Jabala Upanishad

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Die Jabala - Upanishad gehört zum Atharvaveda. Der Sanskrittext zählt zu den 20 Sannyasa - Upanishaden und wird auch zum Shukla Yajurveda gerechnet.

In der Upanishade beantwortet Yajnavalkya die Fragen verschiedener Brahman-Schüler zum Weg zur Unsterblichkeit und erhellt auch den Hintergrund des Namens Varanasi.

Inhalt

Die Jâbâla's werden im Caraṇavyûha (Ind. Stud. III, 262) als eine Zweigschule des Yajurveda aufgezählt. Çakara zitiert im Kommentar zu den Brahmasûtra's als »Jâbâlânâm« oder »Jâbâlânâm çrutiḥ« dreizehn Stellen, von denen sich neun in dieser Upanishad wiederfinden (System des Vedânta, S. 33).

Ferner wird von Sâyaṇa zu Taitt. Âr. 2,11 S. 246 der Anfang des sechsten Kapitels unserer Upanishad als eine Stelle der Jâbâla-çâkhâ-adhyâyinaḥ angeführt. Hiernach scheint eine Çâkhâ der Jâbâla's wirklich bestanden zu haben, von welcher jedoch unsere Upanishad nur einen Teil bildete, der allerdings mit den übrigen Sannyâsa-Upanishaden auf gleicher Stufe zu stehen scheint und jedenfalls an Altertümlichkeit nicht entfernt mit den verwandten Partien der Bṛihadâraṇyaka-Upanishad verglichen werden kann.

Nach dem Vorbild von Bṛih. 3-4 ist es auch hier Yâjñavalkya, der in den fünf ersten Kapiteln auf die ihm von Bṛihaspati, Atri, den Brahmanschülern, Janaka und nochmals Atri gestellten Fragen antwortet.

1. Über Avimuktam als den Opferplatz der Götter und den Brahmansitz aller Wesen. Avimuktam, »das 'nicht Verlassene', ist eine Gegend in Benares. Wer dort stirbt, dem wird durch die Gnade des Shiva die Erlösung zuteil . Der Parivrâjaka aber trägt dieses Avimuktam an sich als den Punkt zwischen Augenbrauen und Nase. Diese allegorische Umdeutung von Avimuktam folgt zwar erst im nächsten Abschnitt, wird aber bereits im gegenwärtigen vorausgesetzt.

2. Bei Benares münden in den Ganges zwei kleine Flüsschen oberhalb der Stadt die meist wasserlose Asî und die ebenfalls nur kleine Varaṇâ. Von beiden soll die Stadt Benares ihren Namen Vârâṇasî führen. Diesen Ort zwischen der Varaṇâ und Asî, an welchem der höchste Âtman thront, trägt der Parivrâjaka immer bei sich als den Ort, wo die beiden Augenbrauen an der Nasenwurzel zusammentreffen. Künstlich wird dabei der Name der Stadt in Varaṇâ und Nâsî zerlegt, um ein Wortspiel mit vârayati und nâçayati zu gewinnen.

3. Den ihn befragenden Brahmanschülern empfiehlt Yâjñavalkya als Mittel der Unsterblichkeit das Çatarudriyam (Vâj. Samh. XVI), indem die Hunderte von Rudras, die in demselben vorkommen, als Benennungen des Unsterblichen (d.h. des Âtman) aufgefasst werden.

4. Janaka fragt den Yâjñavalkya nach dem Auszuge der Sannyâsin's, worauf dieser ganz ähnlich wie in den andern Sannyâsa-Upanishad's beschrieben wird. Wie Kaṇṭhaçruti 1 das Vaiçvânara-Opfer wird hier dem Entsagenden ein Opfer an Agni als Vertreter des Prâṇa und ein Opfer an die drei Guṇas der Sâmkhya-Lehre vorgeschrieben. Das Riechen am Feuer hat wohl den Sinn, dass dasselbe dadurch symbolisch in den Leib des Sannyâsin aufgenommen wird.

5. Auf Befragen des Atri wird dem Parivrâjaka als einzige Pflicht die Speisung und Bekleidung des Prâṇa im Sinne von Chând. 5,19 fg. und 5,2 empfohlen. Am Schluss werden die Worte esha panthâḥ etc. aus Bṛih. 4,4,9 wiederholt und auf den Sannyâsin bezogen.

6. Der Schlussabschnitt schildert den Aufzug, die Lebensweise und den Aufenthaltsort des Sannyâsin.(Paul Deussen)

Literatur

Weblinks