Neunheit von Heliopolis

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Neunheit aus dem Papyrus Ani

Die Neunheit von Heliopolis (Psḏt : Enneade) setzt sich aus den Gottheiten Atum, Schu, Tefnut, Geb, Nut, Osiris, Isis, Seth und Nephthys zusammen.

In Memphis führte Ptah eine der Neunheit von Heliopolis entsprechende Gruppe an: Schu, Tefnut, Geb, Nut, Osiris, Isis, Seth und Nephthys.

Die Achtheit des Ogdoad - Mythos heinhaltet hingegen andere Götter, angeführt von Amun.

Atum wird bereits In den Pyramidentexten((PT 1248) als „Vorderster der großen Neunheit“ bezeichnet[1].

Nach der Schöpfungsgeschichte von Heliopolis existierte zuerst ein chaotisches Urgewässer (Nun), aus dem der Atm als Schöpfergott entstieg. Er ließ im Urgewässer einen Urhügel entstehen und ließ sich darauf nieder. Danach begann Atum aus sich selbst die Elemente der Schöpfung hervorzubringen, zuerst die Luft (Schu) und die Feuchtigkeit (Tefnut), dann das Himmelsgewölbe, die Erde und die Zeit. Das Götterpaar zeugte dann den Erdgott Geb und die Himmelsgöttin Nut. Jene zeugten Osiris, Isis, Seth und Nephthys, die jeweils als Paar geboren wurden.
Nachdem Geb und Nut diese vier Kinder gezeugt hatten, trennte Schu Nut von ihrem Gemahl. Auf Darstellungen wölbt sich der Himmel in Gestalt von Nut über die von Geb verkörperte Erde, wobei Nut vom Luftgott Schu gestützt wird.


Literatur

  • Wolfgang Helck, Eberhard Otto, Rosemarie Drenkhahn: Kleines Lexikon der Ägyptologie. 4., überarbeitete Auflage, Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04027-0, S. 202f.
  • The Complete Gods and Goddesses of Ancient Egypt, R. Wilkinson, Thames & Hudson 2017, ISBN-10: 0500284245 ISBN-13: 978-0500284247

Referenzen

  1. Pyramidentextspruch 1660; nach Manfred Görg: 3. Ägyptische Religion: Wurzeln – Wege – Wirkungen (= Religionen in der Umwelt des Alten Testaments. Band 3). Kohlhammer, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-17-014448-4, S. 49

Weblinks