Geryon

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Herakles kämpft mit Geryon

Geryon (griechisch Γηρυών, auch Geryones und Geryoneus) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie. Er gilt als Sohn des Chrysaor und der Okeanide Kallirrhoë (Hesiod, Theogony 287, Stesichorus Geryoneis Frag, Apollodorus 2.106, Hyginus Pref) und als Enkel von Medusa und Neffe von Pegasus.

Nach Pausanis (Paus. 10.17.5. Beschreibung von Griechenland) hatte Geryon eine Tochter Erytheia, die wiederum mit Hermes einen Sohn Norax hatte.

Titelblatt von REGIMIENTO DE NAVECACION

Nach Hesiod lebte Geryon auf der Insel Erytheia ('Rotland', Land der Abendröte), die sich weit im Westen jenseits der Säulen des Herakles und nahe Gadeira (Cádiz) oder unter den westlichen Inseln der Hesperiden befunden haben soll. Das Durchschreiten der 'Säulen des Herakles' bedeutet esoterisch das Hinausgehen in den Okeanos mit einem sicheren Schiff auf die Stufe 13 des universellen Pfades. Die Säulen entsprechen den Säulen Jakim und Boas am Eingang des Tempels der Einweihung, die schon die Tarotkarte 12 zeigt.

Laut Hekataios herrschte Geryon hingegen in der Gegend um den Ambrakischen Golf.

Der 'doppelte' zusammengewachsene Rebis

Ikonografie

Geryon wird in Hesiods Theogonie als Monster mit drei Köpfen beschrieben. Er besaß drei an der Hüfte zusammengewachsene Leiber, und er wird vielfach mit drei Schwertern und Schilden und manchmal auch geflügelt dargestellt.
Sein außergewöhnlich schönes Vieh, eine Herde roter Stiere, wurde von dem Hirten Eurytion und dem zweiköpfigen Hund Orthos, einem Bruder des Kerberos, oder auch von Kerberos selbst bewacht.

Herakles

Besonders bekannt wurde Geryon durch Herakles, der seine Herde raubte. Dieser brachte die Rinder in seine Gewalt, indem er Orthos und Eurytion mit seiner Keule erschlug. Als der Hirte Menoites, der in der Nähe das Vieh des Hades weidete, Geryon von diesem Überfall berichtete, eilte dieser herbei und forderte Herakles am Fluss Anthemos(Ἄνθεμος - Fluss am kalaurischen Gebirge) zum Kampf heraus. Herakles tötete Geryon mit einem Pfeil, der mit dem Blut der Hydra getränkt war.

Literatur

Weblinks