Schwert

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Tarotkarte 8 : Gerechtigkeit

Das Schwert ist ein in religiösen Darstellungen oft anzutreffendes Symbol.

Hinduismus

Ein Schwert (Sanskr. kaukṣeya, Kauksheya : Schwert : auch : Kripana[1]) verwenden im Hinduismus Götter wie Durga, Vishnu, Shiva, Mahakala, Yama, Kalki und die Matrika Vairali und Helden wie Ravana, Kamsa, der König von Mathura, und Rama.

Die Göttin Kali durchtrennt mit dem Schwert das Band der Gebundenheit.

Wer mit dem Schwert der wahren Begierdelosigkeit den Haifisch der Sinneslust getötet hat, überquert das Meer dieser Welt ohne Hindernis [2] (Adi Shankara)

Chandrahasa (lachender Mond) ist ein Schwert, das Shiva dem Ravana übergab. Die Devi Katyayini aus den Navadurga trägt es ebenfalls.

Das Schwert wird hier auch als Schwert der Erkenntnis(Chit) gedeutet, das die Unwissenheit durchschneidet.

Buddhismus

Manjushri trägt in der rechten Hand das Schwert der unterscheidenden Weisheit (Prajna), das die Unwissenheit zerschneidet und Licht in die Dunkelheit bringt. Andere Schwertträger sind Akashagarbha, Mahamayuri, Simhanada, Krishnayamari und der Dikpala Nirṛti(Rakṣasa).

Tarot

Auf der achten Tarotkarte trennt das Schwert Gutes und Böses bzw. das Reine und das Unreine.

Griechen

Das Schwert ist hier ein Attribut von Artemis und Artemis. Selbst Herakles verwendet es zeitweilig im Mythos.

Die Anekdote vom Damoklesschwert ist aus Ciceros tusculanae disputationes 5,61–62 überliefert.

Bibel

Das Schwert des Herrn ist trunken vom Blut seiner Feinde und frisst ihr Fleisch.( 5. Mos. 32, 42. Jesaias 34, 5. 66, 16. Ezechiel 21, 5[3].

Ein Schwert wird durch deine Seele gehen, sagt der alte Simeon bei Lukas 2, 35.

Das Schwert als Paulussymbol bezieht sich wol auf Lucas 22, 38 : Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.

Nordische Mythologie

Das Schwert(altnordisch Brimir) wird in der altnordischen Mythologie mehrfach erwähnt.

Mimung ist das Schwert, das Wieland in der Thidrekssaga herstellte und nach seinem Lehrer Mimir benannte. Er gilt auch als Schmied des wundertätigen Schwertes Durendal (deutsch Durandart(e), italienisch Durindana) von Roland im altfranzösischen Rolandslied.

Nagelring ist ein Schwert der Thidrekssaga, das vom Zwerg Alberich gefertigt wurde, der das Schwert Dietrich von Bern übergibt, bevor dieser im Kampf den Riesen Grim und dessen Frau Hilde tötet. Später erwirbt Dietrich von Bern das Schwert Eckesachs und gibt er Nagelring an Heime weiter.

Ridil (an. Riðill) oder Refill ist das Schwert, mit dem Reginn gemäß dem Eddalied Fáfnismál seinem toten Bruder Fafnir, der die Form eines Drachen angenommen hatte, das Herz herausschnitt(Fáfnismál 26).

Nach der Sage hatte Odin im Apfelbaum in der Halle von Sigmund, Sigurds Vater, ein Schwert platziert mit dem Hinweis, nur der, für den es bestimmt sei, könne es herausziehen, was Sigmund aber gelingt. Odin entzieht Sigmund in der Schlacht gegen Hundings Söhne seine Gunst und zerstört Sigmunds Klinge. Bevor er nach Walhall kommt, beauftragt Sigmund seine Frau Hjördis, die Trümmer des Schwertes für ihren ungeborenen Sohn Sigurd aufzubewahren. Sigurd schmiedet mit Reginns Hilfe aus den Trümmern ein neues Schwert und nennt es Gram(altnordisch: Gramr, wörtlich: Grimm), das in der nordischen/germanischen Mythologie als das Schwert von Sigurd (Siegfried), dem Drachentöter, bekannt wurde.

Bei Richard Wagner heißt Gram Notung. Im Nibelungenlied hat Siegfrieds Schwert eine gänzlich andere Vorgeschichte und heißt Balmung.

Mit Gram rächt Sigmund erst seinen Vater und besiegt dann den Drachen Fafnir sowie den hinterhältigen Reginn. Nach seinem Tod nimmt Högni (Hagen) die Waffe an sich und führt sie auch in der letzten Schlacht der Burgunden an Atlis Hof (Etzel im Nibelungenlied, historisch Attila). In einigen Erzählungen bekommt Hildebrand das Schwert, in anderen verschwindet es ab diesem Punkt.[4][5].

Magie

In der Magie wird das Schwert zu Beherrschung von Dämonen verwendet, die es zerreisst.

Referenzen

Weblinks