Mrtyuvancanopadesha

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Das Mṛtyuvañcanopadeśa (tib. Chi ba blu ba'i man ngag, auch : Mātyuvañcanopadeśa) ist das Hauptwerk von Vāgīśvarakīrti(tib. Ngag gi dbang Phyug Grags pa), eines indischen Gelehrten des 10. - 11. Jahrhunderts. Vāgīśvarakīrti war auch ein bedeutender tantrischer Meister seiner Zeit, und er zählte zu den 'sechs Torhütern' am buddhistischen Kloster Vikramaśīla.

Inhalt

Der Text beschreibt zuerst verschiedene Methoden und Orakel zur Vorhersage des Lebensendes und danach verschiedene religiöse Praktiken, um dem Tod zu entgehen.
Er erwähnt vier Hauptpraktiken zur Lebensverlängerung

  1. Juwelen berühren
  2. Mantras rezitieren
  3. Alchemie üben
  4. medizinische Substanzen einnehmen

Zur Erzielung eines langen Lebens wird insbesondere die weiße Tārā angerufen. Nach tibetischer Auffasung ist Vāgīśvarakīrti eine Mainfestation der weissen Tara.

Der indische Gelehrte Atiśa brachte den Tara-Kult nach Tibet, und er verwendete dabei Vāgīśvarakīrtis Abhandlung und übersetzte sie gemeinsam mit Rin-chen-bzaṅ-po in die tibetische Sprache.

Die meisten Mṛtyuvaṇcana-Texte im Tengyur sind Kurzfassungen des Mātyuvañcanopadeśa von Vāgīśvarakīrti.

Literatur

  • Vagisvarakirtis Mrtyuvancanopadesa, eine buddhistische Lehrschrift zur Abwehr des Todes, Johannes Schneider, Reihe: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse, Band: 394, Verlag: VÖAW 2010, ISBN13: 978-3-7001-6722-8 (erste vollständige Übersetzung) - auch : Vienna verlag 2010