Taijiquan

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Das Taijiquan (Tai-Chi Chuan) gehört zu den chinesischen inneren Kampfkünsten neben dem Baguazhang (Bāguà Zhǎng) und dem Xingyiquan.

Nach der Legende entdeckte der daoistische Mönch und Unsterbliche Zhang Sanfeng die Prinzipien der inneren Kampfkünste und damit auch das Taijiquan in den Wudang-Bergen.

Qigong Taiji Meditation

Kampfstile

  • Der auch als Schattenboxen bekannte Chen -[1] Stil(Chenjiagou Taijiquan) wurde in einem chinesischen Dorf Chenjiagou[2] entwickelt. Er ist einer der ältesten Stile mit einer Vielfalt von Übungsvarianten und 5 Familienstilen(Chen-, Yang-, Wu/Hao-, Wu-, Sun-Stil), zu denen auch die sog. Seidenübungen (Cánsīgōng) gehören.
  • Der Yang-Stil (yángshì, yángjiā) ist der zweitälteste der fünf Familienstile und in seinen verschiedenen Ausprägungen der weltweit verbreitetste Stil. Der Name bezieht sich auf die Familie Yang oder Yeung, die diesen Stil über Generationen entwickelte. Yang-Stil Taijiquan zeichnet sich durch weiche und gleichmäßig fließende Bewegungen aus.
  • Eine Variante ist der kleine Rahmen - Xiaojia.
  • Die sog. Pekingform (Beijing-Form) oder 24er Kurzform wurde 1955 vom nationalen Sportkomitee der Volksrepublik China als vereinheitlichte Form für die Gesundheitsübungen der Bevölkerung zusammengestellt und fand schnell Verbreitung (auch in Sanatorien als Heilgymnastik).
  • Manchmal wird auch noch das gefährliche Fajin praktiziert, die explosionsartige Übertragung der Kraft auf den Gegner[3].
Chen - Stil Tai Chi Chuan Meister

Ba Men Wu Bu

Das Taijiquan setzt sich aus 13 Komponenten zusammen, den fünf Schritten (Wu Bu) und den 8 Wirkkräften Bai Men (Baat Mun, Bamen, 8 Pforten), was sich sich auf die 8 Tore bzw. auf die 2*4 Energieformen oder jin(ging) bezieht, die im Taijiquan Anwendung finden [4]:

  • primär : Peng (Pan), Lu (Leui), Ji (Jai), An (On)
  • sekundär : Cai (Choi), Lieh (Li) , Zhou (Jao), Kao(Kaau)[5]

welche als philosophischer Unterbau dienen und mit den 5 Wuxing und den 8 Pa Kuas in Beziehung gebracht werden.

Die Grundtechniken und Basisschritte(Wu Bu)[6] sind als die 13 Bewegungstechniken (Shisan Shi) des Taijiquan im Umlauf.
In den Klassikern 'Shisanshi de jieshi' von Wang Zongyue (1736-1795) und 'Shisan shi xingdong yaojie' von Wu Yuxiang (1812-1880) sind sie nachzulesen. Diese Schriften zu den Grundtechniken wurden in Anlehnung an das 'Quanjing zongge' von Chen Wangting (1597-1664) verfasst.

Philosophie

Das 'Taijiquan Jing' ist der erste Text der grundlegenden Taijiquan - Klassiker[7]. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass trotz Verwendung von Begriffen wie Dao und Yang etc. nicht automatische eine Anbindung an diese höchsten Kräfte erfolgt sondern an deren Projektionen auf die unteren Welten. Eine ichlose Leere gibt es auch in der Mentalebene, d.h. weit unterhalb der Leere des Mahayana. Ähnliches gilt für das höchste Qi.

Literatur

Referenzen

Weblinks