Nemesis

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Doppelte Nemesis aus Ephesus

Nemesis (nemein : Zuteilen des Gebührenden) ist in der griechischen Mythologie eine Tochter der Nyx (Nacht), d.h. nur aus dieser geboren oder die Tochter der Nyx und des Erebos bzw. Tochter des Okeanos. Sie ist die Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit. Ihre ständige Begleiterin ist die Göttin Aidos ('Scham', 'Gewissen').

Helenas mythischer Ursprung

  • Zeus paarte sich mit Nemesis in der Gestalt eines Schwans, nachdem sie zunächst aus Scham und gerechtem Zorn vor seinen Nachstellungen geflüchtet war. Auf ihrer Flucht über das Meer verwandelte sie sich in einen Fisch, am Rand der Erde angelangt, schließlich in eine Ente oder Gans, mit der Zeus als Schwan die Helena zeugte, um deretwillen schließlich der Trojanische Krieg geführt wurde.(Kypria Frag. 8; Bibliotheke des Apollodor 3,127; Pausanias 1,33,4)
  • In einer anderen Version der Geschichte spielt Aphrodite die Nemesis Zeus zu, indem sie sich als Adler auf den in einen Schwan verwandelten Zeus stürzt, der sich in den Schoß der Nemesis flüchten kann. In beiden Erzählungen wird das Ei zu Leda gebracht, die Helena aufzieht – wenngleich sie nicht selbst die Mutter Helenas ist. Schwan und Adler wurden zu den entsprechenden Sternbildern.(Hyginus Mythographus Astronomica 2,8[1])
Nemesis Louvre

Orphiker

  • Im orphischen Hymnos 'An Nemesis' ist zu lesen : Ich rufe Dich, Nemesis! Höchste! Göttlich waltende Königin! Allsehende, Du überschaust Der vielstämmigen Sterblichen Leben. Ewige, Heilige, Deine Freude Sind allein die Gerechten.

Literatur

Referenzen

Weblinks