantra-Yoga, Laya-Yoga, Hatha-Yoga und Raja-Yoga als die vier Hauptyogaarten auf.

21. O Brahma, Ich werde dir diese beschreiben. Höre aufmerksam zu. Man sollte das Mantra zusammen mit seinen Matrikas praktizieren und anderen für eine Periode von 12 Jahren.

22. Dann erlangt man allmählich Weisheit zusammen mit den Siddhis, Anima, usw. Persons mit einem schwachen Intellekt, die weniger qualifiziert sind, praktizieren dieses.

23-24(a). Der Laya-Yoga tendiert zur Absorption des Chitta und wird auf Myraden von Weisen beschrieben : Man sollte über Gott kontemplieren, der ohne Teile ist während des Gehens, des Sitzens , des Schlafens und des Essens. Solches wird Laya-Yoga genannt.

Die Upanishade behandelt daneben die Chakras und Techniken des Hatha Yoga sowie eine Beschreibung von Pranayamatechniken und Mudras. Sie zählt daneben eine Liste von Mühen und Leiden (upasarga) auf, die der Praktizierende überwinden sollte :

  1. dosha (20): Hunger, Durst, Aufregung, Trauer, Wut, Gier usw..
  2. vighna (5}: Faulheit, Prahlerei, schlechte Gesellschaft, Training von Mantras aus falschen Gründen und das Verlangen nach Frauen

24(b)-25. Höre jetzt über Hatha-Yoga. Dieser Yoga soll acht Dienstbare besitzen : Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana, die Kontemplation von Hari in der Mitte zwischen den Augenbrauen und Samadhi, der ein Zustand der Gleichheit ist.

26-27. Maha-Mudra, Maha-Bandha und Khechari, Jalandhara, Uddiyanaand Mula-Bandha, ohne Unterlass Pranava(OM) aussprechend für lange Zeit und die Darstellung der höchsten Wahrheiten hörend, Vajroli, Amarolia und Sahajoli, die eine Triade bilden – von all diesen werde ich dir eine getrennte Beschreibung geben......


134(b)-136(a). Es gibt drei Welten, drei Vedas, drei Sandhyas (Tageszeiten), drei Svaras (Töne), drei Agnis und Gunas. Diese haben alle ihren Platz in den drei Buchstaben (AUM, OM). Wer das Unzerstörbare versteht und die Bedeutung der drei (OM) - durch ihn sind alle diese Welten aufgereiht. Dies ist die Wahrheit, der höchste Sitz.

136(b)-138(a). Wie der Geruch der Blume, wie das ghee in der Milch, wie das Öl im Gingili - Samen und wie das Gold im Quartz, so ist der Lotus im Herzen gelegen. Sein Gesicht ist nach unten und sein Stamm nach oben. Sein Bindu ist abwärts und in seinem Zentrum befindet sich Manas.

138(b)-139(a). Durch den Buchstaben 'A' wird der Lotus entfaltet; durch den Buchstaben 'U', wird er aufgeteilt. Durch den Buchstaben 'M' erreicht er Nada, und das Ardha-Matra ist Schweigen.....

Verse (Kurze Ausgabe von P. Deussen)

  • 1-2 : Der Wert des Yoga
  • 3-5 : Der Kreislauf der Seelenwanderung
  • 6-8 : Allbefassung des Lautes Om
  • 9-11 : Frucht der Meditation des Lautes Om
  • 12-13 : Pratyahara und Pranayama(Schildkröte)
  • 14 : Der Auszug durch das Brahmarandhram.
  • 15 : Verhalten des Yogis gegenüber Außenwelt.

Literatur

Weblinks