Prajapati

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Prajapati Statue

Prajapati (Skt. prajāpatī : Herr der Geschöpfe) ist der androgyne Schöpfergott der der vedischen Mythologie, wo er im Shatapatha-Brahmana als das erste aller Wesen sowie als Herr der Geschöpfe gilt, aus dem die empirische Welt als Emanation hervorgeht.

Prajapatis Name taucht bereits im Rigveda auf, wo zahlreiche Hymnen seiner Anrufung gewidmet sind, daneben auch in den Brahmanas und den Upanishaden.

Prajapati wird im zehnten Buch des Rig-Veda eingeführt. Er soll in Form eines goldenen Eies entstanden sein[Dhavamony]. In der entsprechenden Erzählung schlüpfte er aus diesem Ei und schuf mit seinen ersten Atemzügen die Götter Agni, Indra und dann Soma (die heilige Pflanze).
Aus seinem nach unten gerichteten Atem erzeugte er die Asuras und schuf Dunkelheit. Die Tränen, die er mit seinen Händen wegwischte, schufen Luft, die Tränen, die in das Wasser fielen, wurden zu Erde und die Tränen, die nach oben gewischt wurden, wurden zum Himmel. Aus seinen ersten Wunden kamen die Jahreszeiten und andere Planeten, und dann schuf er alles andere (Coulter und Turner 388).

Prajapati schuf aus eigener Kraft unzählige Kinder, darunter auch Ushas, die Morgenröte. Er ist das männliche Weltprinzip, das sich mit Vac, der Göttin der Sprache und dem weiblichen Prinzip, vereinigt.

In seiner Rolle als Schöpfergott und kosmischer Architekt wird Prajapati auch oft Vishvakarman genannt.

Prajapatis Name taucht daneben in zahlreichen Mythen anderer vedischer und hinduistischer Götter und Gestalten wie Indra, Soma, Shiva, Garuda, Krishna und Manu auf.

Im Veda und im Sauptikaparvan des Mahabharata wird Rudra Pashupati genannt und ist Konkurrent des Schöpfergottes Prajapati.

In den Brahmanas wird der Stier mit Prajapati gleichgesetzt.

In den nachvedischen Literatur wird Prajapati oft mit Brahma gleichgesetzt.

Siehe auch

  • Prajapatis - die geistgeborenen Kinder von Brahma

Literatur

Weblinks