Prometheus

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Atlas Typhoeus und Prometheus

Prometheus (griech. Προμηθεύς Promētheús - der Vorausdenkende, der Vorbedenker) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie.

Prometheus war ein Bruder des Atlas und gehörte so den Titanen an. Bei der Titanomachie vermied er allerdings einen direkten Kampf mit den neuen Göttern und wurde daher nicht in den Tartarus verbannt.

Mythos

Nach der Prometheussage (Hesiod) greift er bei einem Tieropfer zu einer List, um Zeus zu täuschen. Er überlässt ihm nur die wertlosen Teile des Opfertiers und behält das genießbare Fleisch für die Menschen, da sie seine Schützlinge sind.
Zur Strafe dafür verweigert der erzürnte Zeus den Sterblichen den Besitz des Feuers. Darauf entwendet Prometheus den Göttern das Feuer und bringt es den Menschen. Deswegen wird er auf Befehl des Göttervaters gefesselt und in der Einöde des Kaukasusgebirges festgeschmiedet. Dort sucht ihn regelmäßig ein Adler auf und frisst von seiner Leber, die sich nachts stets erneuert.
Erst nach langer Zeit erlöst ihn Herakles von dieser Qual, der den Adler mit einem Pfeil erlegt. Schließlich wird Prometheus von Zeus begnadigt und erlangt so seine Freiheit zurück.

Herakles befreit Prometheus

In der ältesten Überlieferung bei Hesiod ist Prometheus ein listiger und hochmütiger Betrüger des Zeus, der zu Recht für seine Frevel bestraft wird[1]. Ein vorteilhaftes Bild des Titanen zeichnet allerdings die dem Dichter Aischylos zugeschriebene Tragödie 'Der gefesselte Prometheus', in der dieser als Wohltäter der Menschheit und Gegenspieler des tyrannischen Zeus gepriesen wird.

Literatur

  • Hesiod, Theogonie 507–616.
  • Hesiod, Werke und Tage 42–105.

Referenzen

  1. Philipp Theisohn: Prometheus. In: Mythenrezeption (= Der Neue Pauly. Supplemente, Bd. 5), Stuttgart 2008, S. 605–621, hier: 605–607.

Weblinks