Kena

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Die Kena Upanishad (Sansk. Kena Upaniṣat) oder Kenopanishad (Sansk. Kenopaniṣat) gehört zu den 10 primären Upanishaden , die auch von Adi Shankara(Kenopaniṣad Padabhāṣya und Kenopaniṣad Vākyabhāṣya) und Madhvacharya kommentiert wurden. Sie wird dem Samaveda zugeordnet, wo sie sich im letzten Abschnitt des Jaiminiya Upanishad Brahmana wiederfindet.

Inhalt und Textauszug

Die Upanishade leitet ihren Namen von Kena (‘durch wen’) ab. Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Talavakara Brahmana des Samaveda wird sie als Talavakara Upanishad gesehen. Sie hat vier Abschnitte(khaṇḍas), von denen der erste in Versform und die anderen in Prosaform geschrieben sind.

Om. Möge Brahman uns beide schützen ! Möge Brahman uns beiden die Frucht des Wissens schenken ! Mögen wir die Kraft erhalten das Wissen zu erhalten! Möge was wir studieren die Wahrheit offenbaren! Mögen wir keinen Groll aufeinander hegen!

Kapitel 1

1. Der Schüler fragte: Om. Durch wessen Willen gerichtet schreiet der Geist fort zu seinem Objekt. Auf wessen Befehl vollzieht das prana seine Aufgabe? Nach wessen Willen sprechen die Menschen? Wer ist der Gott der augen und Ohren leitet?

2. Der Lehrer erwiderte: Es ist das Ohr des Ohrs, der Geist des Geistes, die Sprache der Sprache, das Leben des Lebens und das Auge des Auges. Nachdem er das selbst von den Sinnesorganen gelöst hat und der Welt entsagt hat, erreicht der Weise Unsterblichkeit....

Kapitel 2

1 Der Lehrer spricht : Wenn Du denkst: "Ich kenne Brahman gut" so weisst du sicherlich nur wenig über seine Form. Du kennst nur seine Form, wie sie von den Göttern und Menschen bedingt ist. Deshalb ist Brahman auch jetzt deine Frage wert.

2 Der Schüler erwidert: Ich denke ich kenne Brahman. Ich denke nicht, daß ich es gut kenne, noch denke ich, daß ich es nicht kenne. Wer von uns die Bedeutung von "Weder kenne ich nicht, noch kenne ich" kennt, der kennt Brahman.

3 Er, dem Brahman nicht bekannt ist, der kennt es; wer es kennt, der kennt es nicht, kennt es nicht. Es ist nicht bekannt jenen, die es kennen. Es ist denen bekannt, die es nicht kennen.

4 Brahman ist bekannt, wenn es verwirklicht ist in jedem Zustand des Geistes. Denn durch solches Wissen wird Unsterblichkeit erlangt. Durch Atman wird Stärke erlangt, durch Wissen Unsterblichkeit.

5 Wenn man das Atman hier kennt, erreicht man das wahre Ziel des Lebens. Wer es nicht hier kennt, den erwartet eine große Zerstörung. Nachdem er das Selbst in jedem Wesen offenbart hat, gibt der weise die Welt auf und wird unsterblich....

Kapitel 3

Das Göttliche gewann einmal einen Sieg über die bösen Kräfte, der der Macht des absoluten Brahman zugeschrieben werden musste.
Stattdessen dachten die Götter, sie hätten gesiegt. Brahman erschien ihnen in Form eines Geistes(yaksha), aber sie erkannten nicht das Absolute. Nacheinander kamen Agni und Vayu um diese Erscheinung zu prüfen und ihre Kräfte zu demonstrieren. Aber Agni konnte nicht einmal das Stroh vor ihm entzünden und Vayu konnte es nicht wegblasen. Schließlich kam Indra, der Herrscher der Götter näher, um herauszufinden, was die Götter herausfordert. Und vor ihm stand ein hoch geschmückte Frau im Namen und der Form von Uma, die endlich dem Indra offenbarte, dass der Geist das absolute Brahman ist.

Kapitel 4

1. Sie antwortete : Es ist in der Tat Brahman. Durch den Sieg des Brahman allein habt ihr Rum erlangt. Danach hatte Indra verstanden, dass es Brahman war.
.....
8. Askese, Selbstdisziplin und Opferriten sind seine Füsse, und die Veden sind alle seine Gliedmaßen. Die Wahrheit ist seine Wohnung.

9 Wer also diese Upanishade kennt, schüttelt alle Sünden ab und wird fest etabliert im Unendlichen und dem höchsten Himmel, ja, im höchsten Himmel.

Om Shanti shanti shanti ! .................

Das Wissen von Ishvara offenbart den Weg zur Selbstverwirklichung.

Literatur

Weblinks