Coelum philosophorum

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Titelblatt der Ulstadt Ausgabe

Unter dem Titel Coelum philosophorum kursieren einmal ein kurzer Text von Paracelsus als Beilage zum Turba Philosophorum und das Werk von Philipp Ulsted (Ulstadt).

Der aus Nürnberg stammende und zu Anfang des sechzehnten Jahrhunderts in Fribourg als Arzt und Dozent an der dortigen Akademie tätige Ulstadt sah sich als Bewahrer und Erneuerer alter alchemistischer Traditionen, die er in seiner oftmals aufgelegten Anleitung zur Destillation vorstellt. Er behandelt dabei in 56 Kapiteln auch Themen wie das 'Aurum Potabile' und das 'Aqua vitae'.

Die oft blattgroßen Textholzschnitte zeigen verschiedene Destillieröfen und Retorten und lehnen sich an Brunschwig und die bei Grüninger erschienen Folioausgaben des Gebers an.

Das Coelum philosophorum enthält kleinere Auszüge aus Texten von Arnald of Villanova, Ramon Llull, Albertus Magnus und John of Rupescissa. Ulstadt war von Rupescissas Lehre der fünften Essenz(Quintessenz) beeinflusst, die er aber nur als weniger korrumpierbar als die übrigen vier Elemente hielt, und er arbeitete an deren Verwendung in der Medizin.

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