Tirumurai

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Das 12bändige Tirumurai (heilige Anordnung“) oder Panniru Thirumurai ist der literarische Kanon des tamilischen Shivaismus. Es teilt sich in zwölf Bücher, die ein sehr uneinheitliches Material beinhalten.

Die 12 Bände des Tirumurai sind zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert entstanden. Ihre Autoren werden als Dichterheilige (Nayanmar) verehrt.

Die Werke des Tirumurai gehören zur shivaitischen Bhakti-Literatur. Die Autoren des Tirumurai werden als Dichterheilige (Nayanmar) verehrt.

Das Tirumurai lehrt Yogapraktiken entsprechend dem achtfachen Pfad des Patanjali, Mantras und Tantras usw..

Band 10 Tirumantiram

Das Tirumantiram ist die früheste bekannte Darstellung der Shaiva Agamas in Tamil, das ca. im 8. Jahrhundert von Thirumular verfasst wurde. Es ist ein Schlüsseltext des tamilischen Shaiva Siddhanta. Der Band 10 besteht aus über dreitausend Versen, die sich mit verschiedenen Aspekten der Spiritualität, der Ethik und des Lobes von Shiva befassen, und man kann den Unterschied zwischen Vedanta und Siddhanta aus Tirumulars Interpretation der Mahavakyas erkennen.

Das Tirumantiram ist in neun Kapitel unterteilt, 9 Tantras (Tantirams)

  1. Philosophische Ansichten und göttliche Erfahrung, Unbeständigkeit des physischen Körpers, Liebe, Erziehung usw.
  2. Shivas Herrlichkeit, seine göttlichen Taten, Einstufung von Seelen usw.
  3. Yoga-Übungen nach dem achtfachen Weg von Patanjali.
  4. Mantra, Tantra usw.
  5. Verschiedene Zweige der Saiva-Religion; die vier Elemente von Shaiva Siddhanta.
  6. Shiva als Guru, der Gnade schenkt und die Verantwortung des Ergebenen.
  7. Shiva Linga, Shiva Anbetung, Selbstkontrolle.
  8. Die Stufen der Seelenerfahrung.
  9. Panchadsara manthiram, Shivas Tanz, Zustand von Samadhi usw.

Tirumular diskutiert die vier Schritte des spirituellen Fortschritts: Charya, Kriya, Yoga und Gnana, das Shaiva Siddhanta-Konzept von Pati, Pasu und Pasa, wobei Pati für Lord Shiva steht, Pasu für die Menschheit und Pasa für Maya (das Verlangen), Sadhana, Vedanta, dias upanishadische Tat tvam asi und andere vedantische Konzepte, die transzendentale Realität als Leere (Sunya) ohne jegliches Attribut und Tantrasastra (Shakti-Anbetung), Chakras, Zaubersprüche und deren Zubehör.

Literatur

Weblinks