Skylla

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Skylla (griech. Σκύλλα, auch Scylla oder Szylla) ist ein Meereshunger der griechischen Mythologie, dass u.a. mit dem Oberkörper einer jungen Frau und einem Unterleib dargestellt wurde, der aus sechs Hunden besteht.

Skylla

Scylla finde ihre erste Erwähnung in Homers Odyssee, wo Odysseus und seine Gefärten ihr und Charybdis auf ihren Reisen begegnen.

Laut John Tzetzes(On Lycophron 45) und Servius on Aeneid (Kommentar zur Aeneis III. 420) war Scylla eine wunderschöne Najade, die von Poseidon beansprucht wurde, aber die eifersüchtige Amphitrite verwandelte sie in ein Monster, indem sie das Wasser der Quelle vergiftete, wo Scylla baden würde.

Nach einem Götterstammbaum stammt Skylla von Phorkys und Hekate ab. Nach Ovid ist sie die Tochter der Nymphe Krataiis und wird von Glaukos umworben(Ovid Metamorphosen 13, 730-749 und 898-968 sowie 14, 51-74).

Eine ähnliche Geschichte findet sich bei Hyginus(Fabulae, 199), in der Scylla von Glaucus geliebt wurde. Glaucus selbst wurde aber von der Zauberin Circe geliebt. Während Scylla im Meer badete, goß die eifersüchtige Circe einen Trank in das Meerwasser, der Scylla in ein Monster mit vier Augen und sechs langen Hälsen mit grausigen Köpfen zu verwandelte, von denen jeder drei Reihen scharfer Zähne enthielt. Ihr Körper bestand aus 12 tentakelartigen Beinen und einem Katzenschwanz, während vier bis sechs Hundeköpfe ihre Taille beringten. In dieser Form griff sie die Schiffe passierender Matrosen an und griff mit jedem ihrer Köpfe nach einem der Besatzungen.

Scylla lebte auf einer Seite eines schmalen Wasserkanals gegenüber ihrem Gegenstück Charybdis. Die beiden Seiten der Meeresenge befanden sich innerhalb der Reichweite eines Pfeils, so dass Seeleute, die versuchten, Charybdis zu meiden, Scylla gefährlich nahe kamen und umgekehrt.

Scylla frisst alles, was lebt und in ihre Reichweite kommt. Sie ergreift mit ihren Fangarmen vor allem unvorsichtige Seefahrer, die ihr deshalb zu nahe kommen, weil sie Charybdis entgehen wollen. Als Odysseus durch die Enge fährt, frisst sie sechs seiner Gefährten(Odyssee, 12).

Charybdis

Charybdis half ihrem Vater Poseidon in seiner Fehde mit ihrem Onkel Zeus väterlicherseits. Sie half olcher ihm, Länder und Inseln im Wasser zu verschlingen. Zeus war wütend über das Land, das sie ihm gestohlen hatte, und nahm sie gefangen und kettete sie an den Meeresboden. Charybdis wurde dann von Zeus in eine scheußliche Blase eines Monsters verflucht, mit Flossen für Arme und Beine und einem unkontrollierbaren Durst nach dem Meer. Danach trank sie dreimal täglich das Wasser aus dem Meer, um den Durst zu löschen, wodurch Wirbel entstanden. Sie blieb auf einem Felsen stehen, und Scylla stellte sich ihr direkt auf einen anderen Felsen und machte dadurch eine Meerenge.

Sie saugt dreimal am Tag das Meerwasser ein, um es danach brüllend wieder auszustoßen. Schiffe, die in den Sog geraten, sind verloren, und nicht einmal der Meeresgott Poseidon vermag diese Schiffe zu retten. Auf den Rat von Kirke meidet Odysseus (Odyssee Buch XII) die Charybdis und gerät dabei aber unweigerlich so nahe an Skylla heran, dass sie sechs der Gefährten tötet und frisst.

Literatur

Weblinks