Prahlada

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Prahlada (Sanskrit प्रह्लाद prahlāda , Überschuss an Freude) bzw. auch Prahrada (प्रह्राद prahrāda) ist in den Puranas ein König der Daitya. Er ist ein Sohn des Dämonenkönigs Hiranyakashipu(Goldenes Gewand). Im Gegensatz zu seinem Vater ist Prahlada ein frommer Verehrer Vishnus, der ihn in Gestalt seines Mann-Löwen-Avatara Narasimha vor den Mordanschlägen seines Vaters rettet.

Purana

Nach dem Bhagavata Purana war Prahladas Mutter die Danava Kayadhu. Seine Brüder waren Samhlada, Anuhlada und Hlada, der mit Dhamani verheiratet wurde, die die zwei Söhne Ilvala(von ruhelosem Geist und Abwesenheit guter Qualitäten) and Vatapi(Tod, einer der sein ganzes Leben trinkt) hatte, die nach dem Mahabharata in der Stadt Manimathi lebten.

Ilvala und Vatapi

Ilvala wünschte sich einen Sohn, der so mächtig war wie Indra. Er lud einen Brahmanen zum Essen ein und bediente ihn mit Ehrfurcht und Hingabe Zum Ende der Mahlzeit bat er ihn um seinen Segen. Aber der Weise war schockiert und weigerte sich. Daher hatten sowohl Ilvala als auch Vatapi einen Groll gegen alle Brahmanen und hassten sie. Beide Asuras hatten magische Kräfte. Ilvala kannte das Mritasanjivani mantra, welches Tote zurückholen konnte, während Vatapi die Fähigkeit hatte, sich in eine beliebige lebensform zu verwandeln. Sie verwendeten die Fähigkeiten, um Leute auszuplündern und zu töten. dazu luden sie beispielsweise einen Brahmanen zum Essen ein. Vatapi verwandelte sich in eine Ziege, die gekocht und dem Brahmanen angeboten wurde. Nach dem Essen rief Ilvala seinen Bruder indem er Vatapi Athragacha(Vatapi komme heraus) rief, und dieser wandelte sich zurück und zerriss den Magen des Gastes.
Einmal wurde der Weise Agasthya('Bergwerfer') geladen, der aber die Absicht der Brüder kannte seinem Leben ein Ende zu setzen. Er aß die Mahlzeit mit großem Appetit. Als Ilvala ‘Vatapi Atragacha’ rief, legte Agasthya seine rechte Hand auf den Magen und sagte ‘Vatapi Jeernobhava’ mit der Bedeutung ‘Vatapi werde verdaut’. Vatapi war gefangen und konnte nicht herauskommen, was sein Ende bedeutete[1].

Ilvala war erschrocken und begann vor Angst laut zu schreien. Agasthya lächelte und machte ihm klar das Vatapi verdaut war und niemals herauskommen wüerde. Ilvala griff ihn wütend an, aber der große Weise reduzierte ihn mit der Kraft seiner Buße (tapas) zu Asche.

Die tiefere innere Bedeutung der Geschichte ist, daß Reisende beim Durchschreiten des Dschungel des des Lebens einen ruhelosen Geist (Ilvala) haben und frei den Geist des Todes (Vatapi) genießt. Wenn Aber durch Weisheit (Agasthya) geführt kann der Reisende 'Ilvala' warnen sich zu benehmen und Vatapi wegverdauen[2]. Es ist auch ein Hinweis auf die versteckte Natur des Essens. .........................................

Prahlada soll auch ein Bruder von Sinhika sein, der Mutter des Rahu.

In Buch 7 des Bhagavata Purana wird sein Vater Hiranyakashipu als der Erzfeind Vishnus dargestellt. Es war Hiranyakashipu gelungen, sich zum Herren der Welt zu machen, da er es durch strenge Bußübungen auf dem Berg Mandara erreicht hatte, nahezu unsterblich zu werden.
Während seiner Abwesenheit überfielen Indra und sein Halbgötter-Heer sein Reich und versuchten die schwangere Kayadhu verschleppen, um den ungeborenen Dämonenprinzen nach der Geburt zu töten.
Das wurde aber durch den Seher Narada verhindert, der Kayadhu aufnahm und sie in den Weisheitslehren unterrichtete. Dieser Lehren bekam aber auch das Kind im Mutterrleib mit, und Prahlada war bei seiner Geburt ein ausgebildeter mahā-bhāgavata, ein Großer unter den vaiṣṇavas.

Erziehung

Hiranyakashipu hatte sich mit seiner erworbenen Untötbarkeit die drei Welten unterworfen und war dem Sohn zugetan und schickte ihn in die Dämonenschule zum Daitya-Guru Shukra. Dort schulten ihn dessen Söne Shanda und Amarka. Er erwies er sich aber als völlig unempfänglichfür die Opferriten, den Erwerb von Reichtum und die Befriedigung der Sinne ganz abgesehen von Politik sowie die Kunst des Teilens und Herrschens.

Als Hiranyakashipu nun seinen fünfjährigen Sohn auf den Schoß setzte und danach befragte, antwortete dieser, es gebe im Leben nur das eine Ziel dem Herrn Vishnu mit Verehrung zu dienen. Der Vater schleuderte Prahlada weg und fragte, weshalb er Vishnu, den Erzfeind und Mörder des Onkels verehre. Dieser belehrte ihn, dass Freund und Feind illusorische Unterscheidungen seien welche nur davon abhalten, die Einheit mit dem göttlichen Selbst zu erreichen und Krishna-Bewusstsein in sich zu verwirklichen.

Hiranyakashipu versuchte den Sohn töten zu lassen, aber alle Mordanschläge schlugen fehl: Die Waffen seiner Dämonenkrieger konnten Prahlada nichts anhaben. Weder konnten Elefantenfüße ihn zertrampeln noch Giftschlangen ihn beißen, obwohl Prahlada nur in Meditation saß. Weder Zauber noch Gift, Hunger oder Kälte, Wind, Feuer oder Wasser zeigten eine Wirkung.

Hiranyakashipu's Schwester Holika war die Gabe verliehen worden, daß sie nicht durch Feuer verletzt werden konnte. Sie hatte einen besonderen Mantel, der sie vor dem Feuer schützte. Hiranyakashipu legt Prahlada auf den Schoß von Holika, als sie auf einem Scheiterhaufen sitzt. Prahlada betet zu Vishnu ihn zu schützen. Als das Feuer brüllt, fliegt das Kleidungsstück von Holika weg und überdacht Prahlada. Holika verbrennt zu Tode und Prahlad bleibt unverletzt.

Hiranyakashipu wurde mutlos und sah sein Ende nahen. Da schlugen ihm die Lehrer Shanda und Amarka vor, den Knaben ausführlich in allen Lastern und Lüsten der Welt zu unterrrichten. Doch nach dem Unterricht begann Prahlada, seine Mitschüler in den Lehren Naradas zu unterrichten.

Man solle die Zeit der materiellen Existenz (bhavam āśritaḥ) der Verehrung Vishnus und der spirituellen Sadhana widmen. Alles andere sei sinnlos und Zeitverschwendung, besonders das Streben nach Reichtum und Macht oder Befriedigung der Sinnengelüste. Aber auch das Streben nach Familie sei nur eine Zeitverschwendung und gefährlich, da die Liebe zu Frau und zu Kindern eine starke sinnliche Bindung darstelle. Stattdessen solle man sich dem Streben nach spiritueller Vereinigung mit Narayana widmen, dem kosmischen Urmenschenkind. Sie als seine Mitschüler sollten von dämonischen dem Materiellen verhafteten Wegen abwenden. Selbst die vedische Lehre von den trivarga nämlich Opfer, Reichtum und Befriedigung der Sinne führe nur in die Irre und zur Verstrickung im Materiellen.

Da beschloss Hiranyakashipu seinen Sohn mit eigenhändig zu töten. Er rief ihn zu sich und fuhr ihn an, wie er es wagen könne, sich ihm zu widersetzen und woher er die Kraft dazu nehme. Prahlada erwiderte, der Quell seiner wie jeglicher Kraft sei Brahman, das göttliche alles durchdringende Selbst.
Er bat seinen Vater von der Sehweise der Dämonen abzulassen, die sich der Illusion etwas wie Feind oder Freund hingäben und sich so der Wahrnehmung des All-Einen verschlössen. Hiranyakashipu hatte für diese Belehrung nur Hohnund nannte den Sohn altklug und fragte, wo denn diese angeblich alles durchdringende Alleinigkeit sei. Er deutete auf eine Säule und klopfte daran. Vielleicht werden Vishnu dann kommen und ihn mit dem Schwert töten.

Narasimha tötet Hiranyakashipu, links der betende Prahlada, rechts seine Mutter Kayadhu('sündenlos')
Narasimha

Augenblicklich manifestierte Vishnu sich in der Gestalt seines Mann-Löwe-Avatara Narasimha vor den Augen des entsetzten Königs. Ein gewaltiger Ton drang aus der angeschlagenen Säule und eine schreckliche Form erschien, die nicht Mensch noch Löwe war.

Hiranyakashipu zögerte nicht, Narasimha anzugreifen, da er sicher war, dass weder Mensch noch Tier ihn töten könne. Narasimha, der weder Mensch war noch Tier war, packte ihn und legte ihn auf der Schwelle des Hauses über seine Schenkel und zefetzte ihn mit seinen Krallen. Der fromme Prahlada trat seine Nachfolge an.

Söhne

Die Söhne Prahladis sind Virochana, der Vater von Bali und Nivatakavacha (Träger einer undurchdringlichen Rüstung), der Stammvater einer gleichnamigen Dämonenklasse.

Allegorie

Die Erziehung durch Shukras Söhne entspricht den 2 Phasen der Stufe 12. Die überlebten Mordanschläge symbolisieren Stufe 13(mystischer Tod) und den lunaren Abschnitt der Stufe 14. Der Mensch ist auf Stufe 14 (Dhyana) eine Säule im Tempel des Herrn geworden. Die entwickelte menschliche noch mayaverhaftete Natur hat ein goldenes Gewand angelegt und beherrscht alles. Das Brüllen des Löwen bzw. das Donnergrollen weist auf den Shabda oder Nada hin, der anderweitig als Haus am Berg dargestellt wird. Das göttliche Kind übernimmt die Herrschaft.

Referenzen