Sikhismus

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Die Sikh-Religion ist eine im 15. Jahrhundert entstandene monotheistische Religion, die auf den Wanderprediger Guru Nanak zurückgeht. Die religiöse Philosophie und die Werteordnung leiten sich grossenteils aus dem Guru Grant Sahib ab[1] ab.

Das Sikh Rahit Maryada (auch : Sikh Rahit Marayada und Sikh Reht Maryada)[2][3] ist ein 1925 durch den Gurdwaras Act festgelegter Leitfaden für den Sikhismus, der definiert wer ein Sikh ist.

Gurduara Sahib

Gurus

SikhiKhanda

Der Sikhismus kennt inklusive Guru Nanak 10 Gurus. Nach Guru Gobind Râi Singh ist das Buch Sri Guru Granth Sahib der Guru.

  • Guru Nânak Dev: 1469-1539
  • Guru Angad Dev: 1539-1552
  • Guru Amar Dâs: 1552-1574
  • Guru Râm Dâs Sodhi: 1574-1581
  • Guru Arjun Mal: 1581-1606
  • Guru Hargobind: 1606-1644
  • Guru Har Râi: 1644-1661
  • Guru Hari Krishan: 1661-1664
  • Guru Tegh Bahâdur: 1664-1675
  • Guru Gobind Râi Singh: 1675-1708

Guru Grant Sahib

Die Heilige Schrift der Sikhs ist das Sri Guru Granth Sahib. Es handelt über ein Leben der Wahrheit, Respekt für andere und hohe moralische Standards. Der Sikhismus respektiert auch die Frauen. „Sein Licht scheint unter all den Frauen und Männern." - Guru Granth Sahib S.223 Shabad 706

Das Guru Grant Sahib wurde vom 5ten Sikh Guru Arjan zusammengetragen. Es beginnt mit dem „Mul Mantar“ , dem Wurzel Mantra Ek Ong Kaar, Sat Nam, Karta Purkh, Nirbhao, Nirvair, Akal Murat, Ajuni Saibhang, Gurprasaad. Jap. Aad Sach, Jugaad Sach, Haibhi Sach, Nanak Hosi Bhisach.. Das Naam und das Mul Mantar oder Teile davon werden zum Simran bzw. zur Japa-Meditation verwendet.

Das Werk beginnt mit einem Japji sahib[4], dem Mool Mantar, einem eröffnenden Vers(Salok), einem Satz von 38 Hymnen(Pauris) und einem abschliessenden Vers. Die Verse(Gurbani) sind in einer poetischen und bildhaften Sprache verfasst und befassen sich nicht mit einer speziellen Religion.

Jeder Mensch ist im Sikhismus ungeachtet seiner Herkunft und Religion eingeladen, an den Gottesdiensten und Veranstaltungen teilzunehmen. Tabak (Zigaretten/Pfeife), Alkohol oder Drogen sind allerdings ausdrücklich untersagt[5].

„Zu Anbeginn schuf Allah, der Schöpfer, das Licht und dann alle sterblichen Wesen. Aus dem einen göttlichen Lichte, der Weltseele, entwickelte sich alles. Wen sollen wir da gut und schlecht nennen?“ – Guru Granth Sahib, S. 1349, Kabir

Der heutige Sikhismus kennt keine offiziellen Gurus mehr. Der Guru ist das Adi Granth.

Waheguru

Vahiguru ist für die Sikhs das Gurmantra[6] (vom Guru empfangene Anrufungsformel) oder naam[7] für die Wiederholung (leise oder laut, mit oder ohne Rosenkranz) und Meditation auf die höchste Wirklichkeit.
Zur Zeit von Guru Arjan bürgerte sich die Formulierung Vahiguru sich als Name Gottes ein.

  • Gayand : Savaiyya (XII. 17); "vahiguru gurmantra hai japi haumai khoi", "Vahiguru ist die Anrufung des Meisters" (Gott).

Andere Worte für Gott sind: ‘Satnaam’ oder ‘Satnam’ (Bedeutung : Wahrer Name) sowie ‘OnKar’, ‘Nir-vair’, ‘Akaal-moorat’, Gobind, Hari, Ram, Pritam, usw.

Glaube

  • Neben Simran das Sewa (Selbstloser Dienst)
  • 3 Kissen : Naam Japo (Sing-Meditation); Kirat Karo (Selbstverwirklichung); Vand Chhako (Leben in der Gemeinschaft)
  • 5 Diebe : Kaam (Lust), Krodh (Zorn), Lobh (Gier), Moh (Verfestigung,Verhaftung), Hankaar (Ego, Stolz)
  • 5 zu entwickelnde Tugenden : Sat (Wahrheit), Santokh (Zufriedenheit), Daya (Mitgefühl), Nimrata (Demut), Pyaar (Liebe zum Guru)
  • 5 Khands (Panj Khand)[8] oder Stufen bis zur höchsten Ebene

Lebensstil

Es ist die Pflicht aller Sikhs, sich in persönlicher und gemeinschaftlicher Meditation(Naam Japna), Kirtan und dem Studium der Heiligen Schrift zu engagieren. Meditieren und das Verständnis des Guru Granth Sahib ist wichtig für die richtige Entwicklung. Ein Sikh muss Gurmukhi studieren und in der Lage sein, Gurbani zu lesen und die Bedeutung des Textes zu verstehen. Übersetzungen und andere Materialien finden Verwendung, allerdings nicht als primäre Texte. Die Sikh muss bei allem Dingen und Fragen auf das Guru Granth Sahib zurückgreifen - von der Geburt bis zum Tod.

Nach dem Pfad des Gurus zu leben(Kirat Karni) und die von den Gurus vorgeschriebenen Grundsätze zu leben und zu fördern bedeutet

  • Glaube an einen Gott
  • Gleichheit aller Menschen
  • Respekt vor Allem, unabhängig von Geschlecht, Alter, Stautus, Farbe , Kaste usw.
  • Selbstkontrolle : Ertötung der fünf Übel ; keine Rituale oder Aberglauben, kein Glücksspiel, Tabak, Alkohol, Rauschdrogen usw.
  • Selbstverbesserung - Förderung der fünf Tugenden
  • Pflege eines eindeutigen äusseren Bildes - 5 Ks und Bana
  • Seva - kostenloser Freiwilligendienst innerhalb der Gemeinschaft und Spenden sowie Unterstützung der Schwachen

Literatur

Referenzen

Weblinks