Kamakala

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Sri Kamakala Kameshwarar Temple

Die Devi Kamakala(Kāmakalā) ist eine oft fehlinterpretierte tantrische Göttin (Ishta devata), die besonders im Sri Vidya in Erscheinung tritt. Eine tantrische Variante ist Kamakala Kali. Sie hat eigentlich keine Beziehung zu den Panchamakaras des linken Vama-Achara, wie es oft in veräusserlichter Weise praktiziert wird.
(In der alten philippinischen Tagalog Religion ist Bathala die primordiale Gottheit, die zur Zerstörung der schlechten Charaktere des Generators Kamakala angerufen wurde[1].)

Klassisches Shri Yantra(1800s) mit Erläuterungen

Kamakala Bindu

Kāma bedeutet Absicht zu schaffen, und kalā bezieht sich auf einen Teil des Hauptobjekts, in diesem Fall auf Śiva.

Kāmakalā besteht aus drei Bindus, die ein Dreieck bilden. Unter diesem Dreieck ist ein umgekehrtes Dreieck (hārda-kalā), wo sich die drei kūṭas des Pañcadasī Mantra befinden. Aus diesem unteren Dreieck werden alle Triaden geschaffen, was letztendlich zur Erschaffung des Universums führt.
Die beiden parallelen Punkte symblisieren ihre Busen, durch die das Universum ernährt wird. Der einzelne Punkt darüber ist ihr drittes Auge.

Das Kamakala - Dreieck entspricht nicht dem mehr gunischen A-Ka-Tha - Dreieck des Kundalini-Yoga. Kamakala ist der Hamsa als höchstes Tattva und wird von den drei Bindus Candra (Mond), Surya (Sone) und Vahni (Feuer) gebildet. Das Hamsapitha - Dreieck repräsentiert hingegen die Verkörperung von Purusa-Prakriti als Hamkara und Visarga. Hamsa bezieht sich auf die Bindus und Kamakala auf das gebildete Dreieck (pitha).
Nach Woodroffe (Serpentpower, 1973) emaniert das A-Ka-Tha - Dreieck aus dem Kamakala (S. 499f), das einen Aspekt des para-bindu darstellt. Wenn dieses Gleichgewicht zerbricht, wird das Dreieck zum Symbol oder OM. Das ist das erste Formierung. Dieser Prânava gilt als Samen der Emanation alle Wissens. Er beinhaltet 3 getrennte Bindus.

Die Konjugation von Kāma und kalā führt zur Manifestation der Kāmeśvara und Kāmeśvarī - Formen[2]. Śiva und Śaktī vereinigen sich nur in ihren kāma - Formen (kāma + īśvarī ; kāma + īśvara). Beide sind ihre höchsten Formen, die die Schöpfung verursachen.

Kamakala ist das, was am Herzen des Bindu im Zentrum des Shri Yantra seine Emanation verursacht. Sie besteht in tantrischer Symbolik aus drei Bindus oder Potentialen : Der Eine ist rot, ein anderer ist gelb, ein weiterer ist weiss, und der letzte ist gemischt. [3]

Der rote Bindu ist Eizellen, der weisse Bindu ist Samen, und der gemischte Bindu ist die Vereinigung von Shiva und Shakti, das Individuelle als potentielles Shri Cakra.

Kāmakalā ist in der Kāmakalā - Form auch als ‘Mahā-tripura-sundarī’ bekannt, und sie ist auch als bindutraya samaṣti rūpa divyākṣara rūpiṇi bekannt.

Mahā bedeutet höchste, tripura bedeutet 'drei Städte' (könnte auch 'ganze Dreiklänge' bedeuten, die Ursache für die Schöpfung, die von ihr regiert werden).

Die tiefere Bedeutung von Tripura sind ihre drei Handlungen, Schaffung, Erhaltung und Zerstörung. Sundarī bedeutet 'Schönheit'. ‘Mahā-tripura-sundarī’ bedeutet also 'schöne und höchste Mutter', die erschafft , erhält und auflöst. Diese drei Handlungen werden in Kāmakalā subtil erwähnt.


Die Tripuratapini Upanishad sieht Tripura als primordiale Kraft und als Göttin der drei Städte, der tantrischen Chakras und Tantras, des Rades von Kamakala.

Das Kulachudamani Tantra sagt in Patala 2 Dann zeichne auf ihrer Stirn ein Shakti-Cakra mit drei konzentrischen Kreisen, in diese schreibe das Kamakala-Mantra. Trage in der Mitte unter Benutzung des Mantra den Namen des zu erreichenden Objekts ein. In diesem rufe die Devi an, und verehre sie nach der Meditation über sie, und weiter... Nach dem Schreiben verehre Bhadrakali in der Nacht in der Meditation über Kamakhya, die Essenz von Kamakala..

Das Vamakeshvara Tantra lehrt : Das Shiva-Bija ist ‘ha’, das Agni-Bija ist ‘ra’, Maya-Bija (Wurzel von ‘eem’ oder Kamakala) ist ‘ī’, und Bindu ist der Punkt. Durch die Verbindung aller entsteht das Bija ‘hrīm’.

Im Soundarya Lahari Sloka 19 [4] liest man:
Oh höchste Göttin ! Meditiere mit dem Bindu des Sricakra mit deinem Kaamakalaa Gesicht, darunter dem meditiere mit der göttlichen Form deiner Brüste und unterhalb dieser halb Sivalinga, und wende das "kleem" beeja an, das deine kaama kala ist. Er wird sofort fähig, Kaama Shakti. Das ist sehr leicht zu verstehen. Er wird sogar die göttlichsten Frauen in den drei Welten anziehen.


Srisukta

Im Srisukta wird die Göttin als Sri angerufen. Auch hier lautet das Kamakala - Bija YaH praNIti ya IM shruNoti yadIM shruNotyakalaM shruNoti usw..

Literatur

  • Kamakala - the kernel of desire in Sri Chakra
  • Avalon : Kamakala Vilasa
  • Transformations in the Art of Love: Kamakala Practices in Hindu Tantric and Kaula Traditions, Journal Issue: History of Religions, 38(2); Author: White, David Gordon, UC Santa Barbara, Publication Date: November 1998, Series: UC Santa Barbara Previously Published Works
  • Siva-Parvati and Allied Images (2 Vols. set), Their Iconography and Body Languagem, Thomas Eugene Donaldson
  • kāmakalāvilāsa of puṇyānanda with the commentary cidvallī by naṭanānanda, Secondary title: cidvallī, Author : puṇyānanda, Commentator : naṭanānda, Editor : malaviya sudhakar

Referenzen

  1. Teofilo del Castillo Y Tuazon; Buenaventura S. Medina Jr.; Pacita C. Inocencio-Nievera. Philippine Literature: From Ancient Times to the Present.
  2. http://manblunder.com/articlesview/lalitha-sahasranamam-322 Kāmakalā rūpā
  3. http://www.shivashakti.com/tripura.htm
  4. https://manasataramgini.wordpress.com/2005/09/08/kama-kala/

Weblinks