Titanen

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Die Titanen (griechisch Τιτάνες , Einzahl: Titan griechisch Τιτάν) sind in der griechischen Mythologie ein Volk von Riesen in Menschengestalt, das am Berg Othrys wohnte. Sie waren ein mächtiges Göttergeschlecht, das in der legendären Goldenen Ära herrschte, und sind Nachkommen der Gaia(Erde) und des Uranos(Himmel) und beiderlei Geschlechts.

Nach Hesiod nimmt der Kosmos mit dem Erscheinen der Urgottheiten Chaos, Gaia(Erde), Tartaros(Unterwelt), Eros(Liebe), Erebos(Finsternis) und Nyx(Nacht) seinen Anfang. Der schreckliche Erd - Drache Typhon (bzw. Typhoeus, Typhaon) ist ein Sohn der Gaia und des Tartaros. Hesiod verwendet in Theogonie 697 den Sammelbegriff Chthonioi als Bezeichnung für die Titanen.

Titanenpaare

Nach Hesiod (Theogonie 133-138, 424) bestehen die Titanen aus 6 Geschwisterpaaren.

  • Themis : Göttin der Gerechtigkeit und Ordnung. Sie ist nach Metis die zweite Gattin des Zeus, und kennt die Zukunft und ermöglicht so anderweitig Deukalion und Pyrrha, die Sintflut zu überleben
  • Hyperion : Licht- und Sonnengott. Er zeugte mit Theia den Sonnengott Helios, die Mondgöttin Selene und die schöne Göttin der Morgenröte Eos.
  • Iapetos : Iapetos, der Gatte der Nymphe Klymene. Er wurde nach der Titanomachie in den Tartaros verbannt
  • Koios : Er wurde nach der Titanomachie in den Tartaros verbannt.
  • Kreios : Gatte der stahlherzigen Eurybia (weithin Gewaltige), der Tochter des Meeresgottes Pontos und der Gaia
  • Kronos : Vater des Zeus und Gatte von Rhea. Er wurde nach der Entmannung des Vaters Uranos zum Weltenherrscher; Kronos wurde von seinem Sohn Zeus entmachtet und herrscht seitdem auf der Insel der Seligen
  • Mnemosyne : Die Göttin der Erinnerung und Mutter der neun Musen
  • Okeanos : Der Herr des Ozeans und stärkster Titan. Er zeugte mit seiner Schwester und Gattin Tethys die Flussgötter, die Meeres- und Quellnymphen
  • Phoibe : Mondgöttin und Gattin des Titanen Koios(griech. Κοῖος, Frage, Hinterfragung)
  • Rhea : Mutter von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus. Sie herrscht Kronos seit der Entmachtung auf der Insel der Seligen
  • Tethys : Meeresgöttin und Gattin des Okeanos. Als Amme der Hera verfluchte sie Hera zuliebe die Sternbilder, immer über den Himmel zu wandern
  • Theia : Gattin des Hyperion

Der bekannte Titan Atlas war ein Sohn von Iapetos. Er galt als Titanengottheit der Ausdauer und der Astronomie. dazu verurteilt, den Himmel für die Ewigkeit nach dem Sturz der Titanen zu halten.

Titanomachie

Das verlorene Epos Titanomachie (Titanomachía : Kampf der Titanen) erzählt vom elf Jahre andauernden Krieg zwischen den von Kronos angeführten Titanen vom Berg Othrys in Thessalien und den von Zeus herbeigeholten und von den Hekatoncheiren und Kyklopen unterstützten Geschwistern Hades, Poseidon, Hestia, Hera und Demeter.

Als er herangewachsen war, hatte Zeus sich voher bei Kronos eingeschlichen und ihn mittels eines Zaubertrankes der Okeanide Metis('kluger Rat') gezwungen, zuerst den Stein und dann seine verschluckten Kinder wieder herauszuwürgen. (Die Geschichte hat eine esoterische Parallele im Ausspeien des Jonas nach drei Tagen durch den Wal in der Bibel.)

Die Titanen wurden nach hartem Kampf besiegt und in die Tiefen des Tartaros getrieben, wo sie von den Hekatoncheiren(Hundertarmige) bewacht werden, die vor dessen eherner Türe Wache stehen.

Vor der Titanomachie stärkte Zeus die Kyklopen und die Hekatoncherien mit Ambrosia, so daß sie wieder erstarkten. Da das seit Stufe 11 fließende Amrita erst Stufe 13 des Pfades stark fließt, beschreibt die Titanomachie die Endphase der Stufe 14 des universellen Pfades, die Einweihung der körperbebundenen Kräfte, der Stein der Philosophen erster Ordnung, der Sieg der Quinta Essentia - allerdings hier auch im Werdegang des Zeus.

Über die Verbannung der kämpfenden Titanen durch die olympischen Götter in die Tiefen des Tartarus berichtet auch Homers Ilias und die Odyssee, wo diese als hypotartarioi('unterirdisch') bezeichnet werden. Diesbezügliche Passagen erscheinen in der Ilias (XIV.279) und auch in der homerischen Hymne an Apollon (335). Titanische Formen der Gewalt sind die von Hybresten und Atasthalie, die auch in der Ilias gefunden werden (XIII 633-34).

Hekatoncheiren

Die Gegner der Titanen waren die Hekatoncheiren (Hundertarmige; latein. Centimani), die 50 Köpfe und 100 Hände hatten. Die Hekatoncheiren waren drei Riesen namens Briareos (Βριάρεως : 'stark' ; auch Obriareos), Kottos (Κοττος) und Gyges (Γύγης :'Erdegeborener), der über einen Unsichtbarkeitsring verfügte. Sie sind wie die Zyklopen Kinder von Uranos und Gaia. Uranos hasste die Kyklopen und die Hekatoncheiren seit ihrer Geburt und verbarg sie unter der Erde. Gaia gebar die Titanen deswegen heimlich.

Literatur

Weblinks

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