Shugendo

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Das alte japanische Shugendō ('do' im Vergleich zu Dao : Weg des Trainings von Wunderkräften) ist eine synkretistische Religion. Die Anhänger des Shugendō wurden Shugenja (Shugen-Person) oder Yamabushi (Bergkrieger) - im Vergleich zu Bushi und Bushidō - genannt oder auch yama no hijiri (Heilige Männer der Berge), genja (Männer der Kraft) oder gyōja (Asketiker).

Die religiöse Praxis (shugyō) bestand u.a. in magischen Ritualen und Askeseübungen. Ziel war das sokushin-jōbutsu (Buddha-Werden in diesem Leben) sowie das Erlangen übernatürlicher Fähigkeiten, die sie aber zum Wohl der Bevölkerung einsetzten.

Die Hauptübungsort des Shugendō sind die Berge Ōmine und Kumano im Kii-Gebirge und das Dewa-Gebirge. Daneben gibt es weitere heiliger Berge wie der Kimpu-san im Yoshino-Gebirge, der Fujisan und der Ontake-san in Nagano.

FudoMyoo

Verbreitung

Die erste Periode erstreckt sich bis zum Ende der Heian-Zeit, bevor die beiden Schulen von Tansania und Tōzanha gebildet wurden.
Die zweite Verbreitungsperiode begann ca. 1613, als die Verordnung für Shugendō erlassen wurde, und sich Honzanha und Tōzanha bildeten, und eine gewaltsame Trennung von Shinto (mit seiner Verehrung japanischer Gottheiten (kami)) und Buddhismus erfolgte.
In der Meiji-Zeit erfolgte ein Verbot des Shugendō, und die Praktiker liessen sich entweder das Haar wachsen ud wurden Shinto - Priester(shinshoku) oder sie traten dem Tendai oder dem Shingon bei, sofern sie nicht in das normale Leben zurückkehrten.
Die bedeutendsten Gruppen waren der Mitte des 19ten Jahrhunderts Honzan-ha mit Nähe zum Tendai und Tōzan-ha mit Nähe zum Shingon - Buddhismus, die sich auf En no Ozunu als Gründer beriefen.[1]
Die vierte Periode der Verbreitung begann 1945 mit der Religiöse Gemeinschaften Verordnung(Shūkyō Hojin rei). Mitglieder des früheren Honzan-ha bildeten damals die Gruppe Honzan Shugen-shū.

Lehre

Zu den verehrten Gottheiten zählen einmal die buddhistische Hauptgottheit Acala (bzw. Ācalanātha, Āryācalanātha, Ācala-vidyā-rāja oder Caṇḍamahāroṣaṇa; Búdòng Míngwáng; jap. Fudō Myōō), die im Buddhismus als Mantrakönig (Vidyārāja) angesehen wird und als Schützer der Lehre gilt.

Daneben werden u.a. die vier Mantrakönige(Myō-ō) und die Yashas, die Gohō, Kannon, Kongō Dōji und Daikoku verehrt. Aus dem Daoismus wurden die Gottheiten Nordstern, Konjin und Kōshin übernommen.

Literatur

  • Hartmut O. Rotermund: Die Yamabushi : Aspekte ihres Glaubens, Lebens und ihrer sozialen Funktion im japanischen Mittelalter. Cram, de Gruyter u. Co., Hamburg, 1968, ISBN 978-3-11-099236-6.
  • Bernard Faure, D. Max Moerman, Gaynor Sekimori, ed.: Shugendō: The History and Culture of a Japanese Religion. Cahiers d'Extrême-Asie, Vol. 18, 2012. ISBN 978-2-8553-9123-6.

Referenzen

Weblinks