Brihaspati

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Die planetarische Gottheit Brihaspati (Jupiter)

Brihaspati (Sans. bṛhaspati ) gilt als ein Priester der Götter.

Darstellung

Er wird als leuchtender goldfarbener Mann mit Donnerstimme beschrieben. Sein Vahana ist ein Elefant.

Die Ikonagrafie von Brihaspati macht seinen Körper golden, seine Beine sind blau gestreift und sein Kopf ist mit Mond und Sternen bedeckt.[1]. Er hält je nach Region unterschiedliche Attribute. In Sri Lanka hält er den Phallus in zwei Händen.
In anderen Teilen Südasiens hält er ein Gefäß mit Soma, manchmal zusammen mit einem gezähmten Tiger.

Quellen

Im Rigveda ist Brihaspati(Brahmanaspati : Herr des Brahman) ein Begleiter von Indra. Er befreit die Kühe mit Hilfe eines Zauberliedes aus der Gefangenschaft des Dämon Vala, und er hilft Indra, diesen zu erschlagen. Im Athavraveda XI,10,13 erschafft Brhaspati mit seiner Zauberkunst einen Vajra.

Sri Aurobindo bringt Brihaspati in einem Zusammenhang mit Angirasa[2].
Die Eröffnungsverse von Rig-Veda IV.50 zu Brihaspati führen direkt in den Mittelpunkt des Themas :
Oh Brihaspati, sie (die alten Seher), die sich an der vollkommenen Wahrnehmung erfreuen und vibrieren (mit ihrem Fluss), haben sie (hier) für uns ausgedehnt - verschiedenartig überlaufend, vorwärts strömend, breit und unlöschbar. Oh Herr des Wortes, schütze seinen Geburtsort (den Ursprung seines Aufstiegs)[3].

Der Gedanke (aus dem Herzen, Mati) nähert sich dem siebenstrahlenden Herrn des Wortes (Brihaspati), dem Weisen im Verstehen mit der Intuition der Wahrheit ... Mit intensiver Sehnsucht gehen meine bejahenden Worte als Botschafter an den Göttlichen Geist (Indra). - meine sehnsüchtigen perfekten Seelengedanken (Sumati), die das Herz berühren und durch den Geist gesprochen werden… (Rigveda X.47.6,7)

  • Brihaspati wird in der nachvedischen Zeit als Sohn des Weisen und Prajapatis Angiras angesehen.

Ein Brihaspati findet auch im Mahabharata, im Vishnu Purana[4] und im Matsya Purana[5] Erwähnung.

Brihaspati (Jupiter)
  • Im Matsya - Purana wird seine Frau Tara (Stern) wird von Chandra entführt. Daraufhin bricht der als Tarakamaya bekannte Krieg unter den Göttern aus. Indra und die Götter kämpfen auf der Seite von Brihaspati, während der Mondgott Chandra von Ushanas, Rudra, den Danava und den Daitya unterstützt wird. Zum Schluß befiehlt Brahma das Ende der Kämpfe und die Rückführung von Tara, die daraufhin den Budha gebiert. Brihaspati und Soma erheben nun Anspruch auf die Vaterschaft. Auf Brahmas Anweisung erklärt Tara, dass der Mondgott Chandra der Vater ist.

In der hinduistischen Astronomie gehört er zu den den Navagraha - Planeten. Dort entspricht er als Gott dem Planeten Jupiter.

Brhaspati-Sutras

Die Brhaspati-Sutras, auch Barhaspatya-Sutras genannt, sind ein alter nach dem vedischen Weisen Brhaspati benannter Sanskrit-Text, der für seine Theorien über Materialismus und Antitheismus bekannt ist. Seine Grundsätze bilden die Grundlage der Charvaka-Schule der nicht orthodoxen hinduistischen Philosophie.
Die Handschrift des Brihaspati-Sutras ist verloren gegangen. Der Text wird jedoch in anderen hinduistischen, buddhistischen und Jaina-Texten zitiert, und diese Sekundärliteratur war die Quelle für die teilweise Rekonstruktion der Brhaspati-Sutras.
Einige Forscher vermuten, dass die Brhaspati-Sutras in den Veden nach Brhaspati benannt wurden, während andere Gelehrte dieses bestreiten, da der Text die Veden ablehnt.

Sadhana

Brihaspatis Bija-Mantra ist Brim[6].

Weitere Mantras sind Om vrim Brihaspataye Namah, Om Graam Greem Graum Sah Gurve Namah und Aum Hreem Kleem Hoom Brihaspataye Namah sowie Om Graam Greem Graum Sah, Gurve Namah und Om Brum Brihaspataaye Namaha

  • Jupiter - Gayatri Mantra : Om Suraachaarya Vidmahe, Surasreshtaya dhimahi, tanno guruh prachodayat
  • Jupiter - Purana - Mantra : Devanam ca rishinam gurun kañchana-sannibhham - buddhi-bhutam tri-lokesham tam namami brihaspatim (19000 mal zu wiederholen)

Literatur

Referenzen

Weblinks