Papus

Aus Spiritwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Gerard Encausse

Gérard Analect Vincent Encausse (* 13. Juli 1865 in A Coruña, Spanien; † 25. Oktober 1916 in Paris) ist auch unter dem Pseudonym Papus bekannt. Von seiner Mutter ist der Name Irene Pérez-Vierra überliefert. Sein Vater Louis Encausse war ein Erfinder und Verkäufer von medizinischen Apparaturen und Artikeln.

Die Familie zog 1869 nach Paris. Dort verbrachte Papus schon in jungen Jahren viel Zeit in der dortigen Nationalbibliothek, wo er die Gelegenheit hatte, die Kabbala, den Tarot, die Magie, die Alchemie und die Schriften vn Éliphas Lévis zu studieren.

1887 wurde er Mitbegründer der französischen Theosophischen Gesellschaft, von der er sich jedoch 1890 wieder trennte. Er gründete den esoterischen Zirkel 'Groupe indépendant d’étude ésoterique', veröffentlichte eine okkulte Zeitschrift mit dem Namen 'Traité méthodique de science occulte'. Danach wurde er Mitglied im 'Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix'. Er gründete gemeinsam mit Lucien Chamuel die 'Librarie du Merveilleux' und veröffentlichte die Monatszeitschrift L’Initiation. Sein Pseudonym Papus entstammt den Nykthemeron des Apollonius von Tyana.

1894 erlangte Gérard Encausse an der Pariser Universität den Doktor der Medizin. Nach dem Tod des Marquis 'Stanislas de Guaita' im Jahre 1897 wurde Papus zum Präsidenten der 'de la Chambre de Direction de l’Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix' ernannt und Großmeister des ihr angeschlossenen Martinistenordens.

1901, 1905 und 1906 war er, auf Einladung von Zar Nikolaus II., in Sankt Petersburg, währenddessen er eine Martinistenloge gründete, der auch der Zar selbst angehörte. Papus assistierte dem Zarenpaar bei wesentlichen Regierungsentscheidungen und warnte sie vor den Einflüssen Rasputins.

1907 gründete Papus in Folge der Abspaltung der 1890 von Papus Helfer Jules Doinel gegründeten Neo-Albigensischen Kirche die Gnostisch Katholische Kirche.

Während des ersten Weltkriegs meldete Papus sich als Arzt bei der französischen Armee und steckte sich mit Tuberkulose an. Er starb am 25. Oktober 1916 in Paris.

Werke

  • Die Grundlagen der okkulten Wissenschaft & Die Wissenschaft der Magier, Autor Papus, Verlag AAGW, 1997, ISBN 3937592105, 9783937592107
  • Papus : Die Kabbala, Leipzig : Altmann, 1910
  • Das Tarot der Weissagung, der Schlüssel zu verschollenen Legesystemen und Deutungsmethoden. Edition Tramontane, Bad Münstereifel 1990, ISBN 3-925828-17-6
  • Das Buch des Glücks, ein praktisches Handbuch zur Ermittlung und Unterstützung der individuellen Lebenschancen. Edition Tramontane, Bad Münstereifel 1989, ISBN 3-925828-13-3
  • Die Wissenschaft der Magier und deren theoretische und praktische Anwendung. Schmidt, Handeloh 1978
  • Tarot of the bohemians, Papus, 1896
  • Papus : Tarot of the Bohemians, 1892 -online

Literatur

Weblinks