Simhanada

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nepalische Simhanada Statue mit mehreren Armen - auf einem Löwen reitend - beide mit verschiedenen Symbolen in den Händen

Simhanada - Avalokiteshvara (Tibetan: seng ge dra - chen re zi ; Brüllen des Löwen, allsehende Gottheit)

Die frühste Erwähnung dieser Form von Avalokiteshvara findet sich in der Girlande der Sadhanas, einem großen ikonografischen Kompendium, welches im elften Jahrhundert vom indischen Mönch Abhayakaragupta verfasst wurde.
Eine ungewöhnliche in Japan erhaltene chinesische Skulptur aus dem Jahre 1112 [1]zeigt Avalokiteshvara auf einem (weißen) Löwen sitzend. In den chinesischen Traditionen finden sich später verschiedene Formen von Guanyin, welche auf einer löwenähnlichen Kreatur reiten.

Darstellungen

Vor einem aufwendigen Palast[2] sitzt Simhanada auf einem Lotus auf dem Rücken eines weißen Löwen mit einer grünen Mähne, der wiederum auf einem größeren Lotus sitzt.
Sein Körper ist weiß. Er hat ein leicht lächelndes Gesicht, zwei Hände und drei friedvolle Augen.
Die rechte hand ragt über das Knie in der Mudra der Zufluchtgabe.
Die Handfläche der linken Hand wird unterstützt vom Sitz auf dem Mond und hält den Stengel eines roten Lotus, dessen Blütenblätter neben dem Ohr blühen; darüber ist das reinigende blaue Schwert der Weisheit.
Die linke Brusthälfte ist mit Haut eines Krishnasara - Hirsches bedeckt, umgeben von einer weißen Brahmanen-Schnur-Halskette und einem niedrigeren Gewand aus roter Seide.
Der Körper ist etwas dünn und gewandt; auf der linken Seite über einem roten Lotus mit acht Blütenblättern ist eine Schädelschale mit verschiedenen duftenden Blumen gefüllt; auf der rechten Seite ist ein Dreizack mit einer grünen Welle von einer weißen Schlange umschlungen.
Die linke [Hand] ist in der Geste des Besitzes eines duftenden Lotusses. (Nach Yarlungpa Sengge Gyaltsen, 13tes Jahrhundert).

Links oben auf dem Bild ist Buddha Nagaraja (König der Nagas) mit einem blauen Körper und einem weißen Gesicht. Der Kopf ist mit einem Baldachin aus sieben Schlangen kapuziert. Er hält die Hände in der Mudra, welche niedere Geburten verhindern soll. Zur Rechten ist der indische Arya Nagarjuna welcher eine Mönchsrobe trägt, ebenfalls mit Schlangen über dem Kopf geschmückt.

Vor dem Palast, im kühlen Reflexionsteich mit vielen wertvollen Objekten, sind die 8 großen Nagas : Vasuka, Karkota, Shankhapala, Ananta, Takshaka, Kulika, Padma und Mahapadma. Die mythischen mehrfarbigen Kreaturen der Tierwelt haben einen menschlichen Oberkörper und den Unterleib einer Schlange. In der Gegenwart von Simhanada falten sie die Hände.

Guanyin vom Brüllen des Löwen (Simhanada Avalokiteshvara)

Sadhana

Simhanada Avalokiteshvara gehört zur Kriya - Tantra - Klassifikation und entstammt dem Simahanada - Tantra und dem Text der Arya Avalokiteshvara Dharani. Seine Hauptaktivität ist es Krankheit zu beseitigen und insbesondere durch Schlangen(Nagas) verursachte Krankheiten.

Ein Mantra ist Om ah hrih singhanata hum Phat. Dieses Mantra ist der Dröhnende Ton von Chenrezigs Löwen. Es entstammt nach Kyabje Lama Zopa Rinpoche dem 'Tantra des Chenrezig Lotus mit Tra wa'.

Die Praxis von Simhanada wurde von Jowo Atisha und Mal Lotsawa in Tibet verbreitet.

Er gehört zur Linie von : Vajradhara, Simhanada, Candragomin, Shridhara, Naropa, die Phamting Brüder, Asthulya Vajra, Manju Ling Thugje Chenpo, Mal Lotsawa, Sachen Kunga Nyingpo (1092-1158), usw. (nach : Jeff Watt, 6-98)

Literatur

Referenzen

  1. //www.metmuseum.org/toah/works-of-art/2000.270
  2. //imageserver.himalayanart.org/fif=fpx/519.fpx&obj=uv,1.0&page=image.html&rect=0,0,1,1&hei=400

Weblinks