Natha Pantha

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Natha Pantha ist eine in Bengalen enstandene shivaistische Richtung, der auch Gorakhnath angehörte, der die Gheranda Samhita und auch Bücher über Laya-Yoga schrieb und 12 Schüler hatte(Sant Nath, Ram Nath, Sharang or Bharang Nath, Dharm Nath, Bairag Nath, Darya Nath, Kaik Nath, Nag Nath, Gangai Nath, Dajja Nath, Jalandhar Nath, Nim Nath[1]).

Der historische Gründer war aber Matsyendranatha(tib. Luhi-pa - Luyi-pada ; 10tes Jahrh. CE), der auch Author des 'Magick Path of Tantra'[2] war. Beide werden auch im tibetischen Buddhismus als Mahasiddhas angesehen.

Navnath

Linie

Zum Natha Sampradaya werden anderweitig auch das Adinatha Sampradaya(Orden des primordialen Shiva, der vom Avadhuta Sampradaya abstammt, mit 12 Natha Panthi - Untergruppen), Yogi Pantha(Orden der Yogis), Kanaphata (gespaltene Ohren) Yogis, Siddha (verwirklichte) Yogis, Goraksha Pantha(Sekte von Goraksha oder Gorakha) und Siddha Siddhanta Padyati( Methoden und Prinzipien der Verwirklichten) gezählt, die auch Untergruppen sein können.

Als Hauptgurus gelten

  • Machindranath oder Matsyendranatha(9. Jahrhundert, achter Nath der Linie)
  • Gorakshanath oder Gorakhnath
  • Jalandharnath oder Jalandernath (Jan Peer)
  • Kanifnath
  • Gahininath (Gaibi Peer)
  • Bhartrinath oder Bhartarinath oder Raja Bhartari
  • Revananath
  • Charpatinath
  • Naganath oder Nageshnath

Es bestehen allerdings neun etwas variierende Listen[3].

Sri Mahamandeleshwar Swami Alakhgiriji Maharaj

Sadhana

Die Natha-Mitgliedschaft geschieht über eine diksha durch einen Diksha-Guru, bei der eine kleine Menge an Bewusstsein und spiritueller Kraft(shakti) übertragen wird(shaktipat). Dabei wird Asche auf verschiedene Teile des Körpers aufgetragen. Das Ziel ist jivanmukti oder Moksha im aktuellen Leben.

Im Nath werden Teile verschiedener Yogasysteme praktiziert : Mantra-Yoga, Hatha Yoga, Laya-Yoga, Raja-Yoga und die letzten 6 Glieder des ähnlichen Ashtanga Yoga sowie die 10 Niyamas

  • Tapas - Asktentum
  • Santosha - Zufriedenheit mit dem was ist.
  • Astikaya - Glaube an die heiligen Schriften, den Guru und die erleuchteten Heiligen
  • Dana - die Schenkung.
  • Ishvara-pujana - Hingabe und Verehrung einer Gottheit
  • Siddhanta-vakya-shravana - Regelmässiges Studium der Schriften, besonders der Yoga-Shastras, begreifen und Verständnis der durch spirituelle Erfahrung durch die erleuchteten Gurus vermittelten Wahrheiten
  • Hri - Gewissenhaft zu sein und danach zu streben, die eigenen Fehler zu korrigieren.
  • Mati - Entwicklung der Feinheit des Geistes und des tiefen Verständnisses.
  • Japa - die Rezitation eines göttlichen Namens, so oft und kontinuierlich und soweit wie möglich, geistig und laut mit tiefer Hingabe.
  • Homa - ein Angebot von Nahrung, Getränken und Dingen, die für die Verehrung von Wert sind[4]

Die vier Schlüsselworte zum Nath sind Sahaja(Natur absoluter Freiheit und Friedens), Svecchachara(Handeln ohne Beschränkung), Sama und Samarasa(ein Geschmack).

Die Nathas präsentieren dazu ein integriertes System zur Nutzung des im brahmarandhra gespeicherten Amrita - Elixiers.

Einige Mantras sind - Om Shri Dattatreya Namaha
- Om Shri Matsyendranatha Namaha
- Om Shri Lokanatha Namaha
- Om Shri Pagala Baba Namaha
- Om Shri Mahendranatha Namaha

Sie streben die Stärkung des Körpers als Donnerkeil Indras an durch die Praxis der kāya-sādhanā, die Atemkontrolle(u.a. So-ham), Sinnenkontrolle und Geisteskontrolle beinhaltet. Daneben werden alchemistische Präparationen aus Quecksilber und Schwefel verwendet, denen symbolisch Shiva und Shakti zugeordnet wurden, wobei ersterer als Mahadeva oder Maheshvara verehrt wird, daneben auch Guru Dattatreya. Zusätzlich wurden auch spezielle pflanzliche Präparate verwendet.

Literatur

Referenzen

Weblinks