Thesaurus Hieroglyphicorum

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Der Thesaurus Hieroglyphicorum e museo Ioannis Georgii Herwart ist ein 1610 in Augsburg erschienenes Werk des bayerischen Gelehrten Johann Georg Herwart von Hohenburg. Das Buch enthält eine große Sammlung von Bildern und Abbildungen von Hieroglyphen - Inschriften.

Der Author

Johann Georg Herwart wurde am 11.2.1553 in Augsburg geboren. Ab 1574 studierte er an der Universität Ingolstadt Rechtswissenschaften (1582 Dr. jur.). Ab 1577 hatte er verschiedene politische Ämter in Bayern inne:

  1. 1577-1583,
  2. 1585 bayerischer Hofrat,
  3. 1583-85 Assessor am Reichskammergericht in Speyer für den bayerischen Reichskreis,
  4. 1587-1590 und
  5. 1597-1622 Landschaftskanzler der bayerischen Landstände,
  6. 1590-1597 Oberstkanzler der bayerischen Beamtenschaft.

Von 1592-1622 war er außerdem Pfleger in Schwaben. Er starb am 15.1.1622 in Aufhausen. Neben seiner umfangreichen politischen Tätigkeit erwarb er sich in seinen Mußestunden einen sehr geschätzten Namen als Philologe, Mathematiker und Astronom. Er stand mit zahlreichen Gelehrten im Gedankenaustausch und Briefwechsel u. a. mit Johann Kepler, dessen Aufstieg er gefördert hat.

In ihrem Briefwechsel von 1597-1611 werden sowohl mathematische als auch astronomische Probleme behandelt (30 Briefe von Kepler, 64 von Herwart). Er erstellte Kataloge der griechischen Handschriften der Hofbibliotheken in Heidelberg (1590) und München (1602).

Außerdem befasste er sich mit ägyptischer Religionsgeschichte und Mythologie, wovon das ausgestellte Werk mit Hieroglyphen verzierter Obelisken zeugt. In der von Johann Jacob Bauer herausgegebenen Bibliographie "Bibliotheca librorum rariorum universalis oder vollständiges Verzeichniß rarer Bücher..." wird der Thesaurus hieroglyphicorum als "Liber rarus" bezeichnet (Suppl.2.1774,S.140)..[1]


Literatur

Referenzen

Weblinks