Zhuangzi

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Der Meister Buntgescheckt von Südungefähr kommentierte einen knorrigen, also nicht als Bauholz verwendbaren Baum: 'Dieser Baum ist wahrlich wertlos, und deshalb konnte er so gross werden. Ah - der vergeistigte Mensch ist ebenso wertlos wie dieser Baum'[1].

Zhuangzi-Schmetterlingstraum

Einst träumte Zhuangzi, er sei ein Schmetterling, der umherflatterte. Er hatte Freude an sich, und er paßte zu seinen Regungen. Dabei erkannte er nicht, daß er Zhuangzi war. Plötzlich wurde er wach - da war er ganz eindeutig nur Zhuangzi. Nun weiß man nicht, war es Zhuangzi, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder war es ein Schmetterling, der träumte, er sei Zhuangzi geworden.

Das Zhuangzi ist zusammen mit dem Laozi bzw. Daodejing (Taoteking) eines der beiden Grundtexte des philosophischen Daoismusses und gegenüber letzterem komplizierter und umfangreicher.

Der ursprüngliche Meister Zhuang hat nicht das gesamte Zhuangzi verfasst. Das Werk enthält eine Menge Textmaterial aus der Feder verschiedener Verfasser.

Das heutige Werk Zhuangzi

Die überlieferte Version des Zhuangzi stammt wohl vom Neo-Daoisten Guo Xiang (gest. 312), der das Textmaterial ausgehend von den Vorarbeiten anderer wie z. B. Xiang Xiu, gesichtet und vieles ausgesondert und einiges hinzugefügt hat.

Zhuangzi - Buch

Der resultierende dreiteilige Text hat 33 Kapitel :

  • 1. Die inneren Kapitel(1 – 7)

Diese sieben inneren Kapitel stellen den Kern des Zhuangzi dar.

  • 2. Die äußeren Kapitel (8 – 22)

Hier sind Kap. 17 und Kapitel 19 von besonderer Bedeutung für das Verständnis des Zhuangzi.

  • 3. Die vermischten Kapitel (23 – 33)

Hier lässt sich deutlich erkennen daß mehrere Schreiber am Werke waren.
Guo Xiang hat sowohl das Werk in der heutigen Form zusammengestellt als auch überarbeitet und kommentiert.

Literatur

Referenzen

Weblinks