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Vajrayana-Techniken

Aus Spiritwiki

Die Praktiken des tibetischen Tantra wurden aus Kashmir (Guruyoga) und Indien und aus dem Mahayana übernommen, und das Vajrayana formulierte eigene Sadhanas und Rituale, auch im Rahmen des Anuttarayoga-Tantra und des Atiyoga. Die Übernahme von Techniken fand allerdings auch im Theravada wie bei den Jhana - Meditationen statt.

Weitere Beispiele sind das Mahamudra und der Tara - Kult, aber auch Gottheiten wie Hayagriva und Kurukulla.

Im Vajrayana wird allgemein zuerst gewöhnliches Mahayana praktiziert, d.h. die sechs Vollkommenheiten des Bodhisattva, bevor man Tantra praktiziert.

Die Prajñapāramitā - Sūtras und eine große Anzahl anderer Mahāyāna-Texte zählen diese sechs Vollkommenheiten auf:

  1. Dāna pāramitā : Großzügigkeit, Selbsthingabe
  2. Śīla pāramitā : Tugend, Moral, Disziplin, Eigenständigkeit
  3. Kṣānti pāramitā : Geduld, Toleranz, Nachsicht, Akzeptanz, Ausdauer
  4. Vīrya pāramitā : Energie, Fleiß, Kraft, Anstrengung
  5. Dhyāna pāramitā : einseitige Konzentration, Kontemplation
  6. Prajñā pāramitā : Weisheit, Einsicht

Um tantrisches Yoga zu praktizieren, wird es zudem als notwendig angesehen, eine tantrische Initiation oder Ermächtigung (Skt. Abhiṣeka; Tib. Wang) von einem qualifizierten tantrischen Meister (Vajracarya, "Vajra-Meister") zu erhalten. Nach der Einweihung in eine tantrische Praxis erhält man bestimmte tantrische Zusagen oder Gelübde, die Samaya genannt werden. Diese müssen aufbewahrt werden, damit die Praxis effektiv ist. Hier werden 4 Einweihungsstufen unterschieden.

Nach Jamgön Kongtrül hat das Tantra Zugang zu einer Fülle von "geschickten Methoden in den drei Trainings und allen Erfahrungsbereichen".

Weblinks