Dharma-dharmata-vibhaga

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Das Dharma-dharmata-vibhaga ist eines der fünf Maitreya zugeschriebenen Werke, die er Asanga übermittelt haben soll. Bis heute überlebte nur die tibetische Übersetzung. Sie wurde von 2000 von Jules Levinsion und 2004 von Jim Scott in die englische Sprache übersetzt.

Der dritte Karmapa Rangjung Dorje (1284–1339) und Ju Mipham (1846–1912) schrieben Kommentare dazu.

Der Titel bezieht sich auf die Unterscheidung und Übereinstimmung (vibhāga) zwischen Phänomenen(dharma) und der Natur der Phänomene(dharmatā). Es lehrt die Anweisungen, wie vorzugehen ist, um Zugriff auf diese Art der Natur zu haben. Er beschäftigt sich daneben mit der Buddhanatur und dem reinen Sein sowie dem Charakter der höchsten Transformation.

8 Arten des Bewusstseins im Yogacara

Unser Geist ist wenn er leer ist homogen und ohne Differenzierung. Der Geist als leuchtende Klarheit hat jedoch Unterschiede, nämlich die acht Bewußtseine. Die Grundlage dieser acht Bewußtseine ist das achte, das Alaya Bewusstsein(ālayavijñāna).
In Worten des Wurzeltextes (Unterscheidung von Dharma und Dharmata) bezieht sich das Alaya- Bewusstsein auf das 'Speicherhaus der Samen(bija)'. Dieses kommt von dem Faktum, dass die verschiedenen Prädispositionen oder Latenzen (Tib. bak chag) in das Alaya-Bewusstsein eingedrungen sind, und dass sie später als Erscheinungsformen zurückkehren werden. Wenn diese Prädispositionen, die in das Alaya - Bewusstsein eingetreten sind, gut sind, werden die Erscheinungen entsprechend etwas Gutes sein. Wenn sie von schlechter Natur sind, wird ihre Natur hässlich und schmerzvoll sein. So ist die Wurzel aller Erscheinungen im Alaya-Bewusstsein.
Diese Verwirrung beginnt, wenn die sechs Bewußtseine Kontakt mit den sechs Arten von Sinneserfahrungen (Sicht, Ton, Geruch usw.) machen. Der Kontakt des externen Objekts und des internen Bewusstseins verursacht das Entstehen der Erscheinungen.
Obwohl die Phenomäne leer sind, ergeben sich die sechs Bewußtseinsarten aus dem Alaya - Bewusstsein, die wiederum Anlass von Erscheinungen sind.
Wenn diese Erscheinungen fälschlich als wirklich d.h. nicht leer, was ihre wahre Natur ist, gesehen werden, entsteht die Verwirrung des Samsara. Wenn jedoch die Natur dieser Erscheinungen als leer betrachtet werden, d.h. wie das dharmata, werden diese falschen Erscheinungen verlassen und der Bodhisattva entwickelt nicht-konzeptuelle Weisheit. (Thrangu Rinpoche in :Distinguishing Dharma and Dharmata, s.u.)

Literatur

  • Distinguishing Dharma and Dharmata by Asanga and Maitreya with a Commentary, by Thrangu Rinpoche Geshe Lharampa translated by Jules Levinsion, New Delhi: Sri Satguru Publications, 2001, ISBN: 9788170307167 / 8170307163
  • Maitreya's Distinguishing Phenomena and Pure Being: Commentary by Mipham, Jim Scott with Khenpo Tsultrim Gyamtso Rinpoche, Snow Lion Publications, 2004, ISBN 1-55939-215-0
  • Raymond E. Robertson, A Study of the Dharmadharmatavibhanga, Monograph Series in Sino-Tibetan Buddhist Studies, 2008

Weblinks