Dattatreya

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Dattatreya

Dattatreya('der dreifach Begabte[1]) gilt im Mahabharata and auch im Ramayana[2] als Inkarnation der Trimurti (Drinuti Avatar). Er war der Guru von Subramanya (Murugan), dem er die Avadhuta-Gita diktierte. Er soll auch das Tripura Rahasya an Parashurama gelehrt haben, eine Abhandlung über Advaita-Vedanta.

Darstellung

Dattatreya wird mit drei Gesichtern und 6 Armen dargestellt. In den Händen hält er eine Trommel(damaru), eine diskusähnliche Waffe (chakra), Muschelschale (sankh), einen Rosenkranz (japa mala), wassergefäss (kamandala) und einen Dreizack (trisula). Die begleitende Kuh ist die bekannte wunscherfüllende Kamadhenu(Symbol seiner transformierten Wunschnatur). Die Hunde symbolisieren die Treue seiner transformierten Vitalnatur zum Göttlichen. Sie werden manchmal auch als die 4 Veden interpretiert. Der Audumbara-Baum ist der aus der Erde gewachsene Lebensbaum(der Chakras). Die Berge im Hintergrund symbolisieren seine Verbundenheit mit dem Göttlichen. Manchmal ist im Hintergrund auch ein strömender Wasserfall zu sehen(Shabda), der den Fluss mit seinen Lotussen nährt.

Mythologie

In der indischen Mythologie ist Dattatreya der Sohn von Atri und der schönen und edlen Anasuya. Das Markandeya Purana erzählt seine Herkunft in Kapitel 15 und 16 . Die Darsanopanisad erwähnt ihn in 1, 1-4.

Das Bhagavata Purana erwähnt ihn mehrfach im Kapitel 11. Es führt Sri Dattatreya als sechsten unter den 24 Vishnu-Inkarnationen auf. In 11, 7-9 erzählt Krishna die Geschichte von Sri Dattatreya und seinen 24 Gurus. Sri Dattatreya erklärt, er habe Erleuchtung erlangt durch Beobachtung der umgebenden Welt, wo er 24 Gurus fand. In der Uddhava Gita beschreibt Krishna die 24 Gurus von Avadhuta Dattatreya als Erde, Wasser, Luft, Feuer, Himmel, Mond, Sonne, Taube, Python, Ozean, Motte, Honigsammler, Biene, Elefant, Reh, Fisch, Tänzerin, Rabe, Kind, Mädchen, Schlange, Pfeilmacher, Spinne, Käfer[3].

Die Dattatreya Upanishad erklärt Dattatreya's Identität mit Vishnu und endet mit seiner Identifizierung mit Shiva und dem Mantra Om Namah Shivaya. Zum Schluss wird Mahesvara mit Dattatreya gleichgestellt als Avatar von Shiva.

Im Adinath Sampradaya der Nathas gilt er als Inkarnation von Shiva und als Adi-Guru.

Allegorie

Aus allegorischer Sicht bedeutet Dattatreya's Geburt als Sohn des Weisen Atri und seiner schönen Frau Anasuya die sog. Geburt des göttlichen Kindes(Jivatma) , d.h. der Beginn der Samadhistufe oder Stufe 15 des universellen Pfades. Dattatreya hat sehr viele Anhänger und Verehrer, derer er sich kaum erwehren kann und derer er sich entledigen möchte(d.h. seiner astral-emotionalen Verhaftungen, spirituell : lunarische Phase 4). An anderer Stelle wird solches als die die Himmel erobernden Daityakönige umschrieben. Einmal geht er deswegen für drei Tage in einen Fluss in Samadhi unter Wasser.
Zuguterletzt erscheint Dattatreya vor seinen Anhängern mit einem schönen Mädchen (Krishna tanzt im gleichen allegorischen Zusammenhang auf dieser Stufe mit Radha bevor er sie verlässt; Mara versucht Buddha in diesem Zusammenhang mit Bildern schöner Frauen zu beeinflusssen : Venuspase oder Phase 5 dieser Stufe) und einer Flasche Wein(erinnert an den alchemistischen Rebis mit Kelch und Krone), die ihn daraufhin im Glauben er sei vom Pfad abgewichen verlassen.
Dattatreya geht nun hocherfreut seiner Wege und betritt den höheren Einweihungspfad mit der Stufe 16.
Die vielen Lobeshymnen bezüglich Dattatreya als obersten Satguru aus Richtung der Vishnuisten kann man also ruhig vergessen - aus dieser Richtung kommt so manches poetische, d.h. auch über Krishna.

Sikhismus

Guru Gobind Singh schreibt im Dasam Granth über Dattatreya (Datt Muni, Datt Dev ), er sei eine Inkarnation von Rudra, und er erzählt dort auch seine Lebensgeschichte.

Sadhana

Dattatreyas Bija-Mantra ist DRAM.

Längere Mantras sind Om guru datta namo namaha, Om aam hreem krom ehi dattatreya swahaa, Om aim krom klim klum rham rhim rhum souhou dattatreyay swaaha[4], Om Hreem Dram Dattatreya Hare Krishna und Unmattaananda Dayaka - Digambara Mune Baala Pisacha Jnaana Saagara – Dram Hrim Om.

Literatur

Referenzen

Weblinks