Indra

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Indra auf Airavata

Indra (mächtig, stark) ist eine vedische Gottheit, die zusammen mit seinen Brüdern Agni und Vayu eine Triade bildet. Dort gilt er als eine Art Götterkönig(Śakra) umgeben von den acht Vasus(Ashtavasus). Etwa 250 Hymnen des Rigveda sind an ihn gerichtet. Seine Eltern sind der Himmel (Dyaus) und die Erde (Prithivi), er reißt aber bald die Weltherrschaft an sich.
Indra wird auch in mehreren Puranas wie dem Kurma-Purana, dem Vishnu Purana[1], dem Bhagavata Purana(Buch 6), dem Shiva-Purana[2] und im Mahabharata[3] erwähnt.

Darstellung

Kalpataru und Pfau

In den Veden gilt Indra als König der Götter. Seine Körperfarbe ist meist rot oder golden. Er wohnt zusammen mit seiner Frau Indrani(Śacī) in der Stadt Amaravati(: keinen Tod habend, voller Nektar ; auch Pushabhasa : Sonnenglanz und 'Devaputra'), die unter anderem auch von den Maruts bewohnt wird.
In Amaravati gibt es tausend Paläste und darunter auch Indras Palast Vaijayanta(: triumphierender Sieg) und den Park Nandana.
Indra gilt als Herr über die mentale Himmelswelt (svarga loka)[4] der Halbgötter in seinem Wolkenpalast auf der Spitze des Berges Meru.

Ahalya Indravaloka

Seine Waffe ist ein Donnerkeil(Vajra), mit dem er Asuras tötet und auch gefallene Krieger wiedererweckt[5].

In der anderen Hand hält einen Stachelstock oder Speer, die dritte Hand führt einen Köcher mit Pfeilen, und die vierte hält ein Netz der Illusionen und einen Haken bereit, um Feinde zu fangen und straucheln zu lassen. Sein Bogen ist der Regenbogen.

Indra gilt auch als Lokapala-Schützer des Ostens. Ein Mantra ist Oṃ Laṃ Indrāya Namaḥ. Als Planet(Graha) wird ihm Sūrya zugeordnet. Seine Schutz-Matrika ist Aindri.

Indras Vahana ist der weisse Elefant Airavata oder ein weißes Pferd. Manchmal wird er auch neben seiner Hündin Sarama abgebildet oder auch in einem von Rossen gezogenen Wagen, der von seinem Freund Matali gelenkt wird.

In Indras Paradies steht auch der wunscherfüllende Kalpataru (Sanskrit: कल्पतरु kalpataru m.) - Baum.

Indra übergibt seine bzw. Brahmas Tochter Devasena an Skandha

Symbolik

Im kashmirischen Shivaismus hat Indra auch die Bedeutung der Kraft der Verhaftung.

Im Rigveda findet sich die Geschichte des Sehers Dadhyan, der von Indra das Madhu-Vidya('Honigwissen') von der höchsten Glückseligkeit des Selbstes lernt und dasselbe an die pferdereitenden Asvins(Ashwini Kumaras) Nasatya (nett,hilfreich) und Dasra (Erleuchtetes geben) weitergibt, die in diesem Veda vielfach erwähnt werden.

Indra bekämpft auch den Schlangen- oder Drachen - Asura Vritra, weshalb er auch den Beinamen Vritrahan (Vritra-Erschlager) trägt.

In Kapitel 10, Vers 22 der Bhagavad Gita sagt Krishna : 'indriyanam manas casmi bhutanam asmi cetana' : Von den Veden bin Ich der Sama Veda; von den Halbgöttern bin ich Indra, der König des Himmels; von den Sinnen bin Ich der Geist, und in den Lebewesen bin Ich die Lebenskraft (Bewusstsein).

Nach Sri Aurobindos Interpretation des Rigveda I,1.70 sieht Indra das Streben der menschlichen Seele, das im dortigen Augenblick vom Seher Agastya repräsentiert wird, als Verstoß gegen das integrale Schema der Dinge an.

Indrani

Indrani wird in den auch Shachi und Aindri genannt. Indrani wird mehrmals im Rigveda erwähnt und es wird gesagt, dass sie die meistgesegnete Frau ist, und daß ihr Ehemann niemals an Alter sterben würde.
Nach dem zum schwarzen Yajurveda zählenden Taittiriya Brahmana erwählte Indra sie unter den vielen konkurrierenden Göttinnen als attraktivste Frau.

Indrani wird zu den sieben Matrikas gezählt und wird als endlos schön und mit den allerschönsten Augen beschrieben. Ihr Vahana ist entweder ein Löwe oder ein Elefant wie Airavata.

Indrani wird auch Shachi(Jainas), Aindri, Mahendri, Pulomaja and Poulomi genannt. Sie ist auch die Göttin des Zornes und der Eifersucht(wie die Kula-Kundalini). Ihr Vater ist der Daitya Puloman, der von Indranis zukünftigem Mann Indra getötet wurde. Sie hat mit Indra die Nachkommen Jayanta and Jayanti und Midhusa, Nilambara, Rbhus, Rsabha und Chitragupta.

Buddhismus

Indra wird genau wie Brahma auch in einigen buddhistischer Schriften erwähnt.

Literatur

  • Jan Gonda: Religionen der Menschheit. Band 11, Veda und älterer Hinduismus, Kohlhammer, 1960, (Indra, Varuna und die Adityas)

Referenzen

Weblinks