Visuddhi-Magga

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Das Visuddhi-Magga (Weg der Reinheit bzw. Reinigung) ist ein Buch mit drei Kapiteln , welches ca. 430 CE in Sri Lanka vom Mönch Buddhaghosa verfasst wurde, in dem der Theravada - Buddhismus erstmals systematisch dargestellt wurde[1]. Es nimmt die sieben Reinigungen (satta visuddhi) als Schema, die der Buddha im Rathavinīta Sutta lehrte (MI, 145).

  1. Sila (Tugend) – eine Darstellung der buddhistischen Ethik
  2. Samādhi (Sammlung) – enthält Beschreibungen von mehr als 40 Meditationsobjekten
  3. Pañña (Pali) bzw. Prajña (Skt.) (Weisheit) – eine Erläuterung des Abhidhamma-Pitaka ; 40 Objekte der Meditation (bhāvanā)

Der Text beinhaltet auch nichtkanonische Anweisungen zur Meditation wie Wege zum Schutz des Geistes(nimitta), die auf spätere Entwicklungen der Theravada-Meditation Verweisen. Sie verneinen aber die Notwendigkeit von Jhana und führen so nicht notwendigerweise zum Nirvana[2]. Buddhaghosa sagte selbst, er hoffe, dass das Verdienst, das er durch das Schreiben des Vishuddhimagga erlangt habe, es ihm ermöglichen werde, im Himmel wiedergeboren zu werden und dort zu bleiben, bis Metteyya, er dessen Lehre hört und dann die Erleuchtung erlangt.

Literatur

  • Bronkhorst (1993), Two Traditions of Meditation in ancient India; Wynne (2007), The Origin of Buddhist Meditation

Referenzen

Weblinks