Moses Cordovero

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Rabbi Mose ben Jakob Cordovero (* 1522; † 27. Mai 1570 ; Akronym: RaMaK) war einer der bedeutendsten Kabbalisten. Cordoveros Vorfahren gehörten zum sephardischen Judentum der iberischen Halbinsel, das 1492 nach dem Edikt von König Ferdinand und Königin Isabella zur Flucht gezwungen wurde.

Der Geburtsort Cordoveros ist nicht bekannt. Gesichert ist lediglich sein Aufenthalt ab 1540 im israelischen Safed (hebr. Zefat), das als bedeutendstes Zentrum der spirituellen Tradition des Judentums gilt. Dort studierte er bei Josef Karo (1488–1575), dem Verfasser des Schulchan Aruch, und bei Schlomo ha-Levi Alkabez (1505–1576).

Cordovero wirkte als Lehrer von Thora und Talmud sowie als Jurist und Richter. Er verfasste mehrere spirituelle Schriften, die vom Buch Sohar geprägt waren, das er auch kommentierte.

Cordoveros Hauptwerk ist das umfangreiche Pardes Rimonim. Ein anderes bedeutendes Werk ist das Tomer Debora (hebr. Palmbaum der Debora), in dem zeigt, wie der Mensch auf menschliche Weise die Wege Gottes, welcher sich liebevoll der Welt und dem Menschen zuneigt, nachvollziehen soll. Wegweiser ist dabei der sephirotische Lebensbaum, den er erstmals systematisch darstellt.

Der bedeutendste Schüler Cordoveros war der Kabbalist Isaak Luria.

Werke

  1. Pardes Rimonim (Garten der Granatäpfel, 1548, Erstdruck Saloniki 1584)
  2. Tomer Deborah (Palmbaum der Deborah, 1560–1568 - Druck Venedig 1589)
  3. Or ne'erav (Freundliches Licht, 1547–1570, Venedig 1587)
  4. Sefer Geruschin (Buch der Scheidungen, mit Maggid-Offenbarung, 1550 - Druck Venedig 1553/1602)
  5. Shi'ur Koma (Maß der Größe, 1550–1570 - Druck Warschau 1883)
  6. Or jaqar (Kostbares Licht, Kommentar zum Sohar, 1550–1570)
  7. Elimah [Rabbati] (Nach Elim [vgl. Ex 15,27], 1560–1568, Lemberg 1881)
  8. Perush Seder Avodat Jom-Ha-Kippurim (Venedig 1587)
  9. Sivche Shlamim (Lublin 1613)
  10. Tefilla le-Moshe (Przemysl 1892)

Weblinks