Kyklopen

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Odysseus und seine Gefährten blenden im Kyklops von Euripides den Zyklopen Polyphemus

Die Kyklopen (altgriech, Kyklopes - 'Kreisäugige', Kyklops ; lat. cyclopes) oder Zyklopen sind in Hesiods Theogonie wie die Titanen und Hekatoncheiren Nachkommen der Gaia und des Uranos.

Gemeinsam ist den Kyklopen das ungewöhnliche Aussehen der Augen als kreisrunde Augen oder auch als Einzelauge auf der Stirn.

In der Antike wurden drei Arten von Kyklopen unterschieden:

  1. Die hesiodschen Gewitterdämonen
  2. die homerischen Riesen
  3. die mythischen Baumeister.

Kyklopen sind gottgleich aber einäugig. Sie besitzen ein mitten auf der Stirn befindliches Auge, das „Zyklopenauge“, das in ähnlicher Form auch als 'Auge Shivas' und als Auge des Re bekannt ist. Auch der tibetische Yamantaka hat ein ähnliches Stirnauge.

Mythos

Sie werden genau wie ihre Geschwister von Uranos in Gaia, der Erde, eingeschlossen und erst von Zeus befreit. Dieser erhält dazu von ihnen Blitz, Zündkeil und Donner für seinen Kampf gegen die Titanen.

In Hesiods Eoien werden sie von Apollon getötet, als dieser sich an Zeus für den Tod seines Sohnes Asklepios rächte. Sie haben die Namen Brontes, Steropes und Arges(Argos).

In der Bibliotheke des Apollodorus 1.1-7 werden sie mit ihren Geschwistern in den Tartaros verbannt. Sie werden nach der Entmannung des Uranos von den Titanen wieder heraufgeholt, von Kronos jedoch wieder zurückgeschickt.
Zeus befreit sie nach zehnjährigem Kampf gegen die Titanen. Er erhält die Waffen wie bei Hesiod sowie einen Helm für Hades und einen Dreizack für Poseidon.

Bei Kallimachos erhält Artemis von den Kyklopen den Bogen, den sie zur Jagd benutzt[1].

Literatur

Polyphemus
  • Wilhelm Heinrich Roscher: Kyklopen. In: Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2, Abt. 1: Iache – Kyzikos. Teubner, Leipzig 1894, Sp. 1676–1690.

Referenzen

Weblinks