Reines Land

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Reine Länder sind sog. himmlische Gebiete, die im Hinduismus als Götterlokas bekannt sind (Shivaloka,Brahmaloka, Krishnas Goloka bzw. Vaikuntha).

Ein buddhistisches reines Land (auch Buddhafeld; skt.: buddhakshetra; ) ist zumeist eine Region im Kraftbereich der Trikaya, in dem die Einflüsse von Maya entfallen. Der Begriff Reines Land entstammt dem chinesischen Buddhismus[1] , findet sich aber auch im tibetischen Bön und im Taoismus.

Reines Land: Vajrayogini - Mandala der Naropa Tradition

In bestimmten Mandalas symbolisiert das Zentrum des Mandala ein reines Land im Sinne des nirmanakaya. Das Dreieck ist die erste Urform, die Vajrayogini gehört zum Dharmakaya.

Die sog. Śuddhāvāsa (Pāli: Suddhāvāsa; Tib: gnas gtsang.ma) - Welten oder Reine Länder unterscheiden sich von den Form-Welten des Rūpadhātu darin, daß dort keine Wesen leben, die durch Verdienste oder meditative Anstrengungen Zugang erlangten, sondern nur solche Anāgāmins (Nicht-Wiederkehrer), die schon Arhatschaft erlangt hatten und Erleuchtung durch die Śuddhāvāsa - Welten erlangten, ohne in niederen Ebenen wiedergeboren zu werden.

Buddhaländer

Den einzelnen Buddhas werden verschiedene Reine Länder zugeordnet. Diese sind aber oft von mehreren Buddhas und Bodhisattvas bewohnt.

  1. Abhirati[2] (tib.: mngon par dga' ba), das reine Land des Buddha Vajrasattva Akshobhya
  2. Akanishta (tib.: 'og min)[3], u.a. das (höchste) reine Land des Buddha Vajradhara
  3. Bhaiṣajyaguruvaiḍūrya-prabhāsa, das Paradies des Bhaisajyaguru
  4. jam dpal zhing bkod, das reine Land des Manjushri
  5. Khechara (tib.: mkha' spyod)[4], das reine Land der Dakini Vajravarahi[5] bzw. der Vajrayogini
  6. khor ba yongs grol, das reine Land des Buddha Vairocana
  7. Glorreicher kupferfarbener Berg (tib.: zangs mdog dpal ri)[6], das reine Land des Padmasambhava
  8. Potala (tib.: pho brang ri bo gru 'dzin), das reine Land des Bodhisattva Avalokiteshvara. Der Potala in Lhasa wird als irdische Version des himmlischen Potala - Palastes angesehen[7]
  9. Srimat bzw. dpal dang ldan pa, das reine Land des Buddha Ratnasambhava (tib. rin lchen 'byung gnas)[8]
  10. las rab rdzogs pa'i zhing (völlig erfüllte Aktion), das reine Land des Buddha Amoghasiddhi
  11. Ratnaloka (tib.: lho phyogs lo ka'i khams rin po che'i snang ba), das südliche reine Land
  12. Shambala (tib.: bde 'byung ; sa. sukhāvatī; die Freudige), das Land der Könige von Shambala, das von Alice Bailey als Sitz der Weissen Bruderschaft angesehen wird
  13. Sukhavati (tib.: bde ba can; jap. Jōdo), das Land der Glückseligkeit, das reine Land des Buddha Amitabha[9][10]. Es soll noch über dem Berg Meru liegen.
  14. Tushita (Tib: dga' ldan; Jpn: Tosotsu-ten) , das reine Land des Buddha Maitreya, der vierthöchste Himmel der insgesamt sechs, welches aber noch zum Kāmaloka gehört[11]
  15. Yulo Kopa(tib. nach Wylie: g.yu lo bkod pa'i zhing), das reine Land der Bodhisattva Tara
  16. Dhagpa Khadro von Vajrayogini

Literatur

Referenzen

Weblinks