Asanga

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Asanga und Maitreya

Asanga (skt.: Asaṅga, auch: Aryasanga; tib. ཐོགས་མེད་, tokmé; Wyl. thogs med) war ein Gründer der Chittamatra[1] - oder Nur-Bewusstseins - Yogacara-Schule. Vasubandhu gilt als sein Halbbruder.

Asanga wurde 375 AD in Purushapura in Pakistan als Sohn eines Angehörigen der Kshatriya-Kaste geboren.
In seiner Anfangszeit als Mönch war er ein Mahīśāsaka, bevor er zum Mahayana wechselte.
Asaṅga’s späterer Lehrer in der Yogācāra-Lehre war Maitreyanātha. Sein älterer Halbbruder war Vasubandhu.

Yogacara

Nach der Lehre des Yogachara ist alles Geist oder Bewusstsein. Diese Sichtweise ähnelt der des kashmirischen Shivaismus, wo das 'Chit' (Sanskrit:Bewusstsein) des höchsten Shiva als göttliches und allgegenwärtiges Bewusstsein und als die einzige Wirklichkeit gilt, und wo das Hauptmerkmal des Ishvara-Tattva und vergleichbar der Bereich der Trikaya das 'Chit' ist.

Ein Zitat von Maitreya : "Unterscheidung ist Bewusstsein. Nichtunterscheidung ist Weisheit. Sich an das Bewusstsein zu klammern wird Schande bringen, aber an der Weisheit festhalten wird Reinheit bringen. Schande führt zu Geburt und Tod, aber Reinheit führt zum Nirwana."

Eigene Werke

Asanga schrieb mehrere Werke

  1. Yogacarabhūmi(Erläuterung der Stufen der Yogapraxis)
  2. Abhidharma-samuccaya('Handbuch des Abhidharma')
  3. Mahāyāna-samgraha(Kompendium des Mahayana), welches die Grundlehren des Yogåcåra erläutert
  4. Mūlamadhyamakakārikā(Fundamentale Verse über den mittleren Weg).

Fünf Abhandlungen von Maitreya

Nach der tibetischen Tradition soll Asanga seine Fünf Abhandlungen von Maitreya[2] von demselbigen erhalten haben und diese kommentiert haben. Bezüglich der Identität von Maitreya gibt es unterschiedliche Auffasungen [3] zwischen den tibetischen und den chinesischen Schulen. Evtl. war es auch Asangas Lehrer Maitreya-nātha (ca. 270-350 CE), über den nicht viel bekannt ist.

  1. Der Schmuck der Klaren Erkenntnis (skt. Abhisamayālaṃkāra)
  2. Filigranschmuck für die Mahayana-Sutras (skt. Māhayānasūtrālaṃkāra)
  3. Das sublime Kontinuum (skt. Uttaratantra Śāstra)
  4. Unterscheidung von Dharma und Dharmata (skt. Dharma-dharmatā-vibhāga)
  5. Unterscheidung der Mitte von den Extremen (skt. Madhyāntavibhāga)

In der chinesischen Tradition sind die Werke von Maitreya zuallererst das große Yogåcåra-bhümi, das Mahåyåna-sütrålaμkåra und das Madhyånta-vibhåga. Zwei weitere, das Abhisamayålaμkåra und das Dharma-dharmatå-vibhåga, gibt es im chinesischen Kanon nicht. Das fünfte Werk, das Ratna-gotra-vibhåga hat im Kanon keinen Author, aber Fa-tsang berichtet, daß es von Såramati stammt.

Das Yogåcåra-bhümi, ein umfangreiches Werk mit 17 Abschnitten, gibt es auch im tibetischen Kanon, wo es eher Asanga als Maitreya zugeschrieben wird, allerdings basierend auf Maitreya’s Lehren[4].

Literatur

Referenzen

Weblinks