Samatha

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Shamatha (Sansk. Śamatha; pali samatha, ruhiges Verweilen; tib. gzhi gnas) ist eine buddhistische Meditationstechnik. Der buddhistische Pfad wird vereinfacht durch Moral(śīla), Konzentration (samadhi) und Weisheit (pañña) beschrieben.

Diese Meditationstechnik wird auf den historischen Buddha zurückgeführt. Mit dem Fortschritt der Meditationsentwicklung kamen Jhana(Vertiefung) und Vipassana auf. Das Samatha wird auch im Culasunnata - Sutta 121 erläutert.

In den Schriften des Mahayana wie dem Wolke von Juwelen - Sutra (Ārya Ratnamegha Sutra, Tib. 'phags-pa dkon-mchog sprin-gyi mdo) werden alle Meditationsarten entweder in śamatha oder vipaśyanā aufgeteilt. Es definiert śamatha als "einsgerichtetes Bewusstseins" und vipaśyanā als "Schauen in die Natur der Dinge[1]."

Meditierender Möch

Samatha Bhavana

Samatha-bhavana zielt auf die Beruhigung und Stabilisierung des Geistes(citta) und seiner Formationen(sankhara) sowie die Entwicklung von Konzentration. Eine mögliche Beruhigungstechnik dazu ist die Atemberuhigung (Pali: anapanasati).
Das Ziel ist die Etablierung der Achtsamkeit, wie sie in Verbindung mit Einblick (Pali: vipassanā; Sans.: vipaśyanā) - Praktiken verwendet wird und die Untersuchung der Natur des Gegenstandes mit dem Ergebnis von Weisheit (Pali: paññā, Sans- : Prajna), wie es dem Praktizierenden auch in der Dzogchen - Tradition begegnet.

Die Konzentrationsstufen sind die anfängliche- oder Zugangs-Konzentration(upacara samadhi) sowie fortgeschrittene Formen wie die Absorption im apana samadhi während der Versenkungstufen der Jhanas (pali; sankr. Dhyanas) bzw. die Konzentration von Moment zu Moment des khanika samadhi.

Theravada

Das Theravada zählt 40 Meditationsobjekte auf[2]. Achtsamkeit (sati) des Atmens (ānāpāna: ānāpānasati; Sansk. ānāpānasmṛti) ist die gebräuchlichste Samatha- Praxis.

Kasina

Das Wort Kasiṇa (Pali; Sanskrit: kṛtsna) bezieht sich auf eine Klasse von Visualisationsobjekten für die Meditation.

Im Pali - Tipitaka werden 10 kasiṇa erwähnt :

  1. Erde (paṭhavī kasiṇa),
  2. Wasser (āpo kasiṇa),
  3. Luft, Wind(vāyo kasiṇa),
  4. Feuer (tejo kasiṇa),
  5. blau, grün (nīla kasiṇa),
  6. gelb (pīta kasiṇa),
  7. rot (lohita kasiṇa),
  8. weiss (odāta kasiṇa),
  9. geschlossener Raum, Loch, Blende (ākāsa kasiṇa),
  10. helles Lucht (āloka kasiṇa).

Die 10 Kasina-Übungen sind ein äußerliches Verfahren zur Herbeiführung der Sammlung und der vier Vertiefungen [3].

Sie bestehen darin, daß man seine ungeteilte Aufmerksamkeit auf einen Gegenstand konzentriert, etwa auf eine bunte Scheibe (Blau-, Gelb-, Rot-, Weiß-Kasina), einen Fleck Erde (Erd-Kasina), einen Teich (Wasser-Kasina) u. ä., bis man schließlich einen geistigen Reflex sowohl bei offenen als auch bei geschlossenen Augen wahrnimmt, das sogenannte ,aufgefaßte Bild’ (uggaha-nimitta).

Indem man nun fortfährt, seine konzentrierte Achtsamkeit darauf gerichtet zu halten, entsteht ein klares Gegenbild (patibhāga-nimitta). Damit ist die angrenzende Sammlung (upacāra-samādhi) erreicht. Indem man seine volle Aufmerksamkeit weiter auf das geistige Objekt gerichtet hält, gelingt es schließlich alle Sinnentätigkeit auszuschalten. In diesem Zustand der ersten Vertiefung gibt es kein Sehen und Hören, keine körperlichen Eindrücke mehr.

Andere Techniken wie die Kontemplation der Aggregate führen zur Entwicklung von Vipassana.

Eine fortgeschrittene Technik ist auch shikantaza[4] oder Leerheitsmeditation des Zazen, wobei gar nichts gefolgt wird.

Literatur

Referenzen

Weblinks