Samadhi

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Samadhi (Sanskrit : samādhi, Versenkung, Sammlung, wörtlich : fixieren, festmachen, Aufmerksamkeit auf etwas richten) bezeichnet einen Bewusstseinszustand der je nach Art des Samadhi bewusst (Samprajnata) oder überbewusst ist (Asamprajnata).[1]

Yoga

Yogananda beschreibt in seinem Kommentar zur Bhagavad Gita die drei Samadhis Jada Samadhi, Savikalpa Samadhi und Nirvikalpa Samadhi[2]

Bei Patanjali ist zu lesen : yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ – Yoga ist ein innerer Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen. In seinen Yogasutras 1.17 beschreibt er den vierstufigen noch dualen Samprajnata-Samadhi sowie den nichtdualen Asamprajnata-Samadhi(Sanskrit : asamprajñātasamādhi; Nirbija bzw.Nirvikalpa)[3] ohne Wiederkehr der Erleuchtung.

Wenn vritti-nirodha mit Hilfe von logischem Denken, prüfender Überlegung, Seligkeit oder Ichbewußtsein erlangt wird, führt es zu Versenkung (samadhi), die mit Erkenntnis verbunden ist (samprajnata).Yogasutra 1.17 (bzw. :Die Samprajnata(vollkommene Weisheitsabsorption) ist begleitet von den vier Stufen vitarka (Denken), vicara (Reflektion), ananda (Ekstase) und asmita (reines Ich-Bin-Bewusstsein)

Patanjalis Ashtanga-Yoga führt auf Stufe 8 zum noch dualen Ishvara-Samadhi (Omkara). Darauf folgt der das Samprajnata(Savitarka, Savichara, Saananda[4] und Asmita Samadhi) abschliessende Savikalpa - Samadhi (U.L.17) und letztendlich der Nirvikalpa(ohne Vikalpas) - Samadhi (die Stufe 18 des universellen Pfades), dh. die Erleuchtung oder Jivanmukti, die mit einem kosmischen Bewusstsein verbunden ist.

So wie sich Salz im Wasser auflöst und mit ihm eins wird, so werden Atman und Geist im Samadhi eins, Hathapradipika IV,5.

Vyasa

Veda Vyasa spricht in seinem Kommentar zu den Yogasutras von vier Samadhis (Vitarka, Vicharya, ananda, asmita).

  1. Der vitarka-Analyse-Samadhi begleitet alle vier.
  2. Der zweite, bei dem grobe Gedanken(vitarka) beendet worden sind, wird von subtilen Gedanken (vicara) begleitet.
  3. Der dritte, bei dem auch die subtilen Gedanken beendet sind, wird von Glückseligkeit (ananda) begleitet.
  4. Der vierte, mit dem auch die Glückseligkeit bendet ist, ist nur Ich-bin-heit (asmita).

Alle diese Samadhis sind abhängig, verbunden oder begleitet von unterstützenden Faktoren.

Ein fünfter Zustand ist Asamprajnata : Verlassen jeglichen Geistesinhaltes und Selbstverwirklichung.

Ramana Maharshi

Ramana Maharshi unterschied zwischen einem temporären Kevala Nirvikalpa Samadhi und einem unvergänglichen Sahaja Nirvikalpa Samadhi ohne Rückkehr[5].

Buddhismus

Im Buddhismus bedeutet samma samadhi eher rechte Konzentration[6], die von upacara samadhi bis zu tieferen Formen wie der Absorption des Geistes im apana samadhi verlaufen kann[7]. Diesen entsprechen auch die höheren Jhanas.

Es werden drei Stadien oder Entwicklungsgrade der Sammlung unterschieden[8]:

  1. die vorbereitende Sammlung (parikamma-samādhi), die bei Beginn der Übung noch ganz schwach entwickelte Sammlung
  2. die der ersten Vertiefung sich annähernde angrenzende Sammlung (upacāra-samādhi), die bei gewissen Übungen durch das Auftreten des geistigen Gegenbildes (patibhāga-nimitta) gekennzeichnet ist
  3. die durch Eintritt in die Vertiefung erreichte volle oder ekstatische Sammlung (appanā-samādhi).

Die fünf großen Hindernisse(Nivarana) bei der Konzentration sind

  1. Sinnliches Verlangen (abhidya)
  2. Groll, Hass oder Wut (pradosha)
  3. Faulheit und Trägheit (styana and middha)
  4. Unruhe und Sorge(anuddhatya and kaukritya)
  5. Zweifel (vichikitsa) -- Zweifel, Skepsis, Unentschlossenheit oder Schwanken, ohne den Wunsch, sie zu heilen, mehr wie die gemeinsame Idee von Zynismus oder Pessimismus als Aufgeschlossenheit oder den Wunsch nach Beweisen.
Sanmei

Der Schreiber Shandao(Zendō) hebt den Nianfo sanmei(auch : banzhou sanmei 三昧; samadhi) und den guanfo sanmei (kuan-fu-san-mei, chiń. changzuo sanmei ) besonders hervor.

Surangama samadhi Sutra

In diesem Sutra im Tipitaka 25,II-II bzw. im Taisho Vol. 15,642 kommentiert der Buddha, daß der Śūraṅgama - Samādhi unter anderen Namen im Umlauf ist

  1. Prajñāpāramitā (Vollkommenheit der Weisheit)
  2. Vajra Samadhi (Diamantener Samadhi)
  3. Simhanada - Samadhi (Löwengebrüll - Samadhi)
  4. Buddhasvabhava (Buddha Essenz)

Literatur

  • Heinrich Zimmer, Philosophie und Religion Indiens , S. 389
  • Deshpande/Bäumer: Die Wurzeln des Yoga, Otto Wilhelm Barth Verlag, 1976
  • Maha Samadhi Antardhyana, Swami Satyananda Saraswati
  • Patanjalis Yogasutra: Der Königsweg zu einem weisen Leben, Ralph Skuban
  • Samadhi: The Numinous and Cessative in Indo-Tibetan Yoga, Stuart Ray Sarbacker, 2005, ASIN: B003M5H6WU
  • Paul Harrison, John McRae, 1998, The Pratyutpanna Samādhi Sutra and The Śūraṅgama Samādhi Sutra, Berkeley, Calif. : Numata Center for Buddhist Translation and Research, ISBN 1-886439-06-0
  • Self and samadhi, Satguru Sivaya Subramuniyaswami

Referenzen

  1. http://www.sivanandaonline.org/public_html/?cmd=displaysection&section_id=927&format=html Guide to Samadhi, Swami Sivananda
  2. Yogananda, Paramahansa: God Talks with Arjuna, The Bhagavad Gita, An new translation and commentary, Self-Realization Fellowship 2001, ISBN 0-87612-031-1 (paperback) ISBN 0-87612-030-3 (hardcover),I.10 (Kapitel,Vers).
  3. http://wiki.yoga-vidya.de/Asamprajnata_samadhi
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/S%C4%81nanda_sam%C4%81dhi
  5. http://www.albigen.com/uarelove/sahaja.htm
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Edler_Achtfacher_Pfad#Rechte_Sammlung
  7. The Samadhi Suttas
  8. Palikanon : Samādhi-kkhandha

Weblinks