Pudgalavada

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Die Pudgalavāda waren eine von Vatsiputra (3. Jh. v. Chr.) gegründete buddhistische Schule, die sich von der orthodoxen Sthaviravāda - Schule um 280 BCE trennte.

Sie wich von der offiziellen Lehre ab, indem sie den Begriff der Person (Sanskrit: pudgala) als eine eigene Realität in die Lehre einzubringen versuchte.

Die Person war ihre Methode, um Karma, Wiedergeburt und Nirwana zu erklären. Die Person habe neben der Körperlichkeit als Ganzheit eine eigene und darüber hinaus gehende Existenz (Das Konzept des Trikaya ist eine ähnliche Abweichung.)

Weil diese These der Lehre vom Nicht-Selbst widersprach, wurde die Pudgalavāda von den anderen orthodoxen Schulen abgelehnt.

Die Schule entfaltete sie sich trotzdem zu großer Blüte und konnte sich bis ins 7. Jh. behaupten.
Aus der Hauptschule Vatsiputriya bildeten sich die Schulen Sammitiya, Dharmottariya, Bhadrayaniya und Sannagirika. Die Saṃmitīya - Schule war ihr prominentester und größter Vertreter und zu Beginn des 7. Jh. die größte buddhistische Schule in Indien.

Der Pudgalavada - Zweig erlosch mit dem Erstarken der brahmanischen Gegenmission(Shankara) und dem allmählichen Niedergang des Buddhismus in Indien.

Die Lehren der Pudgalavāda sind nur in wenigen chinesischen Texten sowie in einigen kritischen Stellungnahmen anderer Schulen erhalten.

Das Kathavatthu des Theravada Abhidhamma Pitaka kritisiert es scharf.

Weitere bekannte Kritiker waren Moggaliputta-Tissa und Vasubandhu.

Literatur

Weblinks