Sarvastivada

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Das Sarvāstivāda (Sanskrit:sarvāstivāda; tib. thams cad yod par smra ba) ist ein dem Sthaviravada zugehöriger Zweig des frühen indischen Buddhismusses, der sich nach dem 3. Konzil von Pataliputta aufgrund von Meinungsverschiedenheiten u.a. über das Verständnis Abhidharma von der Schule der Vibhajjavada(Theravada) trennte.

Aus ihr gingen die Mahishasaka-, Vatsiputriya- und Kashyapiya - Schulen hervor.

Die Vaibhasika-Schule bildete den orthodoxen kasmirischen Zweig der Sarvastivada - Schule.

Die Gandhāra - Schule des Sarvāstivāda ist auch als Sautrāntika oder Mūla-sarvāstivāda bekannt. Die Sarvastivada-Schule ging mit der islamischen Eroberung Indiens unter.

Die tibetische Überlieferungslinie stammt aus der Unterschule Mula-Sarvastivada (gzhi thams-cad yod-par smra-ba).

Lehre

Die Schule des Sarvāstivāda verfügte über eine eigene, vom Pali-Kanon abweichende Sanskrit-Fassung der Lehrreden des Buddha (Sutra-Pitaka) sowie über eine eigene Sanskrit-Fassung des Abhidharma.

Ihre endgültige Form fand sie im 5. Jh. n. Chr. im Abhidharmakosha (Abhidharmakośa-bhāṣya[1], Schatzkammer des Abhidharma), das Vasubandhu zugeschrieben wird.

Dort ist zu lesen : 25c-d. Wer die Existenz der Dharmas der drei Zeiträume (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) bestätigt wird als ein Sarvastivadin angesehen.[2]

Vaibhāṣika-Sarvāstivāda

Der kashmirische Vaibhāṣika-Sarvāstivāda fusste abweichend auf der Methaphysik des Abhidharma.

Literatur

Referenzen

  1. https://www2.hf.uio.no/polyglotta/index.php?page=fulltext&vid=63&view=fulltext
  2. de La Vallée Poussin, Pruden: Abhidharma-kośa-bhāṣyām, Asian Humanities Press, 1988. S. 807

Weblinks