Mahanirvana-Tantra

Aus Spiritwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Mahanirvana-Tantra ist ein nicht-duales hinduistisches Tantra, das von Arthur Avalon in die englische Sprache übersetzt wurde. Danach ist das Tantra - Shastra eine Entwicklung des Vaidika Karmakanda. Shiva sagt darin  : "Zum Wohle der Menschen des Kali - Yugas, die beraubt sind von Energie und in ihrer Existenz abhängig von Nahrung sind, wurde die Kaula - Lehre gegeben, o Glücklicher!" (Kap. IX., Vers 12). Der als Gespräch zwischen Shiva und Parvati gehaltene Text enthält eine Menge von längeren Mantras für die Praxis.

Vorwort aus der Ausgabe von John Woodroffe

Bestandteile des Tantra sind Ritual, Yoga und Sadhana aller Arten, da auch die allgemeinen Prinzipien, von denen diese Praktiken stammen, nur deren objektiver Ausdruck sind.

Das Tantra-System ist am wenigsten bekannt und verstanden, ein Umstand der mit der schwierigen Materie zu tun hat und mit der verschlüsselten Terminologie der Eingeweihten.

Die Tantrikas bewundern das Tantra wegen seiner edlen Darstellung der Verehrung des höchsten Brahman und glauben, dass einige Passagen das orthodoxe Ritual vollständig ablehnen, das ist aber völlig falsch.

Nicht kann falscher sein als ein solcher Glaube trotz der Tatsache, dass für den der Vertrauen in die Wurzel hat, welchen Nutzen sollen da die Zweige und Äste haben.

Das wird jeder entdecken, der den Text liest. Es ist wahr dass, wie Kapitel VII Vers 94 sagt: "Im gereinigten Herzen wächst das Wissen des Brahman" und Brahmajnane samutpanne krityakrityang na vidyate. Aber die Erklärung geht von der Verwirklichung des Brahmajnane aus, und das, sagt das Shastra, kann nicht durch vedantische Diskussionen noch durch Gebete erlangt werden nach der Art der protestantischen Systeme der christlichen Verehrung, sondern durch die Sadhana, die sein Hauptgegenstand ist.

Ich habe mich auf die protestantischen Systeme bezogen, denn die katholische Kirche besitzt ein ausgeklügeltes Ritual und eine eigene spirituelle Disziplin, die in vielen Punkten auffallend analog dem Hindu-System ist. Der Abschnitt der Tantrikas, auf den ich mich bezogen habe, glaube ich, ist auch im Irrtum.

Für die Gestaltung dieses Tantra scheint es zu sein, dass während es die allgemein anerkannten tantrischen Prinzipien erhält, es sicher ist, wie schon oft vorher, sie nicht missbraucht werden.

Parvati sagt im Kapitel I Vers 67 : "Ich fürchte, 0 Gott, dass selbst das, was du bereitet hast für das Wohl der Menschen, wird sich durch sie erweisen für das Böse."( Hitaya yane, karmani kathitani tvaya prabho Manyetani mahadeva viparitani manave.)

Es ist bezeichnend im Zusammenhang mit diesen Beobachtungen zu sehen, dass dieses besondere Tantra als Thema des Kommentars von Shrimad Hariharananda Bharati ausgewählt wurde, dem Guru des berühmten Hindu "Reformer" Raja Ram Mohun Roy.

Veröffentlichung

The Tantra has been assigned to the group of sixty-four known as those of the Rathakranta[1].
It was first published by the Adi-Brahma-Samaja in 1798 Shakabda (A.D. 1876), and was printed in Bengali characters, with the notes of the Kulavadhuta Shrimad Hariharananda Bharati under the editorship of Anandachandra Vidyavagisha. The preface to this edition stated that three MSS. were consulted; one belonging to the library of the Samaja; the second supplied by Durgadasa Chandhuri, and the third taken from the library of Raja Ram Mohun Roy. This text appears to be the basis of subsequent publications.

It was again printed in 1888 by Shri Krishna Gopala Bhakta, since when there have been several editions with Bengali translations, including that of Shri Prasanna Kumara Shastri. The late Pandit Jivananda Vidyasagara published an edition in Devanagari character, with the notes of Hariharananda; and the Venkateshvara Press at Bombay have issued another in similar character with a Hindi translation.

The translation published is that of the first part only. It is commonly thought (and was so stated by the author of the Calcutta edition in English to which I have referred) that the second portion is lost. This is, however, not so, though copies of the complete Tantra are rare enough. The full text exists in manuscript, and I hope at a later date to have an opportunity of publishing a translation of it. I came across a complete manuscript some two years ago in the possession of a Nepalese Pandit.

He would, however, only permit me to make a copy of his manuscript on the condition that the Shatkarmma Mantras were not published. For, as he said, virtue not being a condition precedent for the acquisition of siddhi in such Mantras, their publication might enable the evilly disposed to work harm against others, a crime which, he added, was, in his own country, where the Tantra was current, punishable by the civil power. I was unable to persuade him even with the observation that the mere publication of the Mantra without knowledge of what is called the prayoga (which cannot be learned of books) would in any case be ineffectual.

There are some to whom the Tantra, though they may not have read a line of it, is "nothing but black magic," and all its followers are "black magicians." This is of course absurd. In this connection I cannot avoid interposing the observation that certain practices are described in Tantra which, though they are alleged to have the results described therein, yet exist "for delusion."

The true attitude of the higher Tantrika is illustrated by the action of the Pandit who, if he disappointed my expectations, at any rate by his refusal afforded an answer to these too general allegations.

Inhaltsübersicht der Ausgabe von 1913

  • Einführung und Vorwort
  • Kapitel 1 - Fragen bezüglich der Befreiung der Wesen
  • Kapitel 2 - Einführung in die Verehrung des Brahman
  • Kapitel 3 - Beschreibung der Verehrung des höchsten Brahman
  • Kapitel 4 - Einführung in die Verehrung des höchsten Prakriti
  • Kapitel 5 - Die Bildung der Mantras, Platzierung des Jar und Reinigung der Elemente der Anbetung[2]
  • Kapitel 6 - Platzierung des Shri-patra, Homa, Formation des Chakra und andere Rituale
  • Kapitel 7 - Lobgesänge (Stotra), Amulette (Kavacha) und die Beschreibung des Kula - tattva
  • Kapitel 8 - Der Dharmma und die Regeln der Kasten und der Ashramas
  • Kapitel 9 - Die 10 Arten von Reinigungsriten (Sangskara)
  • Kapitel 10 - Riten bezüglich des Vriddhi Shraddha, Begräbnisriten und Purnabhisheka
  • Kapitel 11 - Das Konto der Sühneriten
  • Kapitel 12 - Ein Konto des ewigen und unveränderlichen Dharma
  • Kapitel 13 - Die Installation des Devata
  • Kapitel 14 - Die Weihe des Shiva-Linga und Beschreibung der vier Klassen von Avadhutas

Literatur

  • A prose english Translation of Mahanirvana Tantra, by Manmatha Nath Dutt, Calcutta : H.C. Dass, 1900.

Referenzen

Weblinks