Rabe

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Rebis Ermafrodita aus dem Rosarium Philosophorum

Der Rabe hat in der Esoterik eine mehrfache Bedeutung. Er steht mit den Kräften des niederen Unbewussten und der Saturnphase in Verbindung.

Die Krähe hat in diesem Zusammenhang eine etwas andere Bedeutung.

Putrefactio

Alchemie

In der Alchemie taucht der Rabe bei der Putrefactio auf. Er symbolisiert die Schwärzung (Nigredo) durch die Todeskräfte. Die anschliessende Aufhellung der geschwärzten materia prima wird als Rabenhaupt (caput corvi) dargestellt, d.h. mit einem Raben, dessen Kopfgefieder sich weisss verfärbt,

Im Tierreich besteht Freundschaft zwischen der Krähe und dem Reiher (Agrippa von NETTESHEIM, De Occulta Philosophia, Kap. XVIII).

Rosenkreuzer

In der rosenkreuzerischen chymischen Hochzeit kämpfen am zweiten Tag Rabe und Taube auf dem langen Pfad : So bald es aber ihr Feind ein schwartzer Rab ersehen, ist er gleich auff die Taub zugeschossen, und gleichwol meiner nit begert, sondern der Tauben das ihre nemmen wöllen, die sich anders nit dann mit fliehen erwehren können.
Seindt deßwegen mit einander Mittagwerts zugeflogen, welches mich dann dermassen erzürnet und betrübt, daß ich auß unbedacht dem losen Raben nacheylt und also wider meinen willen, fast einer Ackerlänge weit, in verzeichneten Weg einen geloffen und also den Raben vertrieben, die Tauben aber erlöst. '

Buddhismus

In König Pasenadis fünfzehntem Traum sah er eine Krähe umringt von goldenen Schwänen. Wohin die Krähe auch ging, die goldenen Schwäne umringten sie als Anhänger.

Buddha machte dazu die Vorhersage: In ferner Zukunft werden frisch ordinierte Mönche und Novizen, deren Moral noch nicht ganz rein ist, unmoralische Mönche als Lehrer wählen, sie umringen, bewundern und ihnen Respekt erweisen. Die Krähe ist schlau und verschlagen, sie wird den Respekt der jungen und der kleinen und der grossen Schwäne mit Geschenken vergelten. Die Schwäne ihrerseits werden die Wichtigkeit ihres Lehrers beweisen, indem sie ihm jeden Monat Geschenke schicken. Jedes Jahr werden sie mehr Status und Titel erhalten. Sie werden nicht für die Religion arbeiten, sondern sie schmeicheln dem Lehrer, um dafür mehr Status zu erlangen.[1]

Griechenland

Dem griechischen Gott Apollon waren die Raben heilig : Apollon warb um Koronis und schickte ihr zur Bewachung eine weiße Krähe(Hyginus Mythographus, Fabeln CCII), den verwandelten Lykios. Koronis liebte aber den König Ischys. Obwohl sie bereits von Apollon schwanger war, verband sie sich mit ihm, was die weiße Krähe Apollon mitteilte.

Dieser war zornig, dass die Krähe Koronis nicht die Augen ausgehackt hatte, und verdammte das Tier dazu, schwarz zu sein. Er beschwerte sich bei seiner Schwester und Jägerin Artemis über Koronis Untreue. Artemis schoss daher einen Köcher Pfeile auf Koronis ab und tötete sie.

Bibel

In der Erzählung von der Sintflut lässt Noah einen Raben fliegen (Genesis 8,6-7 ELB).

Der Prophet Elija wird während einer Hungerzeit von Raben versorgt (1 Könige 17,6 ELB).

Babylon

In der babylonischen Version Atraḫasis-Epos des Sintflut-Mythos sendet Atraḫasis nach dem Ende des Regens drei Vögel aus: Eine Taube, eine Schwalbe und einen Raben. Der Rabe kehrte nicht zurück. So wusste Atraḫasis, dass das Land wieder begehbar war.

Germanen

In der nordischen Mythologie symbolisiert der Rabe die Weisheit. Der Rabengott(Gylfaginning, 38) Odin hatte ständig die beiden Kolkraben Hugin ('Gedanke') und Munin ('Erinnerung') bei sich. Sie saßen auf seinen Schultern und ihm berichteten, was auf der Welt vor sich ging. Der Valrave gilt als Hels König in der nordischen Unterwelt.

Literatur

  • Tiersymbole : Von der Alchemie, Zauber Pflanzen, Welz - Sommer - Wedel, 2005, Welz Vermittler Verlag, ISBN 978-3-86656-150-2

Referenzen

Weblinks