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Utnapishtim

Aus Spiritwiki

Utnapischtim (Uta-napišti, Uta-napischti ; Ziusudra) ist der auserwählte Held in der ersten und elften Tafel der sumerisch-babylonischen Flut-Erzählung im Gilgamesch-Epos.

Der Name Uta-napišti beruht auf dem sumerischen Ziusudra und bedeutet „Ich habe mein Leben gefunden“. Er wird auch „Überaus Weiser, Sohn des Ubar-Tutu“ genannt.

Die Sage

Uta-napišti (mesopotamisch Ziusudra) wird vom Gott Enki (Ea) beauftragt, seine weltlichen Besitztümer aufzugeben und ein riesiges Schiff zu erschaffen, das als Bewahrer des Lebens bezeichnet wird. Der 'Leben von langen Tagen' bzw. 'Bewahrer des Lebens' bestand aus massivem Holz, damit die Strahlen von Schamasch nicht hereinscheinen. Es war von gleicher Länge und Breite. Das Design des Schiffes wurde angeblich von Enki auf den Boden gezeichnet, und der Rahmen der Arche, der in fünf Tagen hergestellt wurde, hatte eine Länge, Breite und Höhe von 200 Fuß und eine Grundfläche von einem Morgen. Das Archeninnere hatte sieben Stockwerke, wobei jedes Stockwerk in neun Abschnitte unterteilt war und die Arche am siebten Tag vollständig fertiggestellt war. Der Eingang zum Schiff war versiegelt, sobald alle an Bord des Schiffes waren.

Uta-napišti wurde auch beauftragt, seine Frau, seine Familie und seine Verwandten zusammen mit den Handwerkern seines Dorfes, Tierbabys und Getreide mitzubringen. Die Flut würde alle Tiere und Menschen auslöschen, die nicht auf dem Schiff sind, ein Konzept, das später in der biblischen Geschichte der Arche Noah zu sehen ist. Nach zwölf Tagen auf dem Wasser öffnete Utnapishtim die Luke seines Schiffes, um sich umzusehen, und sah die Hänge des Berges Nisir, wo er sein Schiff sieben Tage lang ausruhte.
Am siebten Tag sandte er eine Taube aus, um zu sehen, ob das Wasser zurückgegangen war, und die Taube konnte nichts als Wasser finden und kehrte zurück. Dann sandte er eine Schwalbe aus, und wie zuvor kehrte auch diese zurück. Schließlich sandte Utnapishtim einen Raben aus, und der Rabe sah, dass das Wasser zurückgegangen war, so dass er umkreiste aber nicht zurückkehrte.
Utnapishtim ließ dann alle Tiere frei und opferte den Göttern. Die Götter kamen, und weil er den Samen des Menschen bewahrt hatte, während er seinen Göttern treu blieb und ihnen vertraute, erhielten Utnapishtim und seine Frau Unsterblichkeit sowie einen Platz unter den himmlischen Göttern. Enki (Ea) behauptet auch, er habe "Atrahasis" nicht von der Flut erzählt, sondern ihm nur einen Traum erscheinen lassen, eine Behauptung, die der früheren Erzählung des Gedichts widerspricht.

Nach der Großen Flut gelangte Uta-napišti mit seiner Frau auf Beschluss des Götterrates auf eine Insel „in der Ferne“, weshalb er auch in der ersten Tafel des Gilgamesch-Epos mit der Bezeichnung „Uta-napišti, der Ferne“ auftaucht. "'Ein Menschenkind war zuvor Utnapištim; uns Göttern gleiche fortan Utnapištim und sein Weib!" Sie sollten fern an der Ströme Mündung wohnen.

  • Eine Sintflutsage befindet sich auch der in Bibel( Noah) und in einigen anderen Kulturen. Hier ist sie eine Allegorie der Stufen 7 und 8 des universellen Pfades ('Pranayama').
  • Dass es sich nicht um eine gewöhnliche Flut handelt, lässt sich aus "Vor dieser Sintflut erschraken die Götter, Sie entwichen hinauf zum Himmel des Anu" schliessen.

Literatur

  • The epic of Gilgamesh : the Babylonian epic poem and other texts in Akkadian and Sumerian, George, A. R; Rogers D. Spotswood Collection. TxSaTAM 2003
  • Tafel 11 : The story of the flood, Translated by Maureen Gallery Kovacs, electronic Edition by Wolf Carnahan, 1998

Weblinks

  • Wiki über Utnapishtim
  • Wiki über Ur-Sanabi, der göttliche Fährmann des Uta-napišti, der im heiligen Zedernwald die Zedern von den Ästen befreit.