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Aggivacchagotta Sutta

Aus Spiritwiki

Das Aggivacchagotta Sutta ist im Majjhima Nikaya das 72. Sutta. Es enthält ein Gespräch zwischen dem Buddha und dem Wandermönch Vacchagotta im Jetavana über die Gefahren der spekulativen Ansichten u.a..

Gautama Buddha erläutert seine Ansichten über das Wesen der Existenz und erklärt Vacchagotta das Wesen des Nirvana anhand eines Gleichnisses. Ein fühlendes Wesen, das aus Skandha besteht und Nirvana erlangte, wird mit einem erloschenen Feuer verglichen.

Vacchagotta fragt den Buddha, ob er bestimmte Ansichten über das Ausmaß des Kosmos, die Beziehung zwischen Körper und Geist und die Natur einer Tathagata-Existenz nach dem Tod hat. Auf alle Fragen antwortet der Buddha lediglich, dass er solche Ansichten nicht hat. Vacchagotta ist verwirrt und fragt, warum er bezüglich seiner Fragen keine Position einnimmt.
Der Buddha erklärt daraufhin, dass jede Frage zu einem unlösbaren Dickicht von Ansichten führt, das bei Untersuchung zu Leiden und Leiden führen wird. Da eine solche Untersuchung nicht zu aufgeklärtem Verständnis und Nirvana führen kann, nehme er keine Stellung zu diesen Themen. Der Tathagata wird wegen wahrer Unterscheidung und Beendigung des Anhaftens frei.

Befreit von der Klassifikation der Form ist der Tathagata tief, grenzenlos und schwer zu ergründen, wie das Meer. 'Erneut erscheint' gilt nicht. 'Wird nicht erneut angezeigt' gilt nicht. 'Beide werden nicht wieder angezeigt' gilt nicht. "Weder erscheint wieder, noch erscheint er wieder", trifft nicht zu. "

Das Sutta schlussfolgert: "Jedes Feuer, das von einem Unterhalt von Gras und Holz abhängig ist, nicht ernährt wird - weil es diesen Unterhalt verbraucht hat und kein anderes angeboten wird - wird einfach als " aus "(ungebunden) eingestuft.

  • Das Sutta enthält auch eine Liste von zehn unbeantworteten Fragen zu bestimmten Ansichten (ditthi):
  1. Die Welt ist ewig.
  2. Die Welt ist nicht ewig.
  3. Die Welt ist (räumlich) unendlich.
  4. Die Welt ist nicht (räumlich) unendlich.
  5. Das von einer Lebenskraft durchdrungene Wesen ist identisch mit dem Körper.
  6. Das von einer Lebenskraft durchdrungene Wesen ist nicht identisch mit dem Körper.
  7. Der Tathagata existiert nach dem Tod.
  8. Der Tathagata existiert nach dem Tod nicht.
  9. Der Tathagata existiert und existiert nicht nach dem Tod.
  10. Der Tathagata existiert weder noch existiert er nicht nach dem Tod.

Literatur

Siehe auch