Somananda

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Somananda (875–925 CE) war ein bekannter Lehrer im kashmirischen Shivaismus aus der Trayambaka(Durvasa) - Linie. Er lebte im kashmirischen Srinagar und war genau wie Bhatta Kallata ein Schüler von Vasugupta und hatte einen bekannten Sohn Utpaladeva, der u.a. auch einen Kommentar zum 'Sivadristi' schrieb.

Somanandas Linie

Somananda belebte die Pratyabhijña('spontane Wahrnehmung') - Schule wieder, die keine Upayas (Mittel) verwendet, und damit keine praktischen Übungen hat. Die einzige durchzuführende Handlung ist die Betrachtung darüber, wer man ist. Dieses Mittel wird auch als Anupaya[1] (Sanskrit für „ohne Mittel“) bezeichnet. [2]

Siva Drsti

Somananda leitete sich selbst von Durvasa ab. Er schrieb das 'Siva Drsti(Vision von Shiva), ein devotionales Gedicht mit sieben Kapiteln und vielen Bedeutungsebenen. [3]

Im siebenteiligen Śivadṛṣṭi beschreibt Somananda die ewige Natur Shivas und die Erschaffung des Universums. Er legt seine Theorie der Nichtunterscheidung dar, der Einheit von Subjekt und Objekt. Alles sei von der Natur des Bewusstseins (cid-rupa).
Er verneint den groben Realismus des Nyaya-Vaisesika, den subtilen Realismus des Samkhya und den Idealismus des Vedanta und auch das Vijnanavada(Yogacara) des Mahayana. Aus seiner Sicht ist das Universum nicht eine Erscheinung von Maya sondern des freien Willens(Svatantriya) Shivas, der Avidya erzeugt, und damit Shiva selbst.(: Was eigentlich kein Widerspruch ist, da die Prakriti durch die Einwirkung des Lichtes des Atman auf die Maya entsteht. Ohne das Licht gäbe es keine Schöpfung : Die Welt untersteht dem Atman, der die Maya in Schwingung versetzt)

Literatur

Referenzen

  1. http://www.koausa.org/Glimpses/Shaivism.html Anupaya
  2. Lakshmanjoo S. 130–131
  3. The Trika Saivism of Kashmir, Moti Lal Pandit, S. XI

Weblinks