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Semele

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Jupiter und Semele

Semele (evtl. von zemelos : Erdenbewohnerin, Mensch) ist in der griechischen Mythologie die Tochter des Königs Kadmos, des Gründers von Theben, von dem sich auch Kreon herleitet, und von Harmonia, der Göttin der Eintracht. Sie gilt auch als die Mutter des Dionysos

Semeles Brüder sind Illyrios und Polydoros(~'viele Geschenke'). Ihre Schwestern sind Agaue('erhaben, edel'), Autonoë und Ino.
Ino war die zweite Frau von Athamas, eine thebanische Mänade, die den Sohn Dionysos der toten Schwester Semele hochhob und in die Seegöttin Leucothea apotheosierte.

Unter dem Namen Thyone wurde Semele zur Göttin.

Mythos

Semeles Tod : Zeus hatte Semele gschwängert, und die eifersüchtige Hera stiftete Semele an, Zeus zu bitten, sich ihr in seiner göttlichen Form zu zeigen. Semele erbat sich nun von Zeus ihn in seinem ganzen Glanz sehen zu dürfen. Zeus versuchte ihr das auszureden, aber sie wollte Gewissheit. Als er sich ihr schließlich zeigte, wurde sie durch seinen Glanz vernichtet. Wie vom Blitz getroffen sank sie zu Boden. Mit ihr verbrannte auch der ganze Palast des Kadmos. Von ihrem Grab soll noch lange Zeit Rauch hochgestiegen sein.
(Die Geschichte erinnert aus esoterischer Sicht entfernt an die Verbrennung von Sati gegen Ende der Stufe 14 des Pfades, nach der anderweitig auch das göttliche Kind geboren wird. Diese Phase entspricht auch dem Berg Sinai, auf dessen Gipfel dem Menschen das Göttliche direkt begegnet - gleichbedeutend mit dem Beginn der Samadhi-Phase des Ashtanga Yoga.)

Zeus befreite ihr Kind Dionysos aus dem verbrannten Körper und nähte es in seinen Oberschenkel ein und holt es nach drei Monaten heraus.

Unter dem Namen THYO′NE (evtl. 'inspirierte Raserei', Thuônê) befreite der aufgewachsene Dionysos Semele später aus dem Hades und holte sie zu den unsterblichen Göttern. (Homer Hymn. v. 21; Apollodorus Bibl. 3.38; Cicero de Nat. Deor. iii. 23; Pindar Pyth. iii. 99; Diod. Sic. iv. 25; Apollon. Rhod. i. 636.)

Literatur

Weblinks